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Gesamtschau und Jahresbericht zu Performanceprojekten in 2025

FUCHS Performance‑Projekte 2025 im Faktencheck

Illustriert mit ChatGPT / Canva
Vier Projekte, vier Benchmarks: Die FUCHS Performance‑Projekte zeigen 2025 klare Kanten. Spitzenhäuser setzen mit starken Jahres‑ und Gesamtpunkten den Maßstab, Benchmarks bleiben verlässliche Orientierung. Wer Rendite liefert und den Drawdown im Griff hat, zieht an der Konkurrenz vorbei. Omega und Sortino unterscheiden robuste Strategien von bloßem Glück. Wir ordnen Zahlen präzise ein und erklären, warum einzelne Portfolios die Messlatte souverän überspringen.

Performance-Projekte 5 bis 9: Einordnung aller Teilnehmer im Vergleich zur Benchmark

Die Fuchsbriefe Prüfinstanz untersucht im Rahmen ihrer Performance-Projekte regelmäßig die Leistungen von Banken und Vermögensverwaltern. Im Fokus stehen dabei nicht nur absolute Wertzuwächse, sondern auch Risikomanagement, Effizienzkennzahlen und Handelsaktivität. Die Benchmarkdepots dienen als neutrale Vergleichsgröße und markieren die Grenze zwischen überzeugender Mehrleistung und Nachbesserungsbedarf. Dieser Beitrag analysiert die Projekte 5 bis 9 detailliert entlang der wichtigsten Kennzahlen: Punkte Jahr, Punkte Gesamt, Vermögensentwicklung, Drawdowns, Punkte Omega, Punkte Sortino sowie Handelsaktivitäten – jeweils mit klarer Einordnung aller Teilnehmer im Verhältnis zur jeweiligen Benchmark. Wie sich in der Jahresrückschau die anderen Performance-Projekte anhand der Datenbasis von infront entwickelt haben, erfahren Sie hier.

Projekt 5: Das breite Feld der Spitzenleistungen

Spiekermann & Co AG führt das Punkte‑Jahr mit 646,76 Punkten und erreicht 3.507,80 Punkte gesamt; Reichmuth & Co Privatbankiers überzeugt mit 591,26 und 2.868,77; Schneider, Walter & Kollegen Vermögensverwaltung AG bestätigt 583,03 und 3.069,74. antea vermögensverwaltung gmbh liefert 568,59 und 3.518,32; Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft erzielt 534,67 und 3.339,63; FIVV AG Finanzinformation & Vermögensverwaltung AG steht bei 514,10 und 3.095,37. Damit setzt die Spitze klare Signale oberhalb der Benchmark von 400,00 Punkten im Jahr. Danach folgen alle weiteren Institute. 

Die Gesamtwertung bestätigt die enge Lage an der Spitze: mehrere Institute rangieren knapp über 3.600,00 Punkten, gefolgt von einer breiten Gruppe knapp darunter. Spiekermann & Co AG notiert 3.507,80, Schneider, Walter & Kollegen 3.069,74, Reichmuth & Co 2.868,77. Die Benchmark fixiert 3.600,00 Punkte und trennt belastbar zwischen Überlegenheit und Anschlussbereich.

Vermögensentwicklung, Drawdown und Effizienz

Spiekermann & Co AG steigert das Vermögen um 216.996,94 Euro, das Benchmarkdepot um 71.913,85 Euro.26 Teilnehmer liegen über dieser Benchmark‑Steigerung. Der Benchmark‑Drawdown beträgt 1,0914 Prozent, Spiekermann & Co AG hält 0,1067 Prozent, Reichmuth & Co und Schneider, Walter & Kollegen arbeiten mit 0,00 Prozent, antea ebenfalls 0,00 Prozent. Die asymmetrische Qualität fällt in Omega und Sortino klar zugunsten der Spitze aus: Spiekermann & Co AG 160,11/161,14, Reichmuth & Co 185,98/165,89, Schneider, Walter & Kollegen 148,39/151,54; die Benchmark verankert 100/100 Punkte Jahr.

Projekt 7 – Jahresranking und Punkte Gesamt

A&Q Asset Management GmbH führt das Punkte‑Jahr mit 609,00, Spiekermann & Co AG folgt mit 606,31, ICFB GmbH erzielt 569,69; Wiener Privatbank SE steht bei 560,05, Minveo AG bei 534,40, Oberbanscheidt & Cie. bei 519,24, Berliner Sparkasse bei 480,93

Die Gesamtpunkte dokumentieren Konstanz: BTG Pactual Europe 2.470,16, Neue Bank AG 2.189,76, Minveo AG 1.927,88, A&Q 1.890,49; Weberbank AG 1.829,72, Oberbanscheidt & Cie. 1.822,04, die Benchmark verankert 1.700,00 Punkte. Die Spitzengruppe hält Leistung über den Jahresbogen und belegt nachhaltige Stärke.

Vermögensentwicklung, Drawdown und Effizienz

A&Q Asset Management GmbH steigert das Vermögen um rund 525.948 Euro bei etwa 1,35 Prozent Max‑Drawdown. Diese Kombination aus Substanz und Kontrolle markiert den Qualitätsmaßstab. Weitere Häuser erhöhen das Vermögen deutlich, während sie den Benchmark‑Drawdown von 0,6505 Prozentspürbar unterschreiten. Die besten Institute reduzieren um bis zu rund −0,5 Prozentpunkte.

Die asymmetrische Qualität bestätigt sich in Omega und Sortino: Spitzenhäuser liegen deutlich über 100 Punkte Jahr; die Benchmark setzt 100/100. Die Handelskulisse zeigt 813 Transaktionen (411 Käufe/402 Verkäufe), rund 40,5 Mio. Euro Volumen, −816.638 Euro Netto. Sichtbare Titel sind Novo‑Nordisk, ASML, Roper Technologies, Allianz und der H&H Stiftungsfonds, die Benchmark bleibt passiv.

Projekt 8 – Jahresranking und Punkte Gesamt

Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG führt mit 580,33, gefolgt von Reichmuth & Co (578,82), PI Privatinvestor (572,16) und Spiekermann & Co AG (561,70). Dahinter reihen sich FIVV AG, Schneider, Walter & Kollegen, FV Frankfurter Vermögen AG.

Die Gesamtpunkte bestätigen die Führungsgruppe: FRÜH & PARTNER 1.924,93, Reichmuth & Co 1.724,06, Wallrich 1.593,20, Spiekermann & Co 1.557,94, PI Privatinvestor 1.532,05. Pax‑Bank eG und Zürcher Kantonalbank Österreich AG liegen ebenfalls oberhalb der Benchmark von 1.400,00 Punkten.

Vermögensentwicklung, Drawdown und Handelsaktivität

Mehrere Depots verbinden 0,00 Prozent Drawdown mit deutlichem Vermögenszuwachs, ein Haus liefert mehr als 157.000 Euro Zuwachs ohne Rückschlag und bestätigt so die Effizienz seiner Portfoliostruktur. Die Benchmark setzt 0,8911 Prozent, zahlreiche Häuser unterschreiten diese Marke, einzelne erreichen 0,00 Prozent. Ein Ausreißer mit mehr als 20 Prozent markiert die Konsequenzen fehlender Steuerung. Die Omega‑ und Sortino‑Punkte der Spitzenhäuser liegen klar über 100 Jahrespunkte.

Das Projekt zeigt eine Transaktion: 27.05.2025, Verkauf „Volksb.Balanced.Sel.Fd EUR“ zu 63,61 Euro und 37.847,95 Euro Volumen. Alle anderen Institute und die Benchmark bleiben passiv. Fazit: Qualität entsteht aus Design und Gewichtung, nicht aus hoher Drehzahl.

Projekt 9 – Benchmark unter den TOP 5

Die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) führt mit 294,94 Punkten Jahr/Gesamt; Berliner Sparkasse – Niederlassung der BSK 1818 AG folgt mit 266,56, Deka Vermögensmanagement GmbH mit 236,69, FRÜH & PARTNER VERMÖGENSVERWALTUNG AG mit 235,30, die Benchmark verankert 200,00. Da Projekt 9 im Juli 2025 startet, sind Jahres‑ und Gesamtpunkte identisch.

Die Benchmark hält 0,2603 Prozent Max‑Drawdown, BTV unterschreitet um −0,0028 pp, FRÜH & PARTNER und LLB um −0,2603 pp, Berliner Sparkasse um −0,1187 pp sowie Deka um −0,0594 pp. Mehrere Häuser liegen beim Vermögen über der Benchmark, die Kombination aus Risiko‑Kontrolle und Punkte‑Vorsprung stabilisiert die Rangfolge.

Effizienz und Handelsbühne

Die Top‑Depots übertreffen die Benchmark‑Marken von je 50 Punkte Jahr bei Omega und Sortino, positive Ertragsphasen dominieren, Negativschübe bleiben kontrolliert. Das Effizienzprofil erklärt die Standfestigkeit der Spitze.

Das Feld handelt 1.178‑mal (1.027 Käufe/151 Verkäufe) und bewegt rund 116,3 Mio. Euro bei −89,3 Mio. Euro Netto. DRH – Vermögensverwaltung GmbH führt mit 367 Trades und etwa 6,9 Mio. Euro, Berliner Sparkasse folgt mit 121 Transaktionen und mehr als 7,9 Mio. Euro. Deka und Weberbank AG bewegen jeweils mehr als  7 Mio. Euro. Die Benchmark (ID 712) tätigt acht Käufe. Sichtbare Titel sind ASML Holding, Roper Technologies, Allianz, Novo‑Nordisk sowie der H&H Stiftungsfonds.


FUCHS_Kuchendiagramm_Teilnehmer_Projekte_v2.png


Benchmark‑Gesamtpunkte (pro Projekt)




ProjektBenchmark‑Depot (ID)Punkte JahrPunkte Gesamt
Performance‑Projekt 5488400,003.600,00
Performance‑Projekt 7605400,001.700,00
Performance‑Projekt 8609400,001.400,00
Performance‑Projekt 9712200,00200,00 (identisch mit Punkte Jahr, da Projektstart 2025)




Projekt5_PunkteJahr.png


Projekt7_PunkteJahr.png



Projekt8_PunkteJahr.png





Projekt9_PunkteJahr.png






Performance-Projekt 9 (Zusatz)





Anmerkung: Bei PP 9 sind die Punkte Jahr und Punkte Gesamt gleich, da der Projektstart im Jahr 2025 war.

Performance

Performance bezeichnet die prozentuale Wertentwicklung eines Portfolios über einen definierten Zeitraum und gibt an, wie stark das eingesetzte Kapital gestiegen oder gefallen ist. Im Gegensatz zu Omega und Sortino-Ratio ist die Performance keine risikoadjustierte Kennzahl, sondern ein reiner Maßstab für den absoluten Anlageerfolg. 

Omega Ratio

Die Omega Ratio misst das Verhältnis zwischen positiven und negativen Renditen eines Portfolios oberhalb bzw. unterhalb eines festgelegten Schwellenwerts („Threshold Return“). Sie gibt an, wie viel Ertrag pro Einheit Risiko erzielt wird – je höher die Omega Ratio, desto besser ist das Chance-Risiko-Verhältnis des Portfolios.

Sortino Ratio

Die Sortino Ratio ist eine Weiterentwicklung der Sharpe Ratio und misst die risikoadjustierte Rendite eines Portfolios – allerdings berücksichtigt sie nur die Abweichungen nach unten („Downside Risk“). Sie zeigt also an, wie viel Überschussrendite pro Einheit negativem Risiko erwirtschaftet wurde.



Die Jahresbilanz der FUCHS Performance‑Projekte bestätigt die Benchmarks als robusten, fairen Maßstab und markiert klare Leistungsspitzen. In Projekt 5 dominieren starke Jahresleistungen mit breiter Überlegenheit über 400 Punkte, während die Gesamtpunkte nur in einigen Fällen über die Benchmark hinausreichen. Die Vermögensentwicklung bleibt ein differenzierter Prüfstein: 26 Depots übertreffen den Benchmark‑Zuwachs, viele reduzieren zugleich den Drawdown unter 1,0914 Prozent und dokumentieren Risikodisziplin. Omega und Sortino zeichnen die Spitze aus, Spiekermann setzt mit mehr als 160 Punkten im vergangenen Jahr Maßstäbe.

Projekt 7 liefert das dynamischste Bild außerhalb von Projekt 9: 609,00 Jahrespunkte bei A&Q und 2.470,16 Gesamtpunkte bei BTG Pactual Europe belegen Outperformance. Die Drawdowns liegen vielfach unter der Benchmark, Omega/Sortino sichern die Qualität. Die Handelsintensität ist hoch: 813 Transaktionen, rund 40,5 Mio. Euro Umsatz, Netto −816.638 Euro – die aktivsten Häuser setzen klare Akzente.

Projekt 8 zeigt eine klare Führungsgruppe und die passive Benchmark. FRÜH & PARTNER führt die Gesamtpunkte, LLB (Ö) toppt das Punkte Jahr. Viele Depots senken den Drawdown deutlich unter 0,8911 Prozent, wenngleich Ausreißer mit zweistelligen Verlustspitzen warnen. Die Handelsaktivität konzentriert sich auf eine einzige Transaktion (Volksbank Balanced Selection Fund, 27.05.2025, 63,61 Euro, 37.847,95 Euro). Der Mangel an Trades lässt die Rendite‑ und Risikoprofile stärker durch die Portfoliostruktur als durch Taktik entstehen.

Projekt 9 startet im Juli 2025 und entwickelt sich zum Powerhouse: 1.178 Trades, rund 116,3 Mio. Euro Umsatz, Netto −89,3 Mio. Euro. BTV führt Punkte Jahr/Gesamt und liegt sowohl beim Vermögen über der Benchmark als auch beim Drawdown darunter. Berliner Sparkasse, Deka, FRÜH & PARTNER, LLB bestätigen das Muster. Omega und Sortino belegen die Effizienz der Spitzenhäuser. Die Benchmark bleibt im Spiel, agiert aktiv und stützt das Marktfundament.

Über alle Projekte hinweg gilt: Punkte Jahr zeigen Kurzfristqualität, Punkte Gesamt spiegeln die Langfristdisziplin. Vermögensentwicklung und Drawdown verbinden Ertrag und Risiko zu einem zweidimensionalen Bewertungsrahmen, den Omega und Sortino sinnvoll vertiefen. Wer die Benchmark schlägt, überzeugt durch Kohärenz in allen Kennzahlen, wer darunter bleibt, erkennt im Vergleich klare Stellschrauben. Die Zahlen deuten auf robuste Strategien bei den Spitzenhäusern und auf punktuelle Nachbesserungspotenziale im Feld. Das Wettbewerbsumfeld bleibt anspruchsvoll, doch die Daten von infront zeigen: Disziplin im Risikomanagement und fokussierte Anlagepolitik setzen dauerhafte Signale für den Erfolg. 

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