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Finanzmärkte mit Corona-Sorgen

Sichere Häfen werden angesteuert

Das Corona-Virus steckt auch die Devisen- und Zinsmärkte an. Plötzlich ist Sicherheit wieder gefragt. Dollar, Gold und Franken steigen, die Renditen sinken. Allerdings überziehen die Märkte gerade. Daraus ergeben sich für Investoren gute Handelsmöglichkeiten.

Die globale Verbreitung des Corona-Virus hat auch die Devisen- und Zinsmärkte angesteckt. Das zeigt sich besonders deutlich an der Entwicklung des Kurses von EUR|USD. Der Greenback hat gegen den Euro wieder kräftig gewonnen. Aber auch andere sichere Währungs-Häfen werden von den Investoren angesteuert. So steigt in Europa der Franken, in Asien ist es der Yen.

Der Dollar hat die zum Jahreswechsel fast mustergültig abgeschlossene Trendwende noch einmal unterbrochen. Das Währungspaar ist bis auf 1,10 EUR|USD gefallen. Damit reizt der Dollar bereits fast die Untergrenze von 1,09 EUR|USD der Range aus, die eine langfristige Trendwendeformation zerstören würde. Wir glauben allerdings nicht, dass der Greenback unter diese Schwelle laufen wird. Weder die konjunkturelle Entwicklung noch die Zinsperspektive der Fed, die ihre Füße bei normalem Verlauf stillhalten wird, sprechen dafür, dass der Dollar neuen kräftigen Rückenwind bekommen wird. Darum erweitern wir auf kurze Sicht zwar unsere Range etwas nach unten auf 1,09. Auf Sicht von 12 Monaten erwarten wir aber weiterhin einen deutlich schwächeren Dollar.

Zinsen überziehen akut nach unten

Auf der Zinsseite macht sich das Virus ebenfalls bemerkbar. Am kurzen Ende hat sich das Bild zwar nicht verändert. Das liegt an den großen Notenbanken, die an ihren expansiven Zinspolitiken festhalten. Die US-Notenbank Fed hat gerade noch einmal betont, dass der Leitzins bei 1,50 bis 1,75% unverändert bleibt. Allerdings hat Fed-Chef Jerome Powell auf „höhere Risiken“ hingewiesen. Das ist das Signal, dass die Fed bei einer deutlichen konjunkturellen Eintrübung oder Corona-Eskalation eingreifen wird. Die chinesische Notenbank hat bereits angekündigt, dass sie „ausreichend Liquidität“ zur Verfügung stellen wird. Am kurzen Ende belassen wir die Zinsen in den bereits von uns prognostizierten Bandbreiten.

Am langen Ende zeigt sich die Flucht in Sicherheit ebenfalls. Die Renditen gehen weiter zurück – in den USA übrigens auch die Inflationsrate. Dieser Renditerückgang ist aber überzeichnet und wird nicht von Dauer sein. In Deutschland zieht die Inflationsrate im Januar voraussichtlich sogar an. Und bereits jetzt liegen die Renditen von 25% aller ausstehenden Volumina von Staatsanleihen im negativen Bereich. Ein langfristig gutes Investment ist das nicht. Das bekam der Bund bei einer seiner jüngsten Emission deutlich zu spüren. Nur 60% des angestrebten Volumens wurden bei Investoren platziert. Daraus lesen wir: Die Renditen werden im Jahresverlauf steigen – einfach, weil die Investoren es fordern werden. 

Fazit: Die Finanzmärkte kommen aufgrund der Corona-Virus-Sorgen in Bewegung. Die akuten Tendenzen überziehen aber. Sie zeichnen langfristig ein falsches Bild. Investoren können das spekulativ für sich nutzen. Wir gehen auf Jahressicht vor allem von einem schwächeren Dollar und steigenden Renditen in der Eurozone aus.
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