LBBW Schweiz, Zürcher Kantonalbank Österreich und Julius Bär schlagen das Benchmarkdepot
Projekt 8, das Performance‑Projekt der vermögensverwaltenden Fonds, wird in Kalenderwoche 16 zu einem offenen Schaufenster für strategische Qualität. Weil sämtliche Teilnehmer auf Handelsaktivitäten verzichten, entfällt jede Ausrede. Kein Timing, kein taktisches Feintuning, kein hektischer Umbau. Die Portfolios laufen ausschließlich über ihre Grundkonstruktion – und genau diese Konstruktion entscheidet nun über Erfolg oder Zurückbleiben.
Das Marktumfeld spielt mit. Nahezu flächendeckend steigen die Vermögensstände. Zugleich gehen die maximalen Drawdowns zurück oder stabilisieren sich auf moderaten Niveaus. Doch trotz identischer Marktbedingungen klaffen die Ergebnisse auseinander. Es zeigt sich, wer Struktur in Rendite umsetzen kann – und wer sich durch Defensive selbst neutralisiert. Das und mehr zeigen die Daten von Infront.
Das Benchmarkdepot: solide Entwicklung, begrenzte Durchschlagskraft
Das Benchmarkdepot von Projekt 8 beendet Kalenderwoche 16 mit einem Vermögensstand von rund 1,36 Millionen Euro. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Zuwachs von gut 22.000 Euro. Das ist ein respektables Ergebnis, das die positive Marktbewegung sauber abbildet. Das Depot erfüllt damit seine Funktion als Referenz.
Auch auf der Risikoseite zeigt sich das Benchmarkdepot stabil. Der maximale Drawdown liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich, deutlich unter früheren Belastungszonen. Die Kombination aus Vermögenswachstum und kontrolliertem Risiko unterstreicht die ausgewogene Allokation. Für Anleger bedeutet das: Das Benchmarkdepot steht für Verlässlichkeit und Marktnähe, nicht für Aggressivität. Doch genau diese Ausgewogenheit setzt dem Ertrag Grenzen. Denn Kalenderwoche 16 ist keine Defensive‑Woche. Sie belohnt Marktbeteiligung – und sie straft Zurückhaltung ab.
Die Gewinner: Banken mit spürbarer Marktdurchdringung
An der Spitze des Feldes steht die Landesbank Baden‑Württemberg (LBBW Schweiz). Ihr Fondsportfolio legt in KW 16 deutlich mehr als 30.000 Euro zu und übertrifft damit die Benchmark klar. Der Vermögensstand wächst dynamisch, während der maximale Drawdown spürbar sinkt und im Bereich von rund zwei Prozent verbleibt. Das Portfolio profitiert überdurchschnittlich von der Marktbewegung, ohne in eine neue Risikospitze zu laufen. Ebenfalls klar vor dem Benchmarkdepot positioniert sich die Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Das Wochenplus liegt über 25.000 Euro, der Vermögensstand steigt kräftig. Parallel bleibt der Max Drawdown im moderaten Bereich, sichtbar unterhalb früherer Stressphasen. Die Allokation greift – und sie zahlt sich aus.
Auch die Bank Julius Bär & Co. AG schlägt das Benchmarkdepot. Das Fondsportfolio entwickelt sich besser als der Referenzwert, steigt um mehrere zehntausend Euro und zeigt zugleich eine stabile Drawdown‑Struktur. Die Strategie ist marktorientiert, aber nicht unkontrolliert. Genau dieses Gleichgewicht bringt in KW 16 den entscheidenden Vorteil.
Warum diese Banken gewinnen
Was die drei Gewinner eint, ist keine kurzfristige Wette, sondern eine konsequente Allokationsentscheidung. Die Fondsstrukturen lassen Marktbewegungen bewusst zu. Aktien‑ und Wachstumsfaktoren sind ausreichend gewichtet, um Erholungen zu tragen. Gleichzeitig sorgt Diversifikation dafür, dass der Drawdown nicht eskaliert, sondern mit steigenden Kursen zurückgeht.
Der Rückgang des maximalen Drawdowns entsteht hier nicht durch Absicherung oder Risikoabbau, sondern durch Performance selbst. Frühere Verluste werden aufgeholt, Stresszonen verlassen. Für Anleger ist das die nachhaltigste Form der Risikoreduktion.
Das breite Mittelfeld: Stabil, aber ohne Beschleunigung
Unterhalb der Spitzenreiter findet sich ein breites Feld von Banken, die ordentlich, aber nicht herausragend abschneiden. Institute wie ODDO BHF, die Bethmann Bank, die Deutsche Bank im Private Wealth Management oder die Volksbank Vorarlberg steigern ihre Vermögensstände in KW 16 um etwa 10.000 bis 18.000 Euro. Die Ergebnisse liegen damit unterhalb des Benchmarks oder nur knapp darüber.
Die Drawdowns dieser Häuser bleiben niedrig bis moderat, häufig im Bereich von ein bis drei Prozent. Das spricht für defensive, geglättete Fondsarchitekturen. Doch gerade diese Stabilität kostet in einer Marktphase wie KW 16 Ertrag. Diese Portfolios laufen mit, aber sie ziehen nicht vorbei.
Die Verlierer: Wenn Defensive Rendite kostet
Am unteren Ende der Tabelle wird sichtbar, wie Vorsicht zur Renditebremse wird. Die Postbank, die antea vermögensverwaltung und die Alpen Privatbank verzeichnen in KW 16 lediglich geringe Vermögenszuwächse. Teilweise liegen die Wochengewinne nur im niedrigen vierstelligen Bereich.
Die Drawdowns sind zwar gering, teils unter zwei Prozent, doch dieser Vorteil bleibt theoretisch. Denn was nützt ein niedriger Drawdown, wenn das Vermögen kaum wächst? Für Anleger entsteht hier ein stiller Verlust: Opportunitätskosten.
Vermögensstand, Vermögensentwicklung, Max Drawdown: das Zusammenspiel
Projekt 8 zeigt in KW 16 besonders deutlich, wie diese drei Größen zusammenwirken. Ein steigender Vermögensstand ohne ausufernden Drawdown ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Allokation, die Marktchancen zulässt. Umgekehrt führt eine zu defensive Struktur zwar zu ruhigen Kennzahlen, aber auch zu verpasstem Ertrag.
Die Gewinner beweisen, dass Risiko nicht vermieden werden muss, sondern richtig dosiert werden sollte. Ihre Drawdowns sinken, weil das Portfolio wächst. Die Verlierer halten Risiko klein – und damit auch das Ergebnis.
Rangliste – Vermögensentwicklung Projekt 8 (KW 16)
| Rang | Vermögensverwalter | Vermögensentwicklung zur Vorwoche |
|---|---|---|
| 1 | Landesbank Baden‑Württemberg (LBBW Schweiz) | > 30.000 € |
| 2 | Zürcher Kantonalbank Österreich AG | > 25.000 € |
| 3 | Bank Julius Bär & Co. AG | > 22.000 € (über Benchmark) |
| 4 | Benchmarkdepot Projekt 8 | + 22.111 € |