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Schlechte Stimmung trotz positiver Geschäftserwartungen

Spediteure rügen Reedereien

Hamburgs Spediteure zweifeln an der Berechtigung der großen Schifffahrtsallianzen Und sie sind äußerst unzufrieden mit den Reedereien, insbesondere mit Servicequalität, Erreichbarkeit, Informationspolitik und der technischen Ausstattung. Auch die schleppende Planung für den Köhlbrand wird angeprangert.

Hamburgs Spediteure sind äußerst unzufrieden mit den Reedereien. Insbesondere die Servicequalität und der Erreichbarkeit der Ansprechpartner wird bemängelt. Zudem wird an der Berechtigung der großen Schifffahrtsallianzen gezweifelt.

Die Mitglieder des Verbands Hamburger Spediteure (VHSp) rügen auch die Informationspolitik. Vor allem bei Unregelmäßigkeiten, mangelhafter Fahrplantreue sowie die schlechte Verfügbarkeit von Equipment bei den Reedereien ist immer wieder ein Ärgernis.

Der Verband bezweifelt auch, ob die kartellrechtliche Grundlage für die weltweiten Reederei-Allianzen noch gegeben ist. Nach vielen Insolvenzen gibt es nur noch drei globale Reedereien. Und die bemühten sich nach Kräften, Sparmöglichkeiten zu ihrem eigenen Vorteil auszuschöpfen.

Ärger am Köhlbrand

Auch der schleppende Fortschritt bei der Planung der neuen Querung für den Köhlbrand wird kritisiert. Die Köhlbrandbrücke ist die Hauptzufahrt zu den Häfen und zum Containerterminal Altenwerder in Hamburg. Da die Brücke nur noch bis 2030 befahrbar bleibe und die Planungs- und Bauzeit einer neuen Querung auf 15 Jahre veranschlagt werden, bestehe schon jetzt eine beunruhigende Lücke von 5 Jahren. Dabei sei für die Alternative nicht entscheidend, ob eine Brücke oder ein Tunnel gebaut werden. Wichtig sei nur, dass auch künftig jede Ladung durch die Querung transportiert werden kann. Immerhin jeder dritte LKW ist schon heute mit Gefahrgütern beladen.

Für die Konjunktur und ihr Geschäft sind die Spediteure übrigens optimistisch. Immerhin 41% der Mitglieds-Unternehmen des VHSp rechnen mit steigenden Umsätzen. Darüber hinaus planen 31% der Mitgliedsunternehmen des Verbands Einstellungen für das laufende Jahr. Der Verband (1884 gegründet) hat 340 Mitglieder. Die Umfrage gilt als das Barometer für das Speditions- und Logistikgewerbe der Hansestadt.

Fazit: Die Weltkonjunktur läuft, die Geschäfte im Hamburger Hafen ebenfalls. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Spediteure zunehmend der großen Marktmacht der wenigen verbliebenen Reedereien ausgesetzt sind.

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