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Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.

Risikodisziplin bleibt der Schlüssel zum Erfolg

Die aktuelle Zwischenbilanz der FUCHS-Performance-Projekte offenbart ein Muster, das sich durch alle vier Wettbewerbe zieht. Die Vermögensstände unterscheiden sich erheblich, die Risikobudgets fallen unterschiedlich aus und auch die Marktbedingungen wirken nicht auf jedes Projekt gleichermaßen. Dennoch setzen sich immer wieder jene Häuser durch, die Rückschläge konsequent begrenzen und Kapitalverluste vermeiden.

Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass hohe Vermögensstände keineswegs automatisch mit hohen Risiken einhergehen. Im Gegenteil. Mehrere Spitzenreiter kombinieren überdurchschnittliche Vermögensentwicklungen mit bemerkenswert niedrigen Drawdowns. Gleichzeitig zeigen die Handelsaktivitäten der Woche, dass erfolgreiche Vermögensverwaltung nicht zwangsläufig auf häufige Umschichtungen angewiesen ist. Besonders in den Projekten 8 und 9 dominieren Stabilität und Risikodisziplin die Ranglisten. Das zeigen die Daten von Infront

Performance-Projekt 5

Vermögensstand gesamt

Das fünfte Performance-Projekt präsentiert sich weiterhin als ausgesprochen ausgeglichener Wettbewerb. Das Benchmarkdepot erreicht aktuell 1.751.061 Euro und bleibt damit das Maß aller Dinge im Teilnehmerfeld. Kein Vermögensverwalter schafft es derzeit, diese Marke zu übertreffen. Das allein verdeutlicht die außergewöhnliche Stärke der Referenzstrategie. Zahlreiche renommierte Häuser wie Berenberg, Zürcher Kantonalbank Österreich, Deutsche Oppenheim Family Office, Hansen & Heinrich, ODDO BHF oder Deutsche Bank Private Wealth Management liegen aktuell hinter dem Benchmark zurück.

Das Teilnehmerfeld bleibt dennoch eng beieinander. Viele Häuser verwalten Vermögen zwischen 1,3 und 1,6 Millionen Euro und kämpfen damit weiterhin um Spitzenplätze. Ein klarer Herausforderer des Benchmarks ist bislang jedoch nicht erkennbar.

Vermögensentwicklung

Die Wochenentwicklung fällt insgesamt moderat aus. Besonders positiv entwickeln sich Schneider, Walter & Kollegen Vermögensverwaltung, Steiermärkische Bank und Sparkassen sowie Plutos Vermögensverwaltung. Deutliche Rückgänge verzeichnen dagegen mehrere etablierte Häuser, darunter Hoerner Bank, Berenberg und Bankhaus Lampe.

Das Benchmarkdepot verbessert seinen Vermögensstand sogar leicht und baut seinen Vorsprung auf das Teilnehmerfeld damit weiter aus. Dies unterstreicht erneut die Qualität der zugrunde liegenden Strategie.

Max Drawdown

Beim Risikomanagement zeigen sich deutliche Unterschiede. Mehrere Häuser arbeiten mit extrem niedrigen Drawdowns. Reichmuth & Co., von der Heydt sowie Liechtensteinische Landesbank Österreich weisen praktisch keine nennenswerten Rückschläge aus. Gleichzeitig gelingt ihnen jedoch keine Outperformance gegenüber dem Benchmark.

Das Benchmarkdepot verbindet dagegen einen sehr niedrigen Drawdown mit dem höchsten Vermögensstand des Projekts. Genau diese Kombination erklärt die dominante Stellung der Referenzstrategie.

Handelsaktivitäten

Für Projekt 5 wurden in der aktuellen Berichtswoche keine Transaktionen gemeldet. Die Analyse konzentriert sich daher ausschließlich auf Vermögensentwicklung und Risikokennzahlen.

Performance-Projekt 7

Vermögensstand gesamt

Projekt 7 liefert die höchsten Vermögensunterschiede innerhalb des Wettbewerbs. Die Fürst Fugger Privatbank dominiert das Feld mit einem Vermögen von 5,12 Millionen Euro und verwaltet damit mehr als doppelt so viel Vermögen wie das Benchmarkdepot. BTG Pactual Europe folgt mit 4,08 Millionen Euro vor der Frankfurter Bankgesellschaft Schweiz mit 3,39 Millionen Euro. Auch Minveo überschreitet die Marke von drei Millionen Euro. Insgesamt liegen 23 Teilnehmer vor dem Benchmarkdepot.

Dieses Bild unterscheidet sich deutlich von Projekt 5 und Projekt 8. Während dort die Benchmarks den Wettbewerb dominieren, gelingt hier einer breiten Spitzengruppe die Outperformance.

Vermögensentwicklung

Die Fürst Fugger Privatbank erzielt die mit Abstand stärkste Wochenentwicklung und steigert das Vermögen um mehr als 82.000 Euro. Auch die Frankfurter Bankgesellschaft Schweiz und MAIESTAS Vermögensmanagement legen kräftig zu. Demgegenüber verlieren Minveo, Bankhaus Bauer und GSAM + Spee Asset Management deutlich.

Die Dynamik zeigt, dass die Spitzenplätze keineswegs fest vergeben sind. Mehrere Verfolger besitzen weiterhin die Chance, ihren Abstand zu den führenden Häusern zu verringern.

Max Drawdown

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Risikokennzahlen. Volksbank Vorarlberg, Hauck Aufhäuser Lampe, Liechtensteinische Landesbank Österreich und Bethmann Bank kombinieren Vermögensstände oberhalb des Benchmarks mit außergewöhnlich niedrigen Drawdowns. Die Fürst Fugger Privatbank führt zwar klar beim Vermögen, doch auch hier fällt der Drawdown nicht negativ auf.

Anders sieht es bei einzelnen Wettbewerbern aus, die ihre Vermögensbasis teilweise mit höheren Schwankungen erkaufen mussten. Projekt 7 zeigt damit eindrucksvoll, dass die Qualität einer Outperformance immer im Zusammenhang mit dem eingegangenen Risiko betrachtet werden muss.

Handelsaktivitäten

Projekt 7 weist die interessantesten Handelsaktivitäten der Woche auf. Deka Vermögensmanagement kaufte einen Halbleiter-ETF von VanEck und investierte direkt in einen Sektor, der weiterhin von künstlicher Intelligenz und Rechenzentren profitiert. Oberbanscheidt & Cie. baute mit Siltronic ebenfalls ein Engagement in der Halbleiterindustrie auf. Die Weberbank verkaufte hingegen ASML und investierte den Erlös nahezu vollständig in Micron Technology. Die Bank reduzierte ihr Technologieengagement also nicht, sondern verlagerte es innerhalb derselben Wertschöpfungskette.

Die gemeldeten Transaktionen zeigen eine bemerkenswerte Konzentration auf Technologie- und Halbleiterthemen. Mehrere Manager setzen weiterhin auf die langfristigen Wachstumstreiber Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Dateninfrastruktur.

Performance-Projekt 8

Vermögensstand gesamt

Projekt 8 stellt weiterhin die größte Herausforderung für die Teilnehmer dar. Das Benchmarkdepot verwaltet 1,44 Millionen Euro. Nur sieben Vermögensverwalter liegen darüber. Genève Invest führt das Feld mit 1,63 Millionen Euro an. Dahinter folgen FV Frankfurter Vermögen, Hansen & Heinrich, FRÜH & PARTNER, Metzler, Plutos Vermögensverwaltung und Commerzbank Private Wealth Management. Alle übrigen Häuser bleiben hinter dem Benchmark zurück.

Bemerkenswert ist dabei die große Zahl renommierter Institute, die aktuell keine Outperformance erzielen. Dazu gehören unter anderem Berenberg, Bethmann Bank, Deutsche Bank Private Wealth Management, Flossbach von Storch, ODDO BHF, BNP Paribas Wealth Management und J.P. Morgan.

Vermögensentwicklung

Die Wochenentwicklung liefert ein gemischtes Bild. FV Frankfurter Vermögen verbessert das Vermögen weiter und behauptet seine starke Position. Plutos Vermögensverwaltung erzielt ebenfalls Zugewinne. Genève Invest verliert dagegen spürbar an Vermögen, bleibt aber weiterhin klarer Spitzenreiter. Metzler muss ebenfalls einen merklichen Rückgang hinnehmen.

Das Benchmarkdepot verliert zwar leicht an Wert, verteidigt seine Position jedoch gegen die überwältigende Mehrheit des Feldes.

Max Drawdown

Die eigentliche Geschichte von Projekt 8 liefert der Drawdown. FRÜH & PARTNER erzielt nicht nur einen höheren Vermögensstand als das Benchmarkdepot, sondern weist gleichzeitig einen deutlich niedrigeren Drawdown aus. Hansen & Heinrich überzeugt ebenfalls mit einer sehr ausgewogenen Risiko-Rendite-Struktur.

Genève Invest erreicht den höchsten Vermögensstand des Projekts, akzeptiert dafür jedoch spürbar größere Rückschläge. Dasselbe gilt für Metzler und Plutos Vermögensverwaltung. Gerade deshalb stechen FRÜH & PARTNER und Hansen & Heinrich besonders hervor. Sie erzielen ihre Ergebnisse nicht durch höhere Risiken, sondern durch eine effizientere Steuerung der Portfolios.

Handelsaktivitäten

Für Projekt 8 liegen in der Berichtswoche keine gemeldeten Transaktionen vor. Die Analyse konzentriert sich daher ausschließlich auf Vermögensentwicklung und Drawdown.

Performance-Projekt 9

Vermögensstand gesamt

Projekt 9 ähnelt Projekt 8 in einem wesentlichen Punkt. Auch hier gelingt nur wenigen Teilnehmern die Outperformance gegenüber dem Benchmark. Die Bank für Tirol und Vorarlberg führt das Feld mit mehr als 6,07 Millionen Euro an. Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und Liechtensteinische Landesbank komplettieren die Gruppe der vier Vermögensverwalter, die das Benchmarkdepot tatsächlich schlagen.

Alle übrigen Teilnehmer liegen unterhalb der Benchmarkmarke. Selbst Häuser mit soliden Ergebnissen wie Hansen & Heinrich, Kaiser Partner Privatbank oder Neue Bank können den Referenzwert derzeit nicht übertreffen.

Vermögensentwicklung

Die stärkste Wochenentwicklung erzielt die Weberbank. Dahinter folgen DGK & Co. Vermögensverwaltung und DRH Vermögensverwaltung. Die Spitzenreiter beim Gesamtvermögen entwickeln sich dagegen uneinheitlich. Die Berliner Sparkasse gewinnt hinzu, während Deka Vermögensmanagement und Liechtensteinische Landesbank Vermögen verlieren.

Das Benchmarkdepot verzeichnet ebenfalls einen moderaten Rückgang. Dennoch behauptet es sich weiterhin vor dem Großteil der Teilnehmer.

Max Drawdown

Die Risikokennzahlen zeigen erneut ein vertrautes Bild. Das Benchmarkdepot weist einen ausgesprochen niedrigen Drawdown aus. Noch geringere Rückschläge verzeichnen lediglich FRÜH & PARTNER und Family Office Volksbank Kraichgau. Diese Häuser überzeugen durch Stabilität, erreichen aktuell jedoch keine Outperformance beim Vermögen.

Unter den Vermögenssiegern überzeugt besonders die Bank für Tirol und Vorarlberg. Das Institut erreicht den höchsten Vermögensstand des Projekts und hält gleichzeitig den Drawdown auf einem bemerkenswert niedrigen Niveau. Auch die Liechtensteinische Landesbank kombiniert Vermögenszuwachs und Risikokontrolle überzeugend.

Handelsaktivitäten

Die Handelsaktivitäten fallen deutlich defensiver aus als in Projekt 7. Die Berliner Sparkasse kaufte eine EFSF-Anleihe und stärkte damit den Rentenbereich des Portfolios. Das Family Office Volksbank Kraichgau investierte in einen globalen Qualitäts-Dividendenfonds sowie einen Geldmarkt-ETF.

Anders als die Technologietransaktionen in Projekt 7 standen hier Stabilität, Liquiditätsmanagement und Kapitalerhalt im Vordergrund. Die Handelsdaten unterstreichen damit die konservativere Ausrichtung vieler Teilnehmer in diesem Projekt.



Quelle: Infront


Die vier Performance-Projekte liefern trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen dieselbe Botschaft. Nachhaltiger Erfolg entsteht nicht durch maximale Risikobereitschaft, sondern durch konsequente Kontrolle von Rückschlägen. Während Fürst Fugger Privatbank, Genève Invest und die Bank für Tirol und Vorarlberg die Vermögensrankings anführen, überzeugen Häuser wie FRÜH & PARTNER, Hansen & Heinrich oder die Liechtensteinische Landesbank durch effiziente Risiko-Rendite-Profile und Stabilität.
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