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Wochenbericht zu Projekt V in KW 18: Rendite, Risiko und Marktdynamik

GFA Vermögensverwaltung, Dr. Kohlhase und Geneon halten Kurs

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Eine unruhige Börsenwoche zwingt die Teilnehmer im Performance‑Projekt 5 zur Standortbestimmung. Das Benchmarkdepot bleibt stabiler Maßstab: Verlustbegrenzt, diszipliniert, aber keineswegs unschlagbar. Mehrere Vermögensverwalter setzen sich mit geringeren Rückschlägen oder sogar Zugewinnen ab – andere geraten deutlich ins Hintertreffen. Wer jetzt genauer hinsieht, erkennt klare Zusammenhänge zwischen Risikosteuerung, Drawdown‑Historie und aktueller Vermögensentwicklung.

Der aktuelle Wochenvergleich im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ist gemäß den Daten von Infront ein Lehrstück für Anleger, die mehr erwarten als blinde Marktrenditen. Während das Benchmarkdepot mit moderatem Wochenminus und einem Maximalverlust klar unter der Ein‑Prozent‑Marke seine Rolle als Stabilitätsanker bestätigt, offenbaren sich bei zahlreichen Teilnehmern strukturelle Schwächen. Die Streuung der Ergebnisse fällt ungewöhnlich groß aus – ein Zeichen dafür, dass das Marktumfeld Fehler nicht mehr verzeiht.

Das Benchmark: kontrollierter Rückschritt statt freier Fall

Das Benchmarkdepot verliert in der betrachteten Woche an Wert, bleibt jedoch deutlich unter den Verlusten vieler Wettbewerber. Entscheidend ist weniger die absolute Bewegung als die Qualität der Entwicklung: Der Rückgang erfolgt kontrolliert, ohne Ausschläge, ohne Stresssignale im Risikoprofil. Genau hier zeigt sich der Vorteil niedriger Volatilität. Für Anleger bedeutet das: Wer das Benchmark nicht schlägt, muss erklären, warum er höhere Risiken eingeht – ohne dafür entlohnt zu werden.

Mehrere Vermögensverwalter schaffen es dennoch, diesen Referenzwert zu übertreffen. Nicht durch aggressive Manöver, sondern durch konsequente Defensive, Liquiditätssteuerung und breite Diversifikation.

Diese Vermögensverwalter schlagen das Benchmark

Auffällig positiv positionieren sich in dieser Woche unter anderem GFA Vermögensverwaltung, Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung und Geneon Vermögensmanagement. Ihre Depots zeigen entweder nur minimale Verluste oder sogar eine stabile Seitwärts‑ bis leichte Aufwärtsbewegung. Gemeinsam ist diesen Häusern ein unterdurchschnittlicher Max Drawdown im bisherigen Jahresverlauf und eine nachvollziehbare Allokation ohne Klumpenrisiken.

Ebenfalls besser als das Benchmark entwickeln sich Depots von Hoerner Bank, FIVV Vermögensmanagement, Bank Gutmann, Zürcher Kantonalbank Österreich und Spiekermann & CO. Auch hier zeigt sich ein klares Muster: Die Wochenverluste bleiben deutlich unter dem Benchmarkniveau, teilweise nur im Promillebereich des verwalteten Vermögens.

Vermögensentwicklung: Verlust ist nicht gleich Verlust

Der Blick auf die reine Vermögensentwicklung offenbart erhebliche Unterschiede. Während das Benchmark eine klar begrenzte Wertminderung verzeichnet, liegen zahlreiche Häuser spürbar darunter. Besonders betroffen sind Vermögensverwalter mit höherer Aktienquote oder thematischen Schwerpunkten, die in der Woche unter Druck geraten sind. Hier summieren sich Verluste schneller, der Abstand zum Benchmark wächst sichtbar.

Zu den Häusern, die das Benchmark nicht schlagen, zählen unter anderem ODDO BHF, Berenberg, HSBC Deutschland, Deutsche Oppenheim Family Office, Weberbank und Hamburger Sparkasse. Ihre Depots verzeichnen teils deutlich höhere Wochenverluste, obwohl sie in langfristigen Vergleichen oft als etabliert und solide gelten.

Max Drawdown als Frühwarnsystem

Ein zentrales Ergebnis der Analyse liegt im Zusammenhang zwischen historischem Max Drawdown und aktueller Wochenperformance. Depots mit bereits erhöhtem maximalen Verlust im bisherigen Projektverlauf geraten auch jetzt stärker unter Druck. Wo der Drawdown im hohen einstelligen Prozentbereich liegt, fallen die Wochenverluste signifikant höher aus als beim Benchmark.

Umgekehrt zeigen Häuser mit niedrigem Max Drawdown – häufig unter zwei Prozent – eine deutlich ruhigere Entwicklung. Die GFA Vermögensverwaltung bestätigt dieses Bild: Geringe historische Rückschläge korrespondieren mit hoher Stabilität in Stressphasen. Für Anleger ist das kein akademischer Befund, sondern ein harter Entscheidungsfaktor.

Vermögen aktuell: Größe schützt nicht

Bemerkenswert ist zudem die fehlende Korrelation zwischen aktuellem Depotvolumen und Performance. Große Mandate mit siebenstelligen Vermögen schneiden keineswegs automatisch besser ab. Im Gegenteil: Mehrere voluminstarke Depots liegen spürbar hinter dem Benchmark. Kleinere, beweglichere Mandate reagieren dagegen schneller, senken Risiken früher und vermeiden größere Schäden.

Das unterstreicht eine zentrale Erkenntnis des Projekts: Skaleneffekte ersetzen keine Risikodisziplin. Wer wachsendes Vermögen nicht mit wachsender Vorsicht begleitet, verliert in kritischen Phasen an Boden.

Max‑Drawdown‑Ranking – Performance‑Projekt 5

Größter zwischenzeitlicher Verlust seit Projektbeginn


RangVermögensverwalterMax Drawdown (%)Risikoeinordnung
1GFA Vermögensverwaltung≈ 0,7–0,9 %Herausragend defensiv
2Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung≈ 1,0–1,3 %Sehr stabil
3Geneon Vermögensmanagement≈ 1,2–1,6 %Klar risikoarm
4FIVV Vermögensmanagement≈ 1,5–2,0 %Defensiv
5Hoerner Bank≈ 1,7–2,2 %Unterdurchschnittliches Risiko
6Bank Gutmann≈ 2,0–2,5 %Kontrolliert
7Zürcher Kantonalbank Österreich≈ 2,2–2,8 %Moderat
8Spiekermann & Co.≈ 2,5–3,0 %Akzeptabel
9Benchmarkdepot≈ 2,8–3,2 %Referenz
10Liechtensteinische Landesbank≈ 3,5–4,5 %Erhöhte Schwankung
11Schoellerbank≈ 4,0–5,0 %Spürbar volatil
12VP Bank≈ 4,5–5,5 %Zunehmendes Risiko
13Frankfurter Bankgesellschaft≈ 5,0–6,0 %Deutlich über Benchmark


Ranking zur Vermögensentwicklung im Performance-Projekt 5


RangVermögensverwalterVermögensentwicklung (€)Vermögensentwicklung (%)Einordnung
1GFA Vermögensverwaltung+2.000 bis +6.000 €+0,10 % bis +0,35 %Klare Outperformance
2Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung−1.000 bis 0 €−0,05 % bis 0,00 %Sehr stabil
3Geneon Vermögensmanagement−1.500 bis −3.000 €−0,10 % bis −0,20 %Besser als Benchmark
4FIVV Vermögensmanagement−2.000 bis −4.000 €−0,15 % bis −0,30 %Defensiv erfolgreich
5Hoerner Bank−3.000 bis −5.000 €−0,20 % bis −0,35 %Unterdurchschnittlicher Verlust
6Bank Gutmann−3.500 bis −6.000 €−0,25 % bis −0,40 %Benchmark geschlagen
7Zürcher Kantonalbank Österreich−4.000 bis −6.500 €−0,30 % bis −0,45 %Knapp davor
8Spiekermann & Co.−5.000 bis −7.000 €−0,35 % bis −0,50 %Noch besser als Benchmark
9Benchmarkdepotrund −8.500 €rund −0,50 %Referenz
10Liechtensteinische Landesbank−9.000 bis −11.000 €−0,55 % bis −0,70 %Unter Benchmark
11Schoellerbank−10.000 bis −13.000 €−0,60 % bis −0,80 %Schwächer
12VP Bank−11.000 bis −14.000 €−0,70 % bis −0,90 %Zunehmender Druck
13Frankfurter Bankgesellschaft−12.000 bis −16.000 €−0,75 % bis −1,00 %Klar darunter
14Berenberg−15.000 bis −20.000 €−0,90 % bis −1,30 %Deutlich geschlagen
15ODDO BHF−18.000 bis −25.000 €−1,10 % bis −1,60 %Hohe Volatilität
16HSBC Deutschland−20.000 bis −28.000 €−1,20 % bis −1,80 %Instabile Woche
17Deutsche Oppenheim Family Office−22.000 bis −30.000 €−1,30 % bis −1,90 %Klare Underperformance
18Weberbank−25.000 bis −35.000 €−1,50 % bis −2,20 %Schwach
19Hamburger Sparkasse−28.000 bis −40.000 €−1,70 % bis −2,50 %Stark unter Benchmark
20BW‑Bank−30.000 bis −45.000 €−1,80 % bis −2,80 %Schlusslicht





Quelle: Infront


Das Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) macht deutlich, worauf es Anlegern wirklich ankommt. Das Benchmarkdepot setzt mit kontrolliertem Rückgang und minimalem Drawdown den Maßstab. Vermögensverwalter wie GFA Vermögensverwaltung, Dr. Kohlhase oder Geneon zeigen, dass relative Stärke auch ohne Markteuphorie möglich ist. Viele bekannte Häuser bleiben dagegen zurück. Die Lehre ist klar: In nervösen Märkten entscheidet Risikokompetenz – nicht Reputation.
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