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Gesamtschau und Wochenbericht für KW 35: PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Von Fürst Fugger bis Genève Invest: Die aktuelle Landkarte der Vermögensverwalter

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte zeigt ein ebenso spannendes wie differenziertes Bild. In mehreren Projekten schlagen aktive Vermögensverwalter die jeweiligen Benchmarkdepots deutlich. Gleichzeitig beweisen zahlreiche Häuser, dass hohe Vermögen keineswegs zwingend mit hohen Risiken erkauft werden müssen. Während Genève Invest, die Fürst Fugger Privatbank und die BTV ihre Felder anführen, sorgen einzelne Handelsentscheidungen und überraschende Wochengewinner für Dynamik.

Die aktuellen Auswertungen der Performance-Projekte machen deutlich, wie unterschiedlich erfolgreiche Vermögensverwaltung aussehen kann. Zwar verfolgen alle Teilnehmer das gleiche Ziel, nämlich einen möglichst attraktiven Vermögensaufbau bei kontrolliertem Risiko. Der Weg dorthin unterscheidet sich jedoch erheblich. Während einige Häuser auf Kontinuität setzen, überzeugen andere durch starke Einzelergebnisse oder gezielte taktische Entscheidungen. Genau diese Vielfalt macht die Projekte zu einem einzigartigen Stimmungsbarometer professioneller Vermögensverwaltung. Aber was zeigen die Daten von Infront noch? 

Performance-Projekt 5: Das Benchmarkdepot verteidigt die Führung

Im Performance-Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) hält das Benchmarkdepot weiterhin die Spitzenposition beim Gesamtvermögen. Mit 1.748.333,55 Euro bleibt es das einzige Depot, das die Marke von 1,7 Millionen Euro übertrifft. Dahinter folgen die Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, die Zürcher Kantonalbank Österreich AG sowie Hansen & Heinrich. Kein Teilnehmer schafft es aktuell, das Benchmarkdepot beim Gesamtvermögen zu überholen.

Bei der Wochenentwicklung ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Plutos Vermögensverwaltung, Schneider Walter & Kollegen, Bankhaus Lampe sowie mehrere weitere Häuser erzielen höhere Vermögenszuwächse als die Benchmark. Gleichzeitig zeigt die Analyse des MaxDrawdowns, dass höhere Risiken nicht automatisch mit höheren Vermögen belohnt werden. Die Korrelation zwischen Vermögensstand und Drawdown fällt nahezu null aus. Projekt 5 liefert damit den klarsten Beleg dafür, dass Risikobereitschaft allein keinen Anlageerfolg garantiert.

Performance-Projekt 7: Fürst Fugger dominiert, DRH gewinnt die Woche

Projekt 7 (Private Banking Depot) präsentiert das vielleicht deutlichste Bild aktiver Outperformance. Die Fürst Fugger Privatbank führt das Vermögensranking mit mehr als 5,4 Millionen Euro an und liegt damit weit vor dem Benchmarkdepot. Insgesamt schlagen sechzehn Teilnehmer die Referenzstrategie beim Gesamtvermögen. Damit zeigt sich in keinem anderen Projekt so deutlich, wie stark aktive Manager langfristig Mehrwert schaffen können.

Auch bei der Wochenentwicklung bleibt das Benchmarkdepot hinter vielen Häusern zurück. DRH Vermögensverwaltung, MAIESTAS Vermögensmanagement und A&Q Asset Management führen die Wochenwertung an. Besonders interessant erscheint dabei die Handelsaktivität. Das Family Office Volksbank Kraichgau tritt als einziger aktiver Händler auf und kauft mit Newmont und Barrick zwei internationale Goldminenwerte. Gleichzeitig entwickelt sich das Depot besser als das Benchmarkdepot. Der Zusammenhang lässt sich nicht beweisen, verdeutlicht aber, dass gezielte taktische Entscheidungen positive Impulse setzen können.

Performance-Projekt 8: Genève Invest setzt sich an die Spitze

Im Performance-Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) gelingt Genève Invest die Führungsübernahme. Mit 1.676.161,51 Euro liegt das Haus vor Hansen & Heinrich sowie FV Frankfurter Vermögen. Das Benchmarkdepot mit der ID 609 rutscht auf Rang sechs zurück und wird von mehreren Teilnehmern übertroffen. Projekt 8 zeigt damit erneut, dass aktive Strategien gegenüber der Benchmark erhebliche Mehrwerte erzielen können.

Auch die Wochenentwicklung spricht für die Stärke des Teilnehmerfelds. Mehrere Häuser erzielen höhere Vermögenszuwächse als die Benchmark. Gleichzeitig offenbaren die Drawdown-Daten erhebliche Unterschiede bei den Risikoprofilen. Prometheus Vermögensmanagement, ÖKOWORLD und Geneon weisen die höchsten Rückschläge auf. Dennoch gehören sie nicht automatisch zur Vermögensspitze. Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass eine ausgewogene Balance zwischen Chancen und Risiken entscheidend bleibt.

Performance-Projekt 9: Benchmark stark, BTV stärker

Projekt 9 (Stiftungsportfolio) zeigt das engste Rennen an der Spitze. Die Bank für Tirol und Vorarlberg führt das Feld mit mehr als 6,17 Millionen Euro Vermögen an. Dahinter folgen Deka Vermögensmanagement, Berliner Sparkasse und Liechtensteinische Landesbank. Das Benchmarkdepot behauptet sich mit Rang fünf dennoch in der Spitzengruppe und gehört zu den stärksten Referenzstrategien aller Projekte.

Bei der Wochenentwicklung schlagen lediglich drei Teilnehmer das Benchmarkdepot. DRH Vermögensverwaltung, die Liechtensteinische Landesbank und die Neue Bank erzielen etwas höhere Vermögenszuwächse. Gleichzeitig überzeugt die Benchmark durch einen niedrigen MaxDrawdown von lediglich 0,75 Prozent. Die Handelsaktivitäten konzentrieren sich auf zwei Teilnehmer. Die Weberbank verkauft zahlreiche internationale Qualitätsaktien, während die BTV ihr Small-Cap-Exposure über einen ETF-Verkauf reduziert. Trotz dieser Aktivitäten zeigt sich kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen hoher Handelsfrequenz und höherem Anlageerfolg.

Der projektübergreifende Vergleich

Der Vergleich aller Projekte offenbart bemerkenswerte Muster. Projekt 5 bleibt das einzige Feld, in dem das Benchmarkdepot weiterhin die Vermögensführung innehat. In den Projekten 7 und 8 dominieren dagegen aktive Vermögensverwalter das Geschehen. Projekt 9 nimmt eine Zwischenstellung ein, weil die Benchmark zwar geschlagen wird, aber weiterhin zur absoluten Spitzengruppe gehört.

Ebenso auffällig ist die geringe Bedeutung hoher Drawdowns für den langfristigen Erfolg. In keinem Projekt lässt sich ein klarer Zusammenhang zwischen besonders hohen Rückschlägen und besonders hohen Vermögensständen erkennen. Vielmehr überzeugen die erfolgreichsten Häuser durch Stabilität, Risikokontrolle und konsequente Umsetzung ihrer Strategien. Auch die Handelsaktivitäten liefern eine eindeutige Botschaft. Weder häufiges Handeln noch spektakuläre Umschichtungen garantieren bessere Ergebnisse. Entscheidend bleibt die Qualität der Entscheidungen.

Hier geht’s direkt zu den Projekten: 



Quelle: Infront




Projekt 5 zeigt die Stärke des Benchmarkdepots, das weiterhin die Vermögensführung behauptet. Projekt 7 wird klar von der Fürst Fugger Privatbank geprägt, während DRH die Wochenwertung gewinnt. Projekt 8 erlebt mit Genève Invest einen neuen Spitzenreiter und dokumentiert die Stärke aktiver Strategien gegenüber der Benchmark. Projekt 9 zeigt die Bank für Tirol und Vorarlberg als Vermögensführer, während das Benchmarkdepot eine starke Mischung aus Rendite und Risikokontrolle liefert.
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