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Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Gewinner der Woche: Kaiser Partner und A&Q setzen sich vom Feld ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 7 (Private-Banking) nutzt ein Teil der Vermögensverwalter die Marktphase konsequent aus. Während das Benchmarkdepot ohne jeden Eingriff von der positiven Marktentwicklung profitiert, erzielen einzelne Häuser durch gezielte Allokationsentscheidungen deutlich höhere Vermögenszuwächse. Auffällig ist dabei: Sowohl aktives Handeln als auch disziplinierte Untätigkeit führen zu Outperformance. Der Unterschied liegt im Risikoprofil – und in der Qualität der Entscheidungen.

Die Berichts­woche 19 im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot) verdeutlicht einmal mehr, wie groß die Spannbreite professioneller Vermögensverwaltung sein kann – selbst bei identischem Marktumfeld. Das Benchmarkdepot erfüllt seine Rolle als neutrale Referenz konsequent. Es verzichtet vollständig auf Handelsaktivitäten, folgt den Marktbewegungen eins zu eins und dient damit als stabiler Vergleichsmaßstab für alle teilnehmenden Vermögensverwalter. Genau an diesem Punkt beginnt anhand der Daten von Infront die eigentliche Differenzierung.

Vermögensstand aktuell

Mit einem aktuellen Vermögensstand von rund 2,39 Mio. Euro steht das Benchmarkdepot solide im Feld. Zahlreiche Wettbewerber bewegen sich in ähnlichen Größenordnungen, doch der reine Depotwert sagt wenig über die Dynamik aus. Deutlich interessanter fällt der Blick auf jene Häuser aus, die trotz teils geringerer Ausgangsvolumina an Substanz gewinnen. Kaiser Partner Privatbank und A&Q Asset Management stechen besonders hervor: Beide Institute erhöhen ihren Vermögensstand spürbar und setzen sich sichtbar vom Mittelfeld ab.

Viele andere Vermögensverwalter agieren unverändert defensiv. Sie halten ihre Portfolios stabil, verzichten auf größere Anpassungen und sichern damit Bestand und Übersichtlichkeit. Diese Zurückhaltung begrenzt jedoch zugleich das kurzfristige Aufwärtspotenzial. In der aktuellen Woche entsteht dadurch eine klare Trennlinie zwischen bewahrender Verwaltung und aktiver strategischer Steuerung.

Vermögensentwicklung

Das Benchmarkdepot steigert seinen Wert gegenüber der Vorwoche um +32.786 Euro. Dieses Ergebnis bildet die positive Marktstimmung sauber ab, reicht jedoch nicht aus, um an der Spitze mitzuhalten. Kaiser Partner Privatbank verzeichnet einen Vermögenszuwachs von +85.361 Euro und führt das Feld klar an. Ebenfalls stark präsentiert sich A&Q Asset Management mit +82.284 Euro Wochenplus.

Bemerkenswert ist, dass auch mehrere inaktive Portfolios das Benchmark übertreffen. Die DGK & Co. Vermögensverwaltung erzielt +60.951 Euro, die FV Frankfurter Vermögen legt +56.359 Euro zu – jeweils ohne eine einzige Transaktion. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass eine zuvor sauber strukturierte Allokation in der aktuellen Marktphase erhebliche Wirkung entfalten kann. Gleichzeitig bleiben einige aktiv handelnde Häuser trotz Engagement unterhalb der Benchmarkmarke.

Max Drawdown

Beim maximalen Drawdown zeigt sich ein differenziertes Risikobild. Das Benchmarkdepot weist mit 0,00 Prozent keinerlei zwischenzeitliche Rückschläge auf. Mehrere Wettbewerber erreichen ebenfalls einen Drawdown nahe oder exakt bei null – darunter die FV Frankfurter Vermögen und Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltung, die gleichzeitig relevante Wertzuwächse erzielen. Stabilität und Ertrag schließen sich also nicht aus.

Am anderen Ende der Skala agiert A&Q Asset Management mit einem maximalen Drawdown von 3,51 Prozent. Dieses erhöhte Schwankungsniveau geht jedoch mit einer der besten Wochenperformances einher. Der Zusammenhang ist eindeutig: Wer höhere Ertragspotenziale nutzen will, akzeptiert temporär stärkere Rückgänge. Kaiser Partner bewegt sich mit 0,85 Prozent Drawdown in einer ausgewogenen Mitte aus Risiko und Ertrag.

Handelsaktivitäten

Insgesamt verzeichnet Projekt 7 17 Transaktionen mit einem kumulierten Handelsvolumen von rund 4,9 Mio. Euro. Das Benchmarkdepot bleibt vollständig passiv. Den aktivsten Auftritt liefert die Kaiser Partner Privatbank. Sie reduziert Engagements in asiatischen Technologieaktien und investiert gezielt in Gold‑ und Rentenbausteine. Diese strategische Neuausrichtung erweist sich als klarer Erfolgsfaktor der Woche.

Die Berliner Sparkasse agiert taktisch. Sie baut Derivatepositionen ab, löst Absicherungen auf und ersetzt strukturierte Produkte durch Direktinvestments, insbesondere bei NVIDIA. Deka Vermögensmanagement nutzt die Woche für eine Sektorrotation, während von der Heydt & Co. primär Fondsbausteine feinjustiert. A&Q Asset Management reduziert Risiken durch Verkäufe, ohne neue Positionen aufzubauen. Die Handelsdaten zeigen deutlich: Nicht die Frequenz entscheidet, sondern die Stringenz der Maßnahme.

Tabelle 2: Meistgehandelte Wertpapiere

Performance‑Projekt 7 · Berichts­woche


Top‑5 nach Anzahl der Transaktionen


RangWertpapier
1UniCredit
2NVIDIA (Aktie & Zertifikat)
3Euro Stoxx 50 Put‑Optionsschein
4Cat‑Bond‑Fonds
5Samsung Electronics / SK Hynix



Top‑5 nach Handelsvolumen


RangWertpapier
1NVIDIA (inkl. Discount‑Zertifikat)
2iShares Global Aggregate Bond ETF (hedged)
3Multipartner Konwave Gold Equity Fund
4UniCredit
5Euro Stoxx 50 Put‑Optionsschein




Quelle: Infront


Die Woche im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot) bestätigt das Benchmark als verlässlichen Stabilitätsanker, nicht jedoch als Performanceführer. Mehrere Vermögensverwalter schlagen es deutlich – teils durch aktives Umschichten, teils durch diszipliniertes Festhalten an überzeugenden Strukturen. Entscheidend für den Erfolg bleibt die Balance aus Risikoakzeptanz, Marktverständnis und strategischer Klarheit. Genau darin unterscheiden sich Sieger vom restlichen Feld.
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