FUCHS Performance‑Projekte 2025 im Faktencheck
Performance-Projekte 5 bis 9: Einordnung aller Teilnehmer im Vergleich zur Benchmark
Die Fuchsbriefe Prüfinstanz untersucht im Rahmen ihrer Performance-Projekte regelmäßig die Leistungen von Banken und Vermögensverwaltern. Im Fokus stehen dabei nicht nur absolute Wertzuwächse, sondern auch Risikomanagement, Effizienzkennzahlen und Handelsaktivität. Die Benchmarkdepots dienen als neutrale Vergleichsgröße und markieren die Grenze zwischen überzeugender Mehrleistung und Nachbesserungsbedarf. Dieser Beitrag analysiert die Projekte 5 bis 9 detailliert entlang der wichtigsten Kennzahlen: Punkte Jahr, Punkte Gesamt, Vermögensentwicklung, Drawdowns, Punkte Omega, Punkte Sortino sowie Handelsaktivitäten – jeweils mit klarer Einordnung aller Teilnehmer im Verhältnis zur jeweiligen Benchmark. Wie sich in der Jahresrückschau die anderen Performance-Projekte anhand der Datenbasis von infront entwickelt haben, erfahren Sie hier.
Projekt 5: Das breite Feld der Spitzenleistungen
Spiekermann & Co AG führt das Punkte‑Jahr mit 646,76 Punkten und erreicht 3.507,80 Punkte gesamt; Reichmuth & Co Privatbankiers überzeugt mit 591,26 und 2.868,77; Schneider, Walter & Kollegen Vermögensverwaltung AG bestätigt 583,03 und 3.069,74. antea vermögensverwaltung gmbh liefert 568,59 und 3.518,32; Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft erzielt 534,67 und 3.339,63; FIVV AG Finanzinformation & Vermögensverwaltung AG steht bei 514,10 und 3.095,37. Damit setzt die Spitze klare Signale oberhalb der Benchmark von 400,00 Punkten im Jahr. Danach folgen alle weiteren Institute.
Vermögensentwicklung, Drawdown und Effizienz
Spiekermann & Co AG steigert das Vermögen um 216.996,94 Euro, das Benchmarkdepot um 71.913,85 Euro.26 Teilnehmer liegen über dieser Benchmark‑Steigerung. Der Benchmark‑Drawdown beträgt 1,0914 Prozent, Spiekermann & Co AG hält 0,1067 Prozent, Reichmuth & Co und Schneider, Walter & Kollegen arbeiten mit 0,00 Prozent, antea ebenfalls 0,00 Prozent. Die asymmetrische Qualität fällt in Omega und Sortino klar zugunsten der Spitze aus: Spiekermann & Co AG 160,11/161,14, Reichmuth & Co 185,98/165,89, Schneider, Walter & Kollegen 148,39/151,54; die Benchmark verankert 100/100 Punkte Jahr.
Projekt 7 – Jahresranking und Punkte Gesamt
A&Q Asset Management GmbH führt das Punkte‑Jahr mit 609,00, Spiekermann & Co AG folgt mit 606,31, ICFB GmbH erzielt 569,69; Wiener Privatbank SE steht bei 560,05, Minveo AG bei 534,40, Oberbanscheidt & Cie. bei 519,24, Berliner Sparkasse bei 480,93.
Vermögensentwicklung, Drawdown und Effizienz
A&Q Asset Management GmbH steigert das Vermögen um rund 525.948 Euro bei etwa 1,35 Prozent Max‑Drawdown. Diese Kombination aus Substanz und Kontrolle markiert den Qualitätsmaßstab. Weitere Häuser erhöhen das Vermögen deutlich, während sie den Benchmark‑Drawdown von 0,6505 Prozentspürbar unterschreiten. Die besten Institute reduzieren um bis zu rund −0,5 Prozentpunkte.
Projekt 8 – Jahresranking und Punkte Gesamt
Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG führt mit 580,33, gefolgt von Reichmuth & Co (578,82), PI Privatinvestor (572,16) und Spiekermann & Co AG (561,70). Dahinter reihen sich FIVV AG, Schneider, Walter & Kollegen, FV Frankfurter Vermögen AG.
Vermögensentwicklung, Drawdown und Handelsaktivität
Mehrere Depots verbinden 0,00 Prozent Drawdown mit deutlichem Vermögenszuwachs, ein Haus liefert mehr als 157.000 Euro Zuwachs ohne Rückschlag und bestätigt so die Effizienz seiner Portfoliostruktur. Die Benchmark setzt 0,8911 Prozent, zahlreiche Häuser unterschreiten diese Marke, einzelne erreichen 0,00 Prozent. Ein Ausreißer mit mehr als 20 Prozent markiert die Konsequenzen fehlender Steuerung. Die Omega‑ und Sortino‑Punkte der Spitzenhäuser liegen klar über 100 Jahrespunkte.
Projekt 9 – Benchmark unter den TOP 5
Die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) führt mit 294,94 Punkten Jahr/Gesamt; Berliner Sparkasse – Niederlassung der BSK 1818 AG folgt mit 266,56, Deka Vermögensmanagement GmbH mit 236,69, FRÜH & PARTNER VERMÖGENSVERWALTUNG AG mit 235,30, die Benchmark verankert 200,00. Da Projekt 9 im Juli 2025 startet, sind Jahres‑ und Gesamtpunkte identisch.
Effizienz und Handelsbühne
Die Top‑Depots übertreffen die Benchmark‑Marken von je 50 Punkte Jahr bei Omega und Sortino, positive Ertragsphasen dominieren, Negativschübe bleiben kontrolliert. Das Effizienzprofil erklärt die Standfestigkeit der Spitze.
Das Feld handelt 1.178‑mal (1.027 Käufe/151 Verkäufe) und bewegt rund 116,3 Mio. Euro bei −89,3 Mio. Euro Netto. DRH – Vermögensverwaltung GmbH führt mit 367 Trades und etwa 6,9 Mio. Euro, Berliner Sparkasse folgt mit 121 Transaktionen und mehr als 7,9 Mio. Euro. Deka und Weberbank AG bewegen jeweils mehr als 7 Mio. Euro. Die Benchmark (ID 712) tätigt acht Käufe. Sichtbare Titel sind ASML Holding, Roper Technologies, Allianz, Novo‑Nordisk sowie der H&H Stiftungsfonds.
Benchmark‑Gesamtpunkte (pro Projekt)
| Projekt | Benchmark‑Depot (ID) | Punkte Jahr | Punkte Gesamt |
|---|---|---|---|
| Performance‑Projekt 5 | 488 | 400,00 | 3.600,00 |
| Performance‑Projekt 7 | 605 | 400,00 | 1.700,00 |
| Performance‑Projekt 8 | 609 | 400,00 | 1.400,00 |
| Performance‑Projekt 9 | 712 | 200,00 | 200,00 (identisch mit Punkte Jahr, da Projektstart 2025) |
Performance-Projekt 9 (Zusatz)
Performance
Performance bezeichnet die prozentuale Wertentwicklung eines Portfolios über einen definierten Zeitraum und gibt an, wie stark das eingesetzte Kapital gestiegen oder gefallen ist. Im Gegensatz zu Omega und Sortino-Ratio ist die Performance keine risikoadjustierte Kennzahl, sondern ein reiner Maßstab für den absoluten Anlageerfolg.
Omega Ratio
Die Omega Ratio misst das Verhältnis zwischen positiven und negativen Renditen eines Portfolios oberhalb bzw. unterhalb eines festgelegten Schwellenwerts („Threshold Return“). Sie gibt an, wie viel Ertrag pro Einheit Risiko erzielt wird – je höher die Omega Ratio, desto besser ist das Chance-Risiko-Verhältnis des Portfolios.
Sortino Ratio
Die Sortino Ratio ist eine Weiterentwicklung der Sharpe Ratio und misst die risikoadjustierte Rendite eines Portfolios – allerdings berücksichtigt sie nur die Abweichungen nach unten („Downside Risk“). Sie zeigt also an, wie viel Überschussrendite pro Einheit negativem Risiko erwirtschaftet wurde.