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Folgen der US-Zölle

Verhängnisvolle Gegenreaktionen

Der von den USA heraufbeschwörte Handelskrieg lässt die Handelspartner ächzen. Verhängnisvoller sind jedoch die Folgen für die US-Wirtschaft selbst, vor allem wenn die Gegenreaktionen ihre Wirkung entfalten.

Der Plan der Trump-Administration demnächst auch Importe von Autos und Autoteilen durch Zölle zu belasten, dürfte der US-Wirtschaft teuer zustehen kommen. Unmittelbare Folge der Zölle wäre ein Rückgang der US-Autoproduktion um 1,5% und ein Verlust von rund 195.000 US-Jobs. Antworten die Partner insbesondere innerhalb der NAFTA symmetrisch, dann steigen die Verluste auf 4% der Produktion und 624.000 US-Jobs. Das geht aus einer Studie des Peterson Institute of International Economics hervor. Maßgeblich sind zwei Faktoren: Die Zölle bewirken zunächst höhere Preise auf dem US-Markt, was sinkende Mengen bringt.

Gewichtiger ist der zweite Effekt der verschlechterten Wettbewerbsposition der US-Anbieter. Deren Kalkulation beruht auf günstigen Zulieferungen des Auslands, namentlich Mexikos. Der Zoll wirkt hier wie eine Strafsteuer. Daher sinkt der US-Export um 2,5% allein aufgrund der US-Importzölle. Wenn die Partner mit gleichen Zöllen antworten und die US-Produkte weiter verteuern, sinkt der US-Export sogar um fast 9%.

Fazit: In einer Wirtschaftswelt der internationalen Lieferketten konkurrieren die Staaten um Wertschöpfungsanteile. Es gibt kaum noch nationale Industrieprodukte, die mit Zöllen geschützt werden könnten. Daher kann Trump allenfalls kurzfristige Erfolge auf Kosten langfristiger Schäden für die US-Wirtschaft erzielen.

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