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Britische Banken ergreifen Initiative

Versicherung gegen Überweisungsbetrug

Große britische Banken haben die Initiative zu einer Versicherungslösung bei Überweisungsbetrug geschaffen. Sie soll bereits Anfang 2020 starten. Sie entscheiden auch, wer den Schutz bezahlt.

Die großen britischen Banken haben eine Versicherungslösung gegen den grassierenden Überweisungsbetrug entwickelt. Voraussichtlich wird dieser Schutz schon im Januar 2020 zumindest von den führenden Banken eingeführt. Im vergangenen Jahr betrug die Gesamtschadenssumme durch Überweisungsbetrug in Großbritannien insgesamt 354 Mio. Pfund.

Grund: Im modernen Zahlungsverkehr wird immer schneller und unbedachter gehandelt. Diese Unachtsamkeit beschränkt sich nicht auf Online-Überweisungen. Sie wird auch bei telefonischen Überweisungen beobachtet. Bankkunden, die nicht extrem leichtfertig gehandelt haben, sowie deren Banken, die sich beim einzelnen Schadensereignis nichts haben zu Schulden kommen lassen, sollen aus den Einnahmen dieses Versicherungssystems entschädigt werden.

Große Banken haben sich der Initiative angeschlossen

Insgesamt sieben Banken stehen bisher hinter dem Programm. Darunter befinden sich so bekannte Namen wie Barclays, HSBC, Lloyds und RBS. Bei den übrigen drei Instituten handelt es sich um kleinere Banken. Weitere kleinere Banken sollen sich der Initiative anschließen. Um ihnen den Beitritt zu erleichtern, müssen Neu-Mitglieder für die ersten 100.000 Überweisungen im Jahr keine Versicherungsgebühr entrichten.

Geschützt sind künftig alle Überweisungen, die höhere Beträge als 30 Pfund umfassen. Für jede ausgeführte Überweisung zahlt die jeweilige Bank des Auftrag gebenden Kunden 2,9 Pence (ca. 3 Eurocent) in einen Fonds ein, aus dem die Entschädigungen in Betrugsfällen ausgezahlt werden. Den Banken soll überlassen bleiben, ob sie die 2,9 Pence aus eigenen Mitteln entrichten oder ob sie den Kunden belasten.

Fazit: Die Idee klingt zunächst überzeugend. Sie kann aber schnell zum Einfallstor für weitere Gebührensteigerungen werden.

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