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Wirtschaft Brasilien

Langsam wird es kritisch

In Brasilien verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage. Damit wachsen die Risiken für Unternehmen und Anleger.
Die aktuelle Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) deutet auf ein wachsendes Risiko hin. Zwar bleibt die Bonitätseinschätzung noch auf «BBB». Das ist die letzte Stufe vor einer Warnung an die Anleger, dass konkrete Ausfallrisiken bestehen. Zudem wurde jetzt der Rating-Ausblick auf negativ gesenkt. Erfahrungsgemäß deutet das auf eine Ratingverschlechterung bei der nächsten Bonitätsbewertung hin. Am Zuckerhut wird es kritisch. Die Rezession zeigt sich besonders stark an der Wechselkursentwicklung. Gegenüber dem US-Dollar und dem Euro sackte die Notierung des Real kräftig ab. Für einen Euro gibt es inzwischen fast 4 Real, vor wenigen Monaten waren es nur 3,40 Real. Die Notenbank steuert schon längere Zeit fast verzweifelt dagegen. Heute hat sie den Leitzinssatz um 0,5 Punkte auf 14,25% angehoben. Das soll den Verfall des Real stoppen, lähmt aber zugleich die Binnenkonjunktur gewaltig. Die stark gesunkenen Rohstoffpreise – voran das Öl – drücken ebenfalls auf die Einnahmen der Unternehmen und die Einkommen der in diesen Branchen angestellten Mitarbeiter.   Die Zahl der Unternehmen, die akute wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, wächst. Auf Sicht von sechs Monaten ist durchaus mit einem Anstieg der Pleiten zu rechnen. Sichern Sie deshalb Lieferungen unbedingt über EulerHermes ab. Nutzen Sie außerdem Instrumente zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen. So vermeiden Sie Währungsverluste, falls der Real weiter an Wert verliert. Investitionen und Einkäufe in Real werden dann natürlich preiswerter.

Fazit: Die brasilianische Wirtschaft ist angeschlagen. Die Krise birgt aber auch Chancen für Übernahmen, Kooperationen und strategische Investitionen.

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