Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
479
Italiens Wirtschaft wächst

Wachstum nicht nachhaltig

Italiens Wirtschaft ist 2017 wieder gewachsen. Einen tieferer Blick in die Daten zeigt, dass das Land von den niedrigen Zinsen der EZB profitiert. Die strukturelle Krise ist noch nicht überwunden.
Die italienische Konjunktur hängt weiter am Tropf der EZB. Die Staatsverschuldung hält sich seit Jahren zäh bei 133% des BIP. Die Arbeitslosigkeit von über 10% sinkt seit Jahren kaum. Zahlreiche Wirtschaftsdaten zeigen nach unten, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Die Arbeitsproduktivität hat sich seit 2000 nicht mehr verbessert. Sie lag 2015 bei 86% der EU-15. Grund ist die schlechte Entwicklung der Unternehmen. Fehlgelenkte Ressourcen, niedrige Innovationsraten, geringe Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik oder unpassende Managementpraktiken sind häufig anzutreffen. Italienische Technologiefirmen sind weniger produktiv, weil kleiner als internationale Konkurrenten. Selbst der starke Norden verliert an Zugkraft. Zwar liegt das Pro-Kopf-Einkommen im Norden und im Zentrum des Landes noch immer über dem EU-28-Durchschnitt. Es stagniert aber seit Jahren. Italiens schwacher Süden hat weiter an Wirtschaftskraft verloren. Die zahlreichen Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre reichen nicht aus. Die Liste der Baustellen ist lang:
  • Für die Unternehmen wäre es hilfreich, wenn die Tarifverträge auf Unternehmensebene nachverhandelt werden könnten.
  • In der Arbeitslosenverwaltung sollte der Grundsatz des Förderns und Forderns eingeführt werden.
  • Die staatliche Bürokratie ist zu kompliziert.
Der Doing Business Report der Weltbank führt Italien deshalb nur auf Rang 50 (Deutschland Rang 17). Allerdings ist bestenfalls nach der Wahl 2018 mit weiteren Reformen zu rechnen.

Fazit: In Italien sind weitere Reformen dringend nötig. Nur dann gibt es Aussicht auf stärkeres Wachstum und sinkende Arbeitslosigkeit und Verschuldung.

Meist gelesene Artikel
  • Börseneinschätzung vom 06. Juni 2019

Fed verhindert Absturz

Die Bullen haben nochmal einen Anstoß bekommen. Die Bären werden hartnäckiger. Copyright: Pixabay
Die Märkte feiern das billige Geld. Doch der Schein trügt; die Bullen und Bären kämpfen miteinander. Jüngst verhinderte die Fed erst einen Kursrutsch. Anleger sollten sich nicht in die Irre leiten lassen und ihr Portfolio mit Sicherheit diversifizieren. Eine Assetklasse rückt wieder verstärkt in den Fokus.
  • Fuchs plus
  • Beyond Meat

Kursexplosion bei Veggie-Fleischhersteller

Das vegane Burger-Patty ist das Flagschiff von Beyond Meat. Copyright: Pixabay
Die veganen Ersatzprodukte von Beyond Meat katapultieren den Aktienkurs dynamisch nach oben. Nicht nur die Produkte, allen voran der vegane Burger, scheinen zu schmecken, sondern auch die Aktie selbst. Anleger, die frühzeitig eingestiegen sind, können sich momentan über ein Plus von 220% freuen.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Vegane Ernährung

Hohe Zuwächse bei Veggie-Unternehmen

Veganismus ist ein Megatrend. Copyright: Pixabay
Veganismus ist ein Megatrend. Egal ob Lebensmittel im Supermarkt, extra Sparten in Restaurant-Menüs oder nachhaltige Produkte in den Drogerien. Die Wachstumsrate in der Branche ist hoch. Anleger können so nachhaltig und renditeorientiert investieren.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kakaopreis nimmt Fahrt auf

Exportstopp verhängt

Der Kakaopreis ist aus seiner Seitwärtsrange ausgebrochen! Fundamental spricht vieles für einen anhaltenden Trend. Getreu dem Motto "The Trend is your Friend", bieten sich fürn Anleger jetzt noch günstige Einstiegsgelegenheiten.
  • Fuchs plus
  • Der Weizenpreis kurz vor einem Widerstand

Ernteprognosen zu hoch

Der Weizenpreis steht vor einem Widerstand. Ob dieser gebrochen wird ist fraglich. Dafür spricht, dass die Ernteprognosen deutlich nach unten revidiert werden mussten.
  • Fuchs plus
  • Euro und Bitcoin: Zahlgeld oder Verwahrgeld?

Die verflixte Geldmenge

Ob eine Währung eher als Zahlungsmittel oder als „Verwahrgeld" gehalten wird, hängt auch mit den Möglichkeiten zusammen, wie ihre Geldmenge gesteuert wird. Bei Bitcoin und Euro werden die Folgen offensichtlich. Aber es ist nicht so einfach zu bewerten, was besser und was schlechter ist.
Zum Seitenanfang