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Wochenbericht zu Projekt V in KW 10: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Benchmark wackelt – und einige Vermögensverwalter nutzen die Chance

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In KW 10 zeigt sich ein ungewöhnlich klares Bild: Während die Benchmark leicht an Wert verliert, gelingt es nur wenigen Vermögensverwaltern, die Woche positiv oder stabil abzuschließen. Einige nutzen die Marktruhe geschickt, andere rutschen kraftvoll ab – trotz fehlender Handelsaktivität. Für Anleger liefert die Woche wertvolle Hinweise auf Risikomanagement und Positionierung.

Was Anleger in turbulenten Marktlagen wissen müssen

Die Kalenderwoche 10 beginnt ruhig, doch sie legt offen, wie unterschiedlich Vermögensverwalter Risiko steuern. Das Benchmarkdepot des Projekts 5 bewegt sich mit einem Verlust von –5.309,20 Euro moderat rückwärts und verzeichnet eine Wochenrendite von –0,318 %, obwohl keine einzige Transaktion stattfindet. Die Woche zeigt damit unverfälscht, wie die Portfolios allein auf Marktbewegungen reagieren und wie klar sich stabile von anfälligen Strategien unterscheiden.

Pictet Asset Management setzt sich an die Spitze, indem das Depot um +2.626,53 Euro zulegt und mit +0,28 % die beste Wochenrendite erzielt. Die Deutsche Bank – Private Wealth Management folgt mit einem Plus von +1.517,90 Euro beziehungsweise +0,11 %, während Bankhaus Bauer AG und Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG leichte, aber saubere Gewinne sichern. Diese vier Häuser bilden die gesamte Gewinnergruppe der Woche, was die besondere Marktsituation zusätzlich unterstreicht. Das und mehr zeigen die Daten von Infront.

Die Kraft der ruhigen Portfolios

Mehrere Vermögensverwalter entscheiden sich für völlige Zurückhaltung und erzielen damit ein respektables Ergebnis. Globalance Bank AG, Reichmuth & Co Privatbankiers, Bank Julius Bär & Co. AG, Von der Heydt & Co. AG, Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG und Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA halten ihre Vermögenswerte exakt auf Vorwochenniveau. Diese konstante Nullveränderung schlägt die Benchmark, die einen leichten Verlust verbucht. Ihre Ruhe zeigt sich als Stärke, denn die Portfolios bleiben unbeeindruckt vom seichten Marktrauschen.

Wo der Markt tiefer zubeißt

Am anderen Ende der Liste zeigt sich ein völlig anderes Risikoprofil. Einige Depots verlieren zwischen –1,7 % und –2,2 %, obwohl auch sie keinerlei Umschichtungen vornehmen. Die Deutsche Oppenheim Family Office AG verzeichnet mit –2,19 % den schwächsten Wochenwert, gefolgt von Plutos Vermögensverwaltung AG, HSBC Deutschland, Geneon Vermögensmanagement AG und Schneider, Walter & Kollegen Vermögensverwaltung AG. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass diese Häuser deutlich risikoreichere Allokationen gewählt haben, die trotz ruhiger Märkte ins Minus laufen. Sie geraten damit stärker unter Druck als das Benchmarkportfolio.

Drawdowns als Seismograf der Woche

Das Drawdown‑Verhalten verstärkt die Erkenntnisse der Vermögensentwicklung. Das Benchmarkdepot erreicht einen maximalen Wochenverlust von 0,7488 %, was ein solides, defensives Risikomanagement zeigt. Reichmuth & Co Privatbankiers sowie Von der Heydt & Co. AG verzeichnen in KW 10 überhaupt keinen Drawdown und halten ihre Depots konsequent auf absoluter Stabilität. Gleichzeitig bilden extreme Werte einen starken Kontrast: Ein Depot bei M.M. Warburg & CO KGaA zeigt einen Drawdown im fünfstelligen Prozentbereich, was eine außergewöhnliche Einzelwertverwerfung offenlegt. Solche Ausreißer demonstrieren, wie empfindlich manche Strategien auf kleinste Marktimpulse reagieren.

Eine Woche ohne Handel – ein direkter Markttest

Da in Projekt 5 keine einzige Transaktion stattfindet, entsteht ein seltener Blick auf die „marktreine“ Performance der Depots. Kein Haus tätigt Käufe oder Verkäufe, und die Zahlen spiegeln ausschließlich die Robustheit der bestehenden Allokationen wider. In dieser Umgebung wirken konservative Strategien besonders souverän. Defensiv konstruierte Portfolios halten den Wert, während volatilere Strukturen in kurzer Zeit mehrere Tausend oder Zehntausend Euro verlieren. Die Woche macht deutlich, wie wertvoll Ruhe im Portfolio sein kann, wenn die Märkte nur leicht schwanken.

Was Anleger aus dieser Woche lernen

KW 10 zeigt unmissverständlich, dass Stabilität nicht zufällig entsteht. Die Benchmark fällt zwar gering aus, doch nur wenige Vermögensverwalter übertreffen diesen Wert. Die Gewinner setzen auf stringente Risikokontrolle und auf Allokationen, die auch ohne aktives Eingreifen funktionieren. Die Verlierer offenbaren hingegen größere Abhängigkeit von Marktimpulsen. Damit liefert die Woche ein Musterbeispiel dafür, wie Anleger die Risikostruktur von Verwaltern besser verstehen und welche Strategien in Phasen geringer Volatilität überzeugen.

Tabelle: Vermögensentwicklung Projekt 5 (KW 10)




RangVermögensverwalterWochenrendite (%)Veränderung (€)
1Pictet Asset Management+0,2807 %+2.626,53
2Deutsche Bank – Private Wealth Management+0,1065 %+1.517,90
3Bankhaus Bauer AG+0,0384 %+553,50
4Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG+0,0142 %+203,20
5–10Globalance, Reichmuth & Co, Julius Bär, Von der Heydt, LLB Österreich, Sal. Oppenheim0,0000 %0,00
BenchmarkBenchmarkdepot–0,3182 %–5.309,20
Letzte PlätzeDeutsche Oppenheim FO, Plutos, HSBC, Geneon, Schneider & Kollegen–1,7 bis –2,2 %–22–33 T€




Quelle: Infront



KW 10 zeigt Anlegern klar, wie unterschiedlich Vermögensverwalter Risiko wirklich steuern. Während einige Häuser mit stabilen oder sogar positiven Ergebnissen glänzen, geraten andere deutlich ins Minus. Eine Woche ohne Transaktionen legt schonungslos offen, wessen Strategie robust ist – und wessen Depot stärker vom Markt abhängig bleibt.
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