Benchmark geschlagen: LLB Österreich, Credit Suisse & Dr. Kohlhase führen das Feld an
Das Performance‑Projekt 8 der vermögensverwaltenden Fonds präsentiert in dieser Woche ein eindrucksvolles Panorama der Risikokulturen im Private Banking. Die Märkte waren volatil, doch die Reaktionen der Teilnehmer reichten von nahezu makelloser Stabilität bis zu tiefen zweistelligen Drawdowns. Als konstanter Orientierungspunkt dient das Benchmarkdepot, das mit einem MaxDrawdown von rund drei Prozent einen robusten Referenzwert markiert. Mehrere Verwalter unterbieten diese Marke deutlich – andere fallen laut den Daten von Infront weit zurück.
Das Bild der Woche ist geprägt von starken Gegensätzen. Während eine kleine Gruppe exzellent gegen Marktvolatilität abschirmt, arbeitet ein größerer Teil in einem moderaten Risikokorridor. Und am oberen Ende des Risikospektrums stehen einige Häuser, die hochdynamische, marktsensitive Strategien verfolgen und in dieser Marktphase entsprechend starke Ausschläge hinnehmen mussten. In Summe zeigt Projekt 8 ein authentisches Abbild der Vielfalt heutiger Vermögensverwaltung – von hochdiszipliniert bis hochspekulativ.
Die stabilsten Vermögensverwalter – deutliche Benchmark-Schläger
Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) behauptet in dieser Woche die Spitzenposition mit einem MaxDrawdown von 0,00 % – ein außergewöhnliches Resultat. Kein anderer Teilnehmer navigiert derart glatt durch die Marktwoche. Die Credit Suisse Private Banking folgt mit nur 0,20 %, während die Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft bei 0,78 % liegt. Auch BTG Pactual Europe (0,82 %) und die Bank J. Safra Sarasin (0,98 %) unterbieten das Benchmarkdepot signifikant. Diese Häuser bilden die exklusive Gruppe von Strategien, die in dieser Woche weniger Risiko als die Benchmark aufwiesen – ein starkes Qualitätsmerkmal.
Alle fünf zeichnen sich durch defensiv strukturierte, diszipliniert gesteuerte Mandate aus. Ihre Resultate sprechen für robuste Allokationen mit klarer Risikobegrenzung. Vielfalt findet sich dennoch: Internationale Privatbank, Schweizer Institutsbank oder spezialisierter Vermögensverwalter – die Stabilitätssieger demonstrieren, dass wirksames Risikomanagement unabhängig vom institutionellen Hintergrund funktioniert.
Die breite Mitte – rund um das Benchmarkdepot stabilisiert sich das Projekt
Der Großteil der Verwalter bewegt sich im Risikokorridor von 3 bis 7 Prozent Drawdown. Dazu gehören Schwergewichte wie Pictet Asset Management, Commerzbank Private Wealth Management, VP Bank, Raiffeisen Capital Management, die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), die Hamburger Sparkasse, Union Investment, Bethmann Bank, LGT Bank, Hauck Aufhäuser Lampe und DJE Kapital. Sie alle liegen nahe des Benchmarkdepots – manche geringfügig besser, viele etwas schlechter.
Diese Häuser verkörpern das typische Risikobild ausgewogener Multi‑Asset‑ Strategien. Ihre Ergebnisse sind weder spektakulär defensiv noch kritisch risikoreich. In Summe tragen sie maßgeblich zur Stabilisierung des Projekts bei. Für Anleger stehen solche Strategien traditionell für solide, kontrollierte und verlässliche Vermögensverwaltung.
Die Risikotreiber – wo die Schwankungen groß sind
Am deutlichsten vom Benchmark entfernt liegt die Geneon Vermögensmanagement AG, deren MaxDrawdown mit 21,44 % den höchsten Rücksetzer markiert. Auch die Prometheus Vermögensmanagement GmbH (19,57 %), die Pecunia GmbH (15,58 %), Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement (12,39 %) und die Ökoworld AG (12,37 %) verzeichnen klare zweistellige Drawdowns. Diese Häuser folgen Strategien, die auf thematische Schwerpunkte, Wachstumschancen und dynamische Trends setzen – was in dieser Woche zu markanten Ausschlägen führte.
Ihre Mandate zeigen, wie stark hohe Marktexponierung oder konzentrierte Positionierungen wirken können. Diese Strategien sind auf lange Sicht potenziell sehr attraktiv, reagieren aber in turbulenten Wochen überproportional sensibel. Im Kontext des Benchmarkdepots bedeutet dies klare Unterperformance im Risiko: Es wird nicht nur nicht unterboten – es wird weit überschritten.
Der Vermögenszuwachs – Wer gewinnt absolut?
Auch beim Vermögenswachstum zeigen sich klare Gewinner. Herausragend performt die Hansen & Heinrich AG, die ihr Vermögen um 37.706 Euro steigert – der höchste Wert des gesamten Projekts. Ihr folgt das Bankhaus Bauer mit 35.675 Euro, die Plutos Vermögensverwaltung mit 35.383 Euro, Hauck Aufhäuser Lampe mit 35.299 Euro sowie die Bank Julius Bär Deutschland mit 34.492 Euro. Bemerkenswert: Auch das Benchmarkdepot selbst gehört mit einem Plus von 30.548 Euro zu den stärksten Wochensiegern, liegt aber hinter den genannten Verwaltern.
Weitere Häuser wie Genève Invest, die Fürstlich Castell’sche Bank, B. Metzler sowie FIMAX Vermögensberatung erzielen ebenfalls signifikante Zuwächse zwischen 26.000 und 30.000 Euro. Die Vermögenszuwächse zeigen damit ein ähnlich breites Bild wie die Risikowerte.
Benchmarkdepot – Ein stabiler Bezugspunkt für Risiko und Vermögen
Das Benchmarkdepot schneidet hinsichtlich des Risikos solide ab und liegt im unteren Drittel der Gruppe. Mehrere Verwalter unterbieten es deutlich, doch viele liegen darüber. Beim Vermögenszuwachs gehört es zur erweiterten Spitzengruppe und liefert eines der besten Wochenresultate. Für jede Bewertung im Projekt bleibt es daher ein verlässlicher Maßstab – sowohl für konservative als auch für Wachstumsstrategien.
Ranking‑Tabelle: Vermögenszuwachs (Top 10)
| Rang | Vermögensverwalter | Vermögenszuwachs (EUR) |
|---|---|---|
| 1 | Hansen & Heinrich AG | 37.706 |
| 2 | Bankhaus Bauer AG | 35.675 |
| 3 | Plutos Vermögensverwaltung AG | 35.383 |
| 4 | Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG | 35.299 |
| 5 | Bank Julius Bär Deutschland AG | 34.492 |
| 6 | Benchmarkdepot | 30.548 |
| 7 | Genève Invest | 30.180 |
| 8 | Fürstlich Castell’sche Bank | 29.133 |
| 9 | B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG | 27.356 |
| 10 | FIMAX Vermögensberatung GmbH | 26.425 |