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Gesamtschau und Wochenbericht in KW 18 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS Performance‑Projekte: Von Geneon bis DGK & Co. – wer die Benchmarks schlägt und zu welchem Preis

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Performance‑Projekte 5, 7, 8 und 9 zeigen in dieser Woche ein vielschichtiges Bild. Während einzelne Vermögensverwalter ihre Benchmarkdepots beim Vermögensstand klar übertreffen, geraten andere trotz defensiver Ausrichtung unter Druck. Handelsaktivitäten treten punktuell auf, verändern das Gesamtbild jedoch kaum. Der Wochenüberblick ordnet Vermögensstand, Vermögensentwicklung und Max Drawdown ein und zeigt, warum Strategie wichtiger ist als Aktionismus. Lesen Sie hier.

Performance‑Projekt 5

Projekt 5 bleibt das renditeorientierteste Segment im Vergleich der vier Performance‑Projekte. Mehrere Vermögensverwalter liegen beim Vermögensstand aktuell klar über dem jeweiligen Benchmarkdepot. Diese Vorsprünge sind über den Projektverlauf hinweg aufgebaut worden und nicht das Resultat der betrachteten Woche. In der Vermögensentwicklung zeigen sich in der aktuellen Marktphase spürbare Verluste, vor allem bei offensiven Mandaten. Das Benchmark verliert ebenfalls, bleibt jedoch relativ stabil.

Ein Blick auf den Max Drawdown verdeutlicht den Charakter des Projekts. Vermögensverwalter, die das Benchmark beim Vermögensstand schlagen, akzeptieren deutlich höhere Rückschläge. Das Benchmark dient hier weniger als Renditemaßstab, sondern vielmehr als Vergleichsgröße für Risikokontrolle. Projekt 5 adressiert damit Anleger mit hoher Risikotragfähigkeit, für die temporäre Schwankungen Teil der Strategie sind. Das und mehr zeigen die Daten von Infront.

Performance‑Projekt 7

Projekt 7 präsentiert sich als ausgewogenes Mittelfeldprojekt. Beim Vermögensstand aktuell liegen unter anderem FRÜH & PARTNER Vermögensverwaltung AG und Hansen & Heinrich AG über dem Benchmark. Die Abstände sind moderater als in Projekt 5, was den balancierten Ansatz widerspiegelt. In der Vermögensentwicklung ergibt sich in der Woche kein klares Gewinnermuster: Das Benchmark bewegt sich im Mittelfeld, echte Wochengewinner bleiben die Ausnahme.

Der Max Drawdown der meisten Teilnehmer liegt in einem engen Korridor und signalisiert kontrollierte Risikonahme. Vereinzelt gab es Handelsaktivitäten, die jedoch nicht ursächlich für den Vorsprung gegenüber dem Benchmark waren. Die Outperformance der Benchmark‑Schläger ist strukturell bedingt und Ergebnis langfristiger Positionierung, nicht kurzfristiger Umschichtungen.

Performance‑Projekt 8

Projekt 8 trennt besonders deutlich zwischen hoher Vermögenshöhe und hoher Stabilität. Beim Vermögensstand aktuell schlagen unter anderem Geneon Vermögensmanagement AG, FRÜH & PARTNER Vermögensverwaltung AG, FV Frankfurter Vermögen AG sowie die Liechtensteinische Landesbank AG das Benchmarkdepot. Diese Häuser haben über den Projektverlauf hinweg größere Marktrisiken akzeptiert und dadurch höhere Vermögen aufgebaut.

In der Vermögensentwicklung der Woche zeigt sich jedoch, dass diese Vorsprünge anfällig für Marktschwäche sind. Die Verluste fallen bei den offensiveren Mandaten höher aus als beim Benchmark. Der Max Drawdown macht diesen Zielkonflikt sichtbar: Die Benchmark überzeugt mit sehr geringer Schwankung, während die Vermögensführer deutlich höhere Rückschläge hinnehmen müssen. Handelsaktivitäten spielten in Projekt 8 keine relevante Rolle.

Performance‑Projekt 9

Projekt 9 ist durch hohe absolute Vermögensdimensionen geprägt, wodurch selbst geringe Marktbewegungen große Euro‑Effekte erzeugen. Beim Vermögensstand aktuell liegen unter anderem die Bank für Tirol und Vorarlberg AG, die DRH Vermögensverwaltung GmbH und Kaiser Partner Privatbank AG über dem Benchmark. Diese Vorsprünge resultieren aus einer offensiveren strategischen Ausrichtung über den Projektverlauf.

In der Vermögensentwicklung der Woche gelingt es nur wenigen Teilnehmern, das Benchmark zu schlagen. Die Mehrheit bleibt darunter, teils deutlich. Der Max Drawdown zeigt eine breite Spanne zwischen sehr defensiven und klar risikoorientierten Ansätzen. Handelsaktivitäten sind ausschließlich punktuell sichtbar, etwa bei der Berliner Sparkasse. Diese Maßnahmen beeinflussen die Wochenentwicklung, begründen jedoch keinen strukturellen Vorsprung beim Vermögensstand.

Vergleichstabelle – Performance‑Projekte im Überblick


Performance‑ProjektCharakter des ProjektsBenchmark geschlagen beim Vermögensstand vonVermögensentwicklung (Woche)Max Drawdown (Tendenz)Handelsaktivität
Projekt 5klar renditeorientiert, offensivmehrere offensive Vermögensverwalterüberwiegend negativ, teils deutlichhoch bis sehr hochkeine relevante
Projekt 7ausgewogen, balanciertFRÜH & PARTNER, Hansen & Heinrichmeist moderat negativniedrig bis mittelpunktuell, ohne Einfluss
Projekt 8Risiko vs. Stabilität klar getrenntGeneon, FRÜH & PARTNER, FV Frankfurter Vermögen, LLBbreit negativstark gespreiztkeine
Projekt 9großvolumig, strategisch geprägtBTV, DRH, Kaiser Partnerwenige Gewinner, Mehrheit negativniedrig bis hochvereinzelt (Berliner Sparkasse)





Quelle: Infront



Die Performance‑Projekte 5, 7, 8 und 9 zeigen klar: Benchmark‑Outperformance beim Vermögensstand entsteht durch Strategie, nicht durch Aktionismus. Handelsaktivitäten in Projekt 7 und 9 wirkten selektiv, veränderten aber die Rangfolge nicht grundlegend. Wer Benchmarks schlägt, akzeptiert meist höhere Drawdowns. Für Anleger zählt daher weniger der aktuelle Spitzenplatz als die Frage, welches Risikoprofil dauerhaft zur eigenen Zielsetzung passt.
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