Fürst Fugger Privatbank, Frankfurter Bankgesellschaft und DGK & Co. führen – A&Q Asset Management ist stärkster aktiver Verwalter
Die 14. Kalenderwoche im Performance‑Projekt 7 zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich sich aktives und passives Portfoliomanagement in einer dynamischen Marktphase entwickeln können. Das Benchmarkdepot 605 bleibt vollständig passiv und erzielt allein durch die Marktentwicklung einen Vermögenszuwachs von 41.327,50 Euro. Dieser Wert bildet den neutralen Maßstab der Woche, ohne jede Einflussnahme durch Transaktionen. Gleichzeitig offenbaren die Infront‑Daten, wie weit die Wochenrenditen der übrigen Teilnehmer auseinanderlaufen: Einige Depots profitieren massiv vom Marktumfeld, andere nutzen gezielte Handelsaktivitäten, um zusätzliche Wertbeiträge zu realisieren.
Auffällig ist, dass mehrere nicht handelnde Vermögensverwalter außergewöhnlich stark vom positiven Marktumfeld getragen werden. Die Fürst Fugger Privatbank AG erzielt einen außergewöhnlichen Wochengewinn von +2.080.156,78 Euro, die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG verzeichnet +918.705,86 Euro, und selbst der drittbeste Non‑Händler, DGK & Co. Vermögensverwaltung AG, steigert sein Depot um +106.041,87 Euro. Diese Ergebnisse markieren die höchstbewerteten Zuwächse der gesamten Woche und übertreffen sämtliche aktiven Händler – teils um ein Vielfaches. Aber was zeigen die Daten von Infront noch?
Alpen Privatbank – Umschichtung mit positivem Nettoeffekt
Die Alpen Privatbank führt vier Transaktionen durch und realisiert dabei Gewinne von insgesamt 51.329,60 Euro, während zwei neue Käufe 50.300,39 Euro kosten. Der Netto‑Cashflow von +1.029,21 Euro spiegelt eine taktische Umschichtung wider, doch der entscheidendere Wert ist der Vermögenszuwachs laut Wochenbericht: +46.166,93 Euro. Dieser liegt über dem Benchmarkdepot und wird durch Kursgewinne im Bestand zusätzlich verstärkt. Die Alpen Privatbank stabilisiert ihren Max Drawdown durch die Umschichtung in weniger volatile Segmente und profitiert von der Marktbreite.
Oberbanscheidt & Cie. – starker Zuwachs trotz negativem Cashflow
Mit nur einer Transaktion – einem Anleihekauf über 51.825,23 Euro – erzielt Oberbanscheidt & Cie. keinen positiven Handelsbeitrag. Dennoch verzeichnet das Depot einen Wochenzuwachs von +74.943,49 Euro, was den dritthöchsten Wert der gesamten Handelsgruppe darstellt. Kursgewinne in den übrigen Depotpositionen übertreffen den Mittelabfluss deutlich und sorgen dafür, dass das Depot klar über dem Benchmark liegt. Der Drawdown bleibt gering, da die Depotstruktur breit diversifiziert ist.
Berliner Sparkasse – Gewinnrealisierung als Performance‑Treiber
Die Berliner Sparkasse nutzt die Woche für eine strategische Rotation. Der Verkauf einer NVIDIA‑Position generiert +22.632,25 Euro, die in zwei neue Produkte in den Bereichen Technologie und Rohstoffe reinvestiert werden. Trotz eines Netto‑Cashflows von –30.008,79 Euro erzielt das Depot einen Vermögenszuwachs von +47.260,61 Euro und übertrifft das Benchmarkdepot deutlich. Die Gewinnmitnahme sorgt für zusätzliche Stabilität im Drawdown und verbessert das Risiko‑Profil.
A&Q Asset Management – aktivster Händler und klarer Wochenprimus unter den Aktiven
Die A&Q Asset Management GmbH führt sieben Transaktionen aus und erzielt die höchste Umschichtungsquote aller aktiven Verwalter. Verkäufe volatiler Short‑ und Gold‑Positionen bringen +260.014,18 Euro, während Investitionen in Trendthemen wie Hermes International und Energie‑ETFs −101.332,44 Euro ausmachen. Der Netto‑Cashflow von +158.681,74 Euro ist der stärkste aktive Handelsbeitrag der Woche. Das Depot wächst zusätzlich durch Kursgewinne auf +61.535,37 Euro und übertrifft damit nicht nur das Benchmarkdepot, sondern auch alle anderen aktiven Händler. Der Max Drawdown verbessert sich spürbar durch die Reduktion volatiler Positionen.
Nicht‑Händler – Marktgetriebene Gewinner
Bemerkenswert ist, dass die stärksten Performer der Woche ausschließlich aus der Gruppe der nicht handelnden Verwalter stammen. Insgesamt 15 Non‑Händler übertreffen den Benchmarkwert von +41.327,50 Euro, einige davon deutlich. Gleichzeitig liegen 25 Non‑Händler unter dem Benchmark, mit Zuwächsen zwischen wenigen Tausend Euro und knapp unter dem Benchmarkniveau. Die Woche zeigt damit, dass passives Verhalten in einem starken Marktumfeld enorme Zuwächse mit sich bringen kann – aber nur dann, wenn die Depotstruktur breit diversifiziert ist und von der Rally begünstigt wird.
Gesamtbild: Aktiv und passiv – zwei Wege zum Erfolg
In KW 14 gelingt sowohl aktiven als auch nicht aktiven Häusern eine Überperformance gegenüber dem Benchmark, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen. A&Q, Oberbanscheidt & Cie., Berliner Sparkasse und Alpen Privatbank erzielen deutliche Zugewinne durch strategisches Handeln oder gezielte Gewinnrealisierungen.
Die stärksten Ergebnisse stammen jedoch aus dem Lager der Non‑Händler. Die Fürst Fugger Privatbank AG und die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG setzen sich an die Spitze eines starken Marktumfeldes, das diese Woche klar von Kursanstiegen geprägt war. Das Benchmarkdepot bleibt als passiver Referenzpunkt solide, kann jedoch mit den Hauptgewinnern der Woche nicht mithalten.
Top 5 Vermögenszuwachs – Projekt 7, KW 14
| Platz | Vermögensverwalter | Vermögenszuwachs (EUR) |
|---|---|---|
| 1 | Fürst Fugger Privatbank AG | +2.080.156,78 € |
| 2 | Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG | +918.705,86 € |
| 3 | DGK & Co. Vermögensverwaltung AG | +106.041,87 € |
| 4 | Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH | +74.943,49 € |
| 5 | Spiekermann & Co. AG | +74.067,14 € |
Benchmark zum Vergleich: +41.327,50 €.