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Wachstum China

Weitere Abkühlung voraus

Chinas Wachstumsraten sinken, sind vergleichsweise jedoch immer noch stark.

Die Schlagzahl der chinesischen Konjunktur sinkt. Und sie wird weiter zurückgehen, wie sich aus den Zahlen vom aktuellen Rand ergibt: Das Expansionstempo der Anlageinvestitionen reduziert sich weiter. Per Mai ging es auf 8,6% zurück nach 8,9% im April (jeweils zum Vorjahr). Dennoch legen die Investitionen damit immer noch stärker zu als das BIP. Agenturmeldungen zufolge gibt es eine gewisse Umschichtung: Das Gewicht neuer Projekte sinkt, während auf bereits länger laufende Vorhaben ein größerer Anteil entfällt.

Der Einkaufsmanager-Index für die verarbeitende Industrie ist wieder unter die Expansionsschwelle zurückgefallen. Er liegt jetzt bei 49,6 nach 50,3 Punkten. Das zeigt an, dass die Unternehmen durch Überkapazitäten belastet sind. Der gleichzeitig von 51,5 auf 52,8 Punkte steigende Index für die Dienstleister entwickelt sich dagegen positiv. Trotz aller Widrigkeiten nimmt die Produktion weiter zu, zuletzt um 6,5% zum Vorjahr.

Am positiven Umsatztrend der Einzelhändler hat sich nichts geändert. Die Zuwachsrate steht in den letzten Monaten konstant leicht über 10% zum Vorjahr (zuletzt 10,7%). Zudem läuft der chinesische Außenhandel weiter beachtlich. Obwohl die Überschüsse wegen der Energieimporte leicht rückläufig sind, legen Exporte (+8,7%) wie Importe (+14,8%) weiter zu. Das Gesamtbild zeigt insoweit rückläufige Zuwachsraten, aber keine absoluten Rückgänge. Das bedeutet niedrigere, aber weiterhin vergleichsweise starke Wachstumsraten.

Fazit: Der Wachstumstrend Chinas wird flacher, er bricht aber nicht ab.

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