Weberbank, DRH und Kaiser Partner dominieren – vier Verwalter schlagen Benchmark
Das Performance-Projekt 9 zeigt in der aktuellen Woche ein bemerkenswert klares und gleichzeitig differenziertes Bild. Anders als in anderen Projekten, in denen einzelne Ausreißer das Feld dominieren, entsteht hier ein strukturierter Wettbewerb mit klar definierter Spitzengruppe und stabilem Mittelfeld. Die Ergebnisse spiegeln dabei vor allem die Qualität der strategischen Allokation wider.
Das Benchmarkdepot übernimmt weiterhin die Rolle eines starken Referenzwerts, ohne jedoch eine dominante Stellung einzunehmen. Es liefert überzeugende Ergebnisse bei gleichzeitig geringem Risiko und bleibt damit ein wichtiger Orientierungspunkt für die Einordnung der Gesamtentwicklung im Feld. Das und mehr zeigen die Daten von Infront.
Vermögensstand aktuell
Das Gesamtvermögen im Projekt beträgt rund 99,06 Millionen Euro und verteilt sich relativ gleichmäßig auf 18 Teilnehmer. Die durchschnittliche Depotgröße liegt bei etwa 5,5 Millionen Euro und weist nur geringe Abweichungen auf. Dieses homogene Niveau sorgt dafür, dass Unterschiede in der Performance besonders deutlich sichtbar werden.
Das Benchmarkdepot erreicht ein Vermögen von 5.646.567 Euro und positioniert sich damit im oberen Bereich des Feldes. Es bleibt knapp hinter den größten Depots zurück, zeigt jedoch eine stabile Entwicklung ohne größere Schwankungen. Die Kapitalstruktur des Projekts insgesamt begünstigt damit einen fairen Wettbewerb, da strukturelle Vorteile kaum eine Rolle spielen.
Vermögensentwicklung
Die Wochenentwicklung fällt insgesamt positiv aus. Im Durchschnitt erzielen die Vermögensverwalter einen Zuwachs von rund 24.329 Euro und profitieren von einem freundlichen Marktumfeld. Dennoch entsteht eine klare Differenzierung innerhalb des Feldes. An der Spitze steht die Weberbank Actiengesellschaft mit einem deutlichen Zugewinn von 55.120 Euro. Dahinter folgen die DRH Vermögensverwaltung mit 50.668 Euro sowie die Kaiser Partner Privatbank mit 47.816 Euro. Auch die DGK & Co. Vermögensverwaltung erreicht mit 46.852 Euro ein starkes Ergebnis und komplettiert die Spitzengruppe.
Das Benchmarkdepot erzielt einen Anstieg von 38.494 Euro und liegt damit auf Rang fünf. Es wird von genau vier Vermögensverwaltern übertroffen, während die große Mehrheit des Feldes hinter dieser Marke zurückbleibt. Damit bestätigt sich die starke Position des Benchmarks, auch wenn es nicht die absolute Spitze erreicht. Die Spitzengruppe setzt sich deutlich vom restlichen Feld ab. Zwischen Rang vier und Rang fünf entsteht eine erkennbare Lücke, die die Qualität der besten Strategien unterstreicht. Gleichzeitig bleibt das Benchmark dicht an dieser Gruppe und zeigt, dass es weiterhin zu den leistungsstärksten Depots gehört.
Max Drawdown
Auch beim Risiko ergibt sich ein differenziertes Bild. Der durchschnittliche maximale Drawdown im Projekt liegt bei etwa 0,99 Prozent und zeigt ein insgesamt defensives Marktumfeld. Die meisten Vermögensverwalter bewegen sich in einem Bereich unter einem Prozent und begrenzen ihre Schwankungen erfolgreich. Das Benchmarkdepot weist einen Drawdown von 0,15 Prozent auf und gehört damit zur stabileren Hälfte des Feldes. Es zeigt eine gute Balance zwischen Rendite und Risiko, ohne jedoch die absolute Bestmarke zu erreichen.
Mehrere Vermögensverwalter unterschreiten den Benchmark beim Risiko deutlich und erreichen minimale oder sogar nicht messbare Drawdowns. Diese Häuser verbinden Stabilität mit teilweise hoher Performance und setzen damit Maßstäbe im Projekt. Auffällig ist, dass die besten Performer häufig auch ein gutes Risikoprofil aufweisen. Die Weberbank als klarer Wochengewinner überzeugt nicht nur durch den höchsten Vermögenszuwachs, sondern gleichzeitig durch sehr kontrollierte Schwankungen. Diese Kombination aus Rendite und Stabilität ist entscheidend für den Wettbewerbsvorteil.
Marktstruktur und Wettbewerb
Ein zentraler Aspekt der aktuellen Woche ist das vollständige Fehlen von Handelsaktivitäten. Kein Teilnehmer hat Umschichtungen vorgenommen oder aktiv in das Portfolio eingegriffen. Damit wird deutlich, dass die Ergebnisse vollständig aus der bestehenden Allokation resultieren. Diese Situation erlaubt eine besonders klare Bewertung der Strategiequalität. Wer gut positioniert ist, erzielt Gewinne ohne zusätzlichen Aufwand. Wer dagegen schwächer aufgestellt ist, kann dies nicht durch kurzfristige Anpassungen kompensieren. Der Wettbewerb wird somit auf die langfristige Struktur der Portfolios reduziert.
Die Struktur des Projekts lässt sich damit klar beschreiben: eine starke Spitzengruppe aus vier Vermögensverwaltern, ein leistungsfähiges Benchmarkdepot sowie ein breites Mittelfeld. Die Unterschiede entstehen nicht durch Volumen oder Aktivität, sondern durch strategische Qualität. Für Anleger ergibt sich daraus ein klares Bild. Entscheidend ist nicht kurzfristiges Handeln, sondern die Fähigkeit, ein Portfolio so zu strukturieren, dass es auch ohne Anpassungen erfolgreich bleibt. Projekt 9 macht diesen Zusammenhang besonders deutlich.
Ranking – Vermögen gesamt (Top 10)
| Rang | Vermögensverwalter | Vermögen (€) |
|---|---|---|
| 1 | Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) | 5.934.665 |
| 2 | Berliner Sparkasse | 5.670.743 |
| 3 | Kaiser Partner Privatbank AG | 5.670.284 |
| 4 | Liechtensteinische Landesbank AG | 5.654.619 |
| 5 | Benchmarkdepot (StifterVergleich) | 5.646.567 |
| 6 | Deka Vermögensmanagement GmbH | 5.630.176 |
| 7 | DGK & Co. Vermögensverwaltung AG | 5.583.267 |
| 8 | Volksbank Vorarlberg e. Gen. | 5.534.558 |
| 9 | Früh & Partner Vermögensverwaltung AG | 5.478.426 |
| 10 | Weberbank Actiengesellschaft | 5.473.024 |
Ranking – Vermögensentwicklung (Top 10)
| Rang | Vermögensverwalter | Vermögenszuwachs (€) |
|---|---|---|
| 1 | Weberbank Actiengesellschaft | +55.120 |
| 2 | DRH Vermögensverwaltung GmbH | +50.668 |
| 3 | Kaiser Partner Privatbank AG | +47.816 |
| 4 | DGK & Co. Vermögensverwaltung AG | +46.852 |
| 5 | Benchmarkdepot (StifterVergleich) | +38.494 |
| 6 | Deka Vermögensmanagement GmbH | +32.940 |
| 7 | Berliner Sparkasse | +32.148 |
| 8 | ABN AMRO Bank N.V. | +29.570 |
| 9 | Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) | +29.534 |
| 10 | Hamburger Sparkasse AG | +28.481 |