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Gesamtschau und Wochenbericht in KW 16 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Vier Performance‑Projekte, ein Befund: Struktur schlägt Aktion

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Performance‑Projekte, vier völlig unterschiedliche Anlegerwelten – und doch eine klare, datenbasierte Botschaft. Kalenderwoche 16 zeigt eindrucksvoll, dass Rendite nicht aus Bewegung entsteht, sondern aus Struktur. Während in einzelnen Projekten aktiv umgeschichtet wird und hohe Volumina fließen, bleiben andere Portfolios vollkommen ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Die Zahlen aus Projekt 5, 7, 8 und 9 entlarven, was Vermögensverwaltung heute wirklich erfolgreich macht.

Kalenderwoche 16 bietet über die vier FUCHS‑Performance‑Projekte hinweg ein außergewöhnlich klares analytisches Bild. Projekt 5 und Projekt 8 bestehen aus vermögensverwaltenden Fondsmandaten, Projekt 7 bildet klassische Private‑Banking‑Depots ab, Projekt 9 repräsentiert großvolumige Stiftungsportfolios. Auch die Projektgrößen unterscheiden sich deutlich: Projekt 5 und 7 vereinen jeweils mehrere Dutzend Vermögensverwalter, Projekt 8 ist kompakter aufgestellt, Projekt 9 zahlenmäßig kleiner, aber mit deutlich höheren Einzelvolumina. Trotz dieser Unterschiede reagieren alle Projekte auf denselben Marktimpuls – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

In einer Marktphase ohne Schocks, aber mit klar positivem Momentum trennt sich nicht Risiko von Sicherheit, sondern Struktur von Aktionismus. Genau diese Trennlinie zieht sich durch alle vier Projekte, wie die Daten von Infront eindrucksvoll belegen.

Projekt 5 – Vermögensverwaltende Fonds als Reinform der Allokation

Projekt 5 läuft in Kalenderwoche 16 vollständig ohne Handelsaktivitäten. Kein Fonds wird getauscht, keine Quote verändert, kein taktischer Eingriff vorgenommen. Die Portfolios laufen im Autopilot. Das Benchmarkdepot steigt auf 1.663.284 Euro und erzielt ein Wochenplus von 17.903 Euro. Entscheidend ist nicht allein dieser Zuwachs, sondern der parallele Rückgang des maximalen Drawdowns von 2,52 % auf 0,73 %. Risiko baut sich nicht durch Absicherung ab, sondern durch Markterholung. Deutlich stärker profitieren zwei Vermögensverwalter. Das Bankhaus Bauer AG steigert den Vermögensstand um 31.457 Euro und erzielt damit fast doppelt so viel wie das Benchmark. Gleichzeitig sinkt der Drawdown sichtbar. Auch die Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG schlägt das Benchmark mit 18.331 Euro. Beide Portfolios lassen Marktbewegung bewusst durch – und werden dafür bezahlt.

Andere Häuser bleiben zurück. Vermögensverwalter mit defensiver Fondsstruktur halten den Drawdown stabil, verzichten dafür aber auf Ertrag. Projekt 5 zeigt exakt, dass nicht der niedrigste Drawdown gewinnt, sondern das beste Verhältnis aus Rendite und Risiko.

Projekt 7 – Private‑Banking‑Depots zwischen Größe und Bewegung

Projekt 7 präsentiert das breiteste Spektrum an Vermögensständen. Die Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft führt das Feld mit 4,92 Millionen Euro an. BTG Pactual Europe folgt mit 4,07 Millionen Euro, die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG liegt bei 3,26 Millionen Euro. Das Benchmarkdepot steht deutlich tiefer bei rund 2,34 Millionen Euro. Größe ist sichtbar – Leistung nicht automatisch.

Bei der Vermögensentwicklung setzt ausgerechnet das passive Benchmark den Maßstab. Mit einem Wochenzuwachs von 19.643 Euro übertrifft es sämtliche aktiven wie passiven Teilnehmer. Der maximale Drawdown liegt bei 2,23 % und verbessert sich leicht. Andere Portfolios weisen niedrigere oder höhere Drawdowns auf, ohne daraus einen Renditevorteil zu ziehen.

Projekt 7 – Hohe Handelsaktivität ohne Alpha

Vier Vermögensverwalter greifen aktiv ein. Kaiser Partner Privatbank, Berliner Sparkasse, M.M. Warburg & CO und die Bethmann Bank bewegen teils hohe sechsstellige Beträge. Sie handeln unter anderem Alphabet, Booking Holdings, Amazon, Microsoft, Absolute‑Return‑Fonds, Anleihefonds, Edelmetallfonds und Geldmarkt‑ETFs. Die Portfolios verändern ihre Struktur substanziell.

Das Ergebnis bleibt ernüchternd. Kein handelndes Portfolio schlägt das Benchmark bei der Vermögensentwicklung. Projekt 7 zeigt damit unmissverständlich, dass Handelsintensität Aufwand erzeugt, aber keinen systematischen Performance‑Mehrwert liefert.

Projekt 8 – Fondsperformance ohne Ausreden

Projekt 8 verzichtet vollständig auf Transaktionen. Das Benchmarkdepot erreicht einen Vermögensstand von rund 1,36 Millionen Euro und erzielt ein Wochenplus von gut 22.000 Euro. Der maximale Drawdown bleibt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das Benchmark bildet den Markt sauber ab – wird aber übertroffen. Die LBBW Schweiz erzielt einen Zuwachs von deutlich über 30.000 Euro und reduziert den Drawdown auf rund 2 %. Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG folgt mit über 25.000 Euro Wochengewinn. Auch die Bank Julius Bär & Co. AG schlägt das Benchmark. Allen Gewinnern gemeinsam ist eine marktoffene Fondsarchitektur. 

Defensive Fondsstrategien bleiben zwar stabil, verlieren aber sichtbar an Dynamik. Projekt 8 zeigt besonders klar, wie eng Vermögensentwicklung und Drawdown über Allokation miteinander verknüpft sind.

Projekt 9 – Stiftungsportfolios als Realitätsprüfung

Projekt 9 vereint die höchsten Vermögensstände. Das Benchmarkdepot erreicht 5,56 Millionen Euro und wächst um 24.422 Euro. Gleichzeitig sinkt der maximale Drawdown von 2,41 % auf 1,93 %. Das Benchmark liefert damit eine robuste Kombination aus Wachstum und Risikominderung.

Mehrere Vermögensverwalter übertreffen dieses Ergebnis deutlich – ohne einen einzigen Trade. Die Liechtensteinische Landesbank AG erzielt 72.258 Euro Wochengewinn bei einem Drawdown von 0,59 %. DGK & Co. Vermögensverwaltung AG legt 64.806 Euro zu und reduziert den Drawdown auf gerade einmal 0,07 %. Die DRH Vermögensverwaltung GmbH folgt mit 61.006 Euro. Auch die Bank für Tirol und Vorarlberg, das Family Office Volksbank Kraichgau und die Volksbank Vorarlberg schlagen das Benchmark klar.

Projekt 9 – Selektiver Handel mit negativer Bilanz

Nur zwei Vermögensverwalter handeln aktiv. Die ABN AMRO Bank N.V. bewegt rund 497.000 Euro und investiert unter anderem in einen EM‑ESG‑Aktienfonds und einen Gold‑ETC. Die Woche endet mit einem Zuwachs von lediglich 9.915 Euro. Die Berliner Sparkasse handelt sogar 426.000 Euro in Deutsche‑Bank‑Aktien, Merck & Co., Sandvik, Engie und einen Ultra‑Short‑Income‑ETF – und schließt die Woche mit einem Verlust von 4.686 Euro.

Die niedrigsten Drawdowns weisen ausgerechnet jene Portfolios auf, die nicht handeln. Projekt 9 zerstört damit den Mythos, dass Aktivität in komplexen Mandaten notwendig sei.

Projektübergreifende Quintessenz

Über alle vier Projekte hinweg lässt sich eine belastbare Korrelation feststellen. Hohe Vermögensentwicklung geht häufig mit sinkendem Drawdown einher, wenn Portfolios marktoffen positioniert sind. Handelsaktivität korreliert weder mit Rendite noch mit Risikoreduktion. Vermögenshöhe verschafft Stabilität, aber kein Alpha. Die Projekte unterscheiden sich in Struktur und Anlageform – doch sie belohnen dieselbe Qualität: tragfähige Allokation.

Teilnehmerzahl je Projekt


ProjektProjektartTeilnehmer
Projekt 5Vermögensverwaltende Fonds77
Projekt 7Private‑Banking‑Depot63
Projekt 8Vermögensverwaltende Fonds103
Projekt 9Stiftungsportfolio18



Quelle: Infront


Die Kalenderwoche 16 liefert über vier Performance‑Projekte hinweg eine klare Botschaft. Nicht Aktion, sondern Struktur entscheidet. In Projekten ohne jeden Eingriff entstehen ebenso deutliche Rangordnungen wie in jenen mit hoher Handelsaktivität. Erfolgreiche Portfolios tragen Marktrisiko und lassen es wirken. Wer in ruhigen Marktphasen handelt, verändert viel – erreicht aber wenig. Für Anleger zählt am Ende nicht Bewegung, sondern Positionierung.
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