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Wochenbericht zu Projekt IX in KW 18: Stabilität trifft selektive Initiative

DGK & Co., ABN AMRO und Berliner Sparkasse behaupten sich gegen die Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Projekt 9 (Stiftungsportfolio) zeigt in dieser Woche ein klares Spannungsfeld zwischen Stabilität und taktischer Initiative. Während das Benchmarkdepot kontrollierte Verluste hinnehmen muss, gelingt es einzelnen Vermögensverwaltern, sich mit positiver Wochenentwicklung abzusetzen. Der Blick auf Vermögensstand, Drawdown und Handelsverhalten offenbart, warum aktives Handeln nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt und weshalb Risikodisziplin weiterhin der entscheidende Erfolgsfaktor bleibt.

Der Blick auf Projekt 9 offenbart eine Struktur, die größer dimensioniert ist als andere Performance‑Projekte und dadurch eine besondere Aussagekraft entfaltet. Alle Depots bewegen sich im Bereich oberhalb von fünf Millionen Euro, was die Auswirkungen selbst kleiner prozentualer Schwankungen spürbar macht. In diesem Umfeld übernimmt das Benchmarkdepot erneut die Rolle des Stabilitätsankers und definiert den Maßstab, an dem sich aktives Management messen lassen muss.

Das Benchmarkdepot startet mit einem aktuellen Vermögensstand von 5.552.455,32 Euro in die Woche. Gegenüber der Vorwoche büßt es 33.868,42 Euro ein, bleibt damit jedoch in einem Rahmen, der die defensive Grundausrichtung unterstreicht. Der Max Drawdown liegt bei 2,04 Prozent und signalisiert eine kontrollierte Risikonahme ohne extreme Ausschläge. Doch was zeigen die Daten von Infront noch? 

Vermögensstand aktuell

An der Spitze des Feldes positioniert sich die Bank für Tirol und Vorarlberg AG mit 5.817.927,57 Euro. Dicht dahinter folgen die DRH Vermögensverwaltung GmbH mit 5.597.722,98 Euro sowie die Kaiser Partner Privatbank AG mit 5.597.526,52 Euro. Diese Häuser haben sich über den bisherigen Projektverlauf hinweg Vermögensvorteile erarbeitet, die ihnen trotz aktueller Marktschwäche eine komfortable Ausgangslage sichern.

Unterhalb der Benchmark ordnen sich unter anderem Hansen & Heinrich AG, die Volksbank Vorarlberg e. Gen. und die DGK & Co. Vermögensverwaltung AG ein. Diese Rangfolge macht deutlich, dass der aktuelle Vermögensstand weniger über kurzfristige Leistung als über langfristige strategische Entscheidungen entscheidet und keinen Schutz vor temporären Verlusten bietet.

Vermögensentwicklung

In der Wochenbetrachtung kehrt sich das Bild teilweise um. Vier Vermögensverwalter schlagen das Benchmarkdepot bei der Vermögensentwicklung klar. DGK & Co. Vermögensverwaltung AG erzielt mit einem Plus von 23.496,31 Euro den stärksten Wert. Auch die ABN AMRO Bank N.V., die DRH Vermögensverwaltung GmbH und die Berliner Sparkasse schließen die Woche mit positiven Vorzeichen ab.

Das Benchmarkdepot hingegen verbleibt im Minus. Diese Konstellation zeigt, dass kurzfristige Outperformance in Projekt 9 möglich ist, allerdings nur selektiv und keineswegs flächendeckend. Die Mehrheit der Teilnehmer verzeichnet Verluste, teils in ähnlicher Größenordnung wie die Benchmark, teils deutlich darüber.

Max Drawdown

Der Max Drawdown offenbart die eigentlichen Unterschiede in der Risikosteuerung. Besonders defensiv agiert die DGK & Co. Vermögensverwaltung AG, die mit einem Drawdown von 0,00 Prozent keinerlei historische Rückschläge ausweist. Auch die Bank für Tirol und Vorarlberg AG sowie die Volksbank Vorarlberg e. Gen. liegen mit rund einem Prozent auf sehr niedrigem Niveau.

Demgegenüber stehen Häuser wie FRÜH & PARTNER Vermögensverwaltung AG oder GVS Financial Solutions GmbH, deren Drawdowns über fünf Prozent liegen. Das Benchmarkdepot positioniert sich mit 2,04 Prozent im stabilen Mittelfeld und bestätigt damit seine Funktion als ausgewogener Referenzpunkt zwischen Sicherheit und Renditechance.

Handelsaktivitäten

Handelsaktivität bleibt auch in Projekt 9 die Ausnahme. Lediglich die Berliner Sparkasse greift aktiv ein und ersetzt eine sehr defensive Fondsposition durch Einzeltitel wie IBM und Novozymes. Diese Umschichtung wirkt sich in der laufenden Woche leicht positiv aus und trägt zur relativen Outperformance gegenüber dem Benchmark bei. Alle übrigen Vermögensverwalter verzichten auf Transaktionen und überlassen der Marktbewegung die Wirkung.

Ranking Projekt 9 – Vermögensentwicklung (Wochenvergleich)



RangVermögensverwalterVermögensentwicklung
1DGK & Co. Vermögensverwaltung AG+23.496,31 €
2ABN AMRO Bank N.V.+13.018,82 €
3DRH Vermögensverwaltung GmbH+8.017,59 €
4Berliner Sparkasse – Niederlassung der BSK 1818 AG+4.492,23 €
5Benchmarkdepot (Stifter‑Vergleich)–33.868,42 €
6Kaiser Partner Privatbank AGca. –28.000 €
7Bank für Tirol und Vorarlberg AGca. –31.000 €
8Liechtensteinische Landesbank AGca. –34.000 €
9Hansen & Heinrich AGca. –35.000 €
10Volksbank Vorarlberg e. Gen.ca. –36.000 €
11FRÜH & PARTNER Vermögensverwaltung AGca. –38.000 €
12GVS Financial Solutions GmbHca. –41.000 €



Quelle: Infront


Projekt 9 belegt eindrucksvoll, dass Größe nicht vor Schwankung schützt und Aktivität kein Garant für Erfolg ist. Das Benchmarkdepot bleibt stabil, wird bei der Wochenentwicklung jedoch von wenigen, gezielt agierenden Vermögensverwaltern geschlagen. Entscheidend sind nicht einzelne Trades oder Rangplätze, sondern die Fähigkeit, Risiko konsistent zu steuern. Wer Verluste begrenzt und die Strategie durchhält, schafft die nachhaltigere Basis für Anleger.
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