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Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

DRH Vermögensverwaltung und Bankhaus Bauer führen das Feld in KW 20 an

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 7 (Private Banking Depot) zeigt ein ungewohnt starkes Marktbild: Gleich 19 Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot in der Wochenentwicklung. Angeführt von DRH Vermögensverwaltung und dem Bankhaus Bauer entstehen teils massive Zugewinne, während das Benchmark mit stabilen +8.384 Euro zurückfällt. Gleichzeitig bleibt die Handelsaktivität extrem gering. Für Anleger offenbart sich ein spannendes Paradox zwischen breiter Outperformance und passivem Verhalten.

Das Performance-Projekt 7 präsentiert sich in der aktuellen Woche als ein Markt mit klar positiver Dynamik. Anders als in schwächeren Marktphasen profitieren viele Teilnehmer gleichzeitig von steigenden Kursen. Die Entwicklung erfolgt dabei nicht isoliert, sondern zeigt eine ungewöhnlich breite Verteilung von Gewinnern innerhalb des Feldes.

Im Zentrum bleibt das Benchmarkdepot als Referenzgröße. Es kombiniert einen stabilen Vermögensaufbau mit vollständiger Risikokontrolle und setzt damit weiterhin den qualitativen Maßstab im Wettbewerb, auch wenn es in der reinen Performance von zahlreichen Vermögensverwaltern übertroffen wird. Das und mehr zeigen die Daten von Infront.

Vermögensstand aktuell

Das Gesamtvermögen im Projekt beläuft sich auf 110.753.016 Euro und verteilt sich auf 44 Teilnehmer. Damit gehört Projekt 7 zu den kapitalstärksten Wettbewerben. Der durchschnittliche Depotwert liegt bei rund 2,52 Millionen Euro und signalisiert eine solide Ausgangsbasis im gesamten Feld.

Das Benchmarkdepot erreicht ein Vermögen von 2.398.724 Euro und positioniert sich damit im oberen Mittelfeld. Es verbindet Kapitalstärke mit Stabilität – eine Kombination, die im Wettbewerbsvergleich weiterhin herausragt.

Vermögensentwicklung

Die Wochenentwicklung offenbart die eigentlichen Gewinner des Projekts. Im Durchschnitt erzielen die Teilnehmer einen Zugewinn von 5.909 Euro, was ein deutlich positives Marktumfeld widerspiegelt. Das Benchmarkdepot liegt mit +8.384 Euro klar über diesem Durchschnitt.

Dennoch gelingt es 19 Vermögensverwaltern, diese Marke zu übertreffen. Angeführt wird das Feld von der DRH Vermögensverwaltung mit +57.574 Euro. Dahinter folgen das Bankhaus Bauer mit +49.947 Euro sowie Spiekermann & Co mit +36.753 Euro. Auch Value Experts, Weberbank und das Family Office Volksbank Kraichgau erreichen Zugewinne zwischen +24.000 und +28.000 Euro. Diese Konstellation zeigt eine im Vergleich zu anderen Projekten ungewöhnlich breite Outperformance. Das Benchmark liegt trotz starker Entwicklung nur auf Rang 20 – ein klares Indiz für die Leistungsbreite im Feld.

Max Drawdown

Auch beim Risiko bestätigt sich die Sonderrolle des Benchmarkdepots. Mit einem maximalen Drawdown von 0,00 Prozent erzielt es seine Performance ohne zwischenzeitliche Rückschläge und bleibt damit die stabilste Einheit im Wettbewerb.

Das Teilnehmerfeld weist im Durchschnitt einen maximalen Drawdown von 2,72 Prozent auf. Viele Vermögensverwalter bewegen sich in einer Spanne zwischen einem und drei Prozent, während dynamischere Strategien deutlich darüber liegen. Dies deutet darauf hin, dass höhere Renditen häufig mit erhöhtem Risiko einhergehen. Damit bleibt das Benchmark eine Ausnahme: Es erreicht eine überdurchschnittliche Performance bei minimalem Risiko und durchbricht die klassische Logik von Rendite und Volatilität.

Handelsaktivitäten

Das Verhalten der Vermögensverwalter steht in starkem Gegensatz zur Performance. Insgesamt wurden nur 13 Transaktionen im gesamten Projekt durchgeführt. Lediglich vier Teilnehmer – Bankhaus Carl Spängler, Oberbanscheidt & Cie., Deka Vermögensmanagement und die Berliner Sparkasse – griffen aktiv in ihre Portfolios ein. Besonders hervor sticht das Bankhaus Carl Spängler, das mit einem Transaktionsvolumen von rund 3,2 Millionen Euro etwa 96 Prozent der gesamten Handelsaktivität auf sich vereint. Die übrigen Teilnehmer agieren deutlich zurückhaltender und beschränken sich auf kleinere Anpassungen.

Das Benchmarkdepot bleibt vollständig passiv und verzichtet auf jegliche Transaktionen. Dennoch erzielt es eine überdurchschnittliche Performance – ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Erfolg aktuell nicht aus kurzfristigem Trading resultiert, sondern aus der strategischen Ausgangsposition.

Marktstruktur und Wettbewerb

Aus dieser Kombination ergibt sich ein ungewöhnliches Marktbild. Einerseits zeigen die Zahlen eine hohe Dynamik und eine im Vergleich breite Gruppe erfolgreicher Vermögensverwalter. Andererseits fehlt es nahezu vollständig an Handelsaktivität oder koordinierten Marktbewegungen.

Es ist kein kollektiver Trend erkennbar. Die wenigen Transaktionen verteilen sich auf unterschiedliche Einzeltitel, ohne Wiederholung oder gemeinsame Strategie. Selbst die am häufigsten gehandelte Aktie, Prysmian, wird lediglich zweimal verkauft. Die Marktbewegung entsteht damit nicht durch taktische Entscheidungen, sondern durch bestehende Allokationen. Viele Vermögensverwalter profitieren parallel von der gleichen Marktrichtung, ohne aktiv eingreifen zu müssen.

Ranking – Vermögenszuwachs Projekt 7 (bis Benchmark)



RangVermögensverwalterVermögenszuwachs (€)
1DRH Vermögensverwaltung GmbH+57.574
2Bankhaus Bauer AG+49.947
3Spiekermann & Co AG+36.753
4Value Experts Vermögensverwaltungs AG+27.953
5Weberbank Actiengesellschaft+24.600
6Family Office Volksbank Kraichgau+24.070
7A&Q Asset Management GmbH+21.405
8M.M. Warburg & CO KGaA+17.230
9Minveo AG+15.917
10Früh & Partner Vermögensverwaltung AG+15.404
11Volksbank Vorarlberg e. Gen.+13.926
12Deka Vermögensmanagement GmbH+13.822
13Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG+13.172
14Berliner Sparkasse+13.125
15MAIESTAS Vermögensmanagement AG+13.020
16Kaiser Partner Privatbank AG+11.905
17Bankhaus Carl Spängler & Co. AG+11.191
18Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH+11.099
19Bethmann Bank AG+10.552
20Benchmarkdepot +8.384


Handelsaktivitäten – Projekt 7


VermögensverwalterAnzahl WertpapiereTransaktionsvolumen (€)KäufeVerkäufe
Bankhaus Carl Spängler & Co. AG63.212.02033
Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH4102.38222
Deka Vermögensmanagement GmbH28.22302
Berliner Sparkasse112.55201



Aufgliederung nach Ankäufen und Verkäufen je Teilnehmer


VermögensverwalterKäufe (Anzahl)Verkäufe (Anzahl)Kaufvolumen (€)Verkaufsvolumen (€)
Bankhaus Carl Spängler & Co. AG331.598.8291.613.191
Oberbanscheidt & Cie.2253.04849.334
Deka Vermögensmanagement0208.223
Berliner Sparkasse01012.552



Top‑5 Wertpapiere nach Anzahl der Transaktionen


RangWertpapierAnzahl
1Prysmian S.p.A.2
2Xtr.II Eurozone Gov.Bond 5–7 1C1
3Xtr.II Eurozone Gov.Bond 1–3 1C1
4SPDR Bloomberg 1–3Y Euro Govt ETF1
5iShares $ Treasury 1–3Y ETF1


Top‑5 Wertpapiere nach Handelsvolumen


RangWertpapierVolumen (€)
1Amundi MSCI World ETF951.539
2iShares EURO STOXX Mid ETF951.201
3Xtr. Eurozone Gov Bond 1–3Y338.215
4iShares $ Treasury 1–3Y ETF329.763
5Xtr. Eurozone Gov Bond 5–7Y323.775






Quelle: Infront

 
Projekt 7 (Private Banking Depot) zeigt ein starkes Marktumfeld mit breiter Outperformance. 19 Vermögensverwalter – angeführt von DRH Vermögensverwaltung und Bankhaus Bauer – schlagen das Benchmarkdepot, das selbst +8.384 Euro erzielt. Dennoch bleibt das Benchmark durch 0,00 Prozent Drawdown die stabilste Größe. Auffällig ist die geringe Handelsaktivität: Nur vier Teilnehmer greifen ein. Für Anleger wird deutlich, dass Erfolg aktuell aus Positionierung entsteht – nicht aus Aktion.
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