Bitte registrieren Sie sich neu, um alle nicht kostenpflichtigen Inhalte auf fuchsrichter.de einsehen zu können.
0,00 €
1060
Auswertung der Performance-Projekte der FUCHSBRIEFE PRÜFINSTANZ im 1. Quartal 2026

Wer das Risiko nicht im Griff hat, verliert: Die geheime Entscheidungsschlacht hinter den Performance‑Projekten

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Performance‑Projekte, vier Risikoprofile – und ein klares Signal: 2026 entscheidet nicht die Rendite, sondern der Umgang mit Verlusten. Projekt 5 überzeugt mit kontrollierter Stabilität, Projekt 7 fordert mit mutigen, aber schwankungsreichen Strategien, Projekt 8 punktet mit konsequenter Disziplin und Projekt 9 zeigt gnadenlos, wie schnell Chancen in Risiken kippen. Der Quartalsvergleich macht deutlich, warum Drawdown‑Kontrolle heute der wichtigste Erfolgsfaktor ist.

Ein Quartal, das Risiko sichtbar macht

Das erste Quartal 2026 markiert einen Wendepunkt im Performance‑Vergleich der FUCHS‑Projekte. Nicht, weil die Märkte besonders spektakulär gewesen wären, sondern weil sie Fehler gnadenlos offengelegt haben. Der Quartalsbericht umfasst insgesamt 235 Portfolios: 74 im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds), 44 im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot), 99 im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) und 18 im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio). 

Diese sehr unterschiedliche Größenordnung prägt die Aussagekraft der Kennzahlen maßgeblich. Große Projekte glätten Ausreißer, kleine Projekte verstärken sie. Doch über alle vier Projekte hinweg gilt dieselbe Regel: Der maximale Drawdown entscheidet über Vermögensentwicklung, Risikopunkte und Rangplatz. Das und mehr zeigen die Daten von Infront

Performance‑Projekt 5: Stabilität als Strukturprinzip

Mit 74 Teilnehmern gehört das Performance‑Projekt 5 zu den größten Vergleichsgruppen. Diese Breite verleiht den Ergebnissen hohe statistische Stabilität. Im ersten Quartal 2026 bewegen sich die maximalen Drawdowns überwiegend im moderaten Bereich. Viele Portfolios bleiben zwischen fünf und fünfzehn Prozent, größere Einbrüche sind selten. Gegenüber dem Vorquartal fallen die Veränderungen gering aus, in mehreren Fällen gelingt sogar eine leichte Reduktion der Verlusttiefe.

Diese Stabilität überträgt sich direkt auf den Vermögensstand. Zwar verzeichnen einzelne Portfolios moderate Rückgänge, doch das Gesamtbild bleibt ausgeglichen. Die Vermögensdifferenz zum Vorquartal fällt gering aus, kollektive Abflüsse sind nicht erkennbar. Für Anleger bedeutet das: Projekt 5 schützt Kapital, auch wenn die Märkte schwanken.

Hohe Gesamtpunkte bei geringer Spreizung

Die Punktevergabe bestätigt den stabilen Eindruck. Die Volksbank Vorarlberg e. Gen. erreicht im Quartal die maximalen 200 Punkte und führt die Gesamtwertung mit 3.806 Punkten an. Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH folgt mit 188,74 Quartalspunkten und 3.745 Gesamtpunkten. Auch die Zürcher Kantonalbank Österreich AG und die Berliner Sparkasse bewegen sich konstant im Spitzenfeld.

Das Benchmarkdepot kommt auf 150 Quartalspunkte und exakt 3.700 Gesamtpunkte. Der Abstand zur Spitze beträgt weniger als vier Prozent. Diese enge Spreizung ist typisch für Projekt 5 und Ausdruck eines kollektiven Fokus auf kontrollierte Risiken. Omega‑ und Sortino‑Ratio streuen wenig, was sich in stabilen Quartals‑ und Gesamtpunkten widerspiegelt.

Stabile Vermögen, aber Auffälligkeiten bei Drawdown‑Extremen

Im Performance‑Projekt 5 sind 74 Portfolios aktiv. Das aggregierte Vermögen zum Quartalsende beträgt rund 94,8 Mio. Euro, nach 96,4 Mio. Euro im Vorquartal. Daraus ergibt sich ein Vermögensrückgang von etwa 1,7 Mio. Euro bzw. rund –1,7 %. Die Vermögensentwicklung fällt damit moderat negativ aus und bestätigt den defensiven Charakter des Projekts.

Beim maximalen Drawdown zeigt sich auf den ersten Blick ein sehr breites Spektrum. Der durchschnittliche maximale Drawdown liegt bei rund 7,9 %, was gut zu einem ausgewogenen Risikoprofil passt. Gegenüber dem Vorquartal liegt der durchschnittliche Drawdown zuvor bei rund 7,1 %, was bedeutet, dass sich der kumulierte Verlust im Projekt nur sehr leicht ausgeweitet hat. Für Anleger ist entscheidend: Trotz eines leichten Rückgangs des Gesamtvermögens bleibt das Verlustniveau unter Kontrolle und zeigt keine Eskalation.

Performance‑Projekt 7: Risiko treibt Dynamik – und Verluste

Mit 44 Teilnehmern ist Performance‑Projekt 7 deutlich kleiner und deutlich beweglicher. Schon die maximalen Drawdowns zeigen ein anderes Bild. Während einzelne Portfolios moderat bleiben, geraten andere klar in den zweistelligen Bereich, teils jenseits von 20 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal verschärfen sich die Verlustphasen vieler Portfolios deutlich.

Diese Volatilität zeigt sich unmittelbar im Vermögensstand. Einzelne Vermögensverwalter bauen Vermögen auf, andere verlieren spürbar. Die Vermögensdifferenz zum vorherigen Quartal fällt entsprechend hoch aus. Projekt 7 belohnt Mut – aber nur, wenn er professionell abgesichert wird.

Klare Abstände in Quartal und Gesamtwertung

In der Quartalswertung setzt sich die FV Frankfurter Vermögen AG mit 199,02 Punkten an die Spitze, gefolgt von der ICFB GmbH mit 149,38 Punkten. Auch die Bank für Tirol und Vorarlberg, A&Q Asset Management und BTG Pactual Europe liegen deutlich über dem Benchmark.

Das Benchmarkdepot selbst erreicht lediglich 100 Quartalspunkte und liegt auf Rang 10. In der Gesamtwertung kommt es auf 1.800 Punkte, während BTG Pactual Europe mit 2.602 Punkten deutlich darüber liegt. Der Abstand von rund 45 Prozent ist der größte aller vier Projekte und verdeutlicht, wie stark Risiko hier über Erfolg oder Rückfall entscheidet.

Hohe Vermögen, spürbare Drawdown‑Verschärfung

Im Performance‑Projekt 7 mit 44 Portfolios beläuft sich das aggregierte Vermögen aktuell auf rund 102,0 Mio. Euro, nach 103,1 Mio. Euro im Vorquartal. Das entspricht einem Rückgang von etwa 1,1 Mio. Euro bzw. –1,1 %. Damit ist der Vermögensverlust in etwa vergleichbar mit Projekt 5, wird jedoch von deutlich höherer Volatilität begleitet. Der durchschnittliche maximale Drawdown liegt aktuell bei knapp 7,9 %, damit auf ähnlichem Niveau wie in Projekt 5. Entscheidend ist jedoch die Veränderung: Im Vorquartal lag der durchschnittliche Drawdown bei lediglich rund 2,3 %. Das bedeutet eine deutliche Verschärfung der Verlustphasen im Q1. Der maximale Einzel‑Drawdown erreicht 29,2 % und bestätigt, dass einzelne Portfolios erheblich unter Druck geraten sind.

Für Anleger ergibt sich daraus ein klares Bild: Obwohl das Gesamtvermögen nur moderat sinkt, steigt das Risiko signifikant. Verluste verteilen sich nicht gleichmäßig, sondern konzentrieren sich auf einzelne Strategien – ein klassisches Kennzeichen eines taktisch geprägten, risikoreicheren Projekts.

Handelsaktivität als strukturierendes Element

Das Performance‑Projekt 7 ist im ersten Quartal 2026 klar durch eine hohe Handelsaktivität geprägt. Insgesamt wurden 213 Einzeltransaktionen erfasst. Das aggregierte Brutto‑Handelsvolumen summiert sich auf rund 11,6 Mio. Euro. Damit liegt Projekt 7 deutlich über Projekt 5 und bestätigt seinen Charakter als taktisch geprägtes, aktiv gesteuertes Projekt. Die hohe Zahl an Umschichtungen spiegelt den Versuch wider, Marktbewegungen kurzfristig zu nutzen und Risiken dynamisch anzupassen.

Auffällig ist dabei die starke Konzentration auf wenige volumenstarke Titel. Besonders intensiv gehandelt wurde der Fonds SafePort LOICK B.Prod.+B.Ener. mit einem kumulierten Volumen von rund 1,36 Mio. Euro. Der Titel steht exemplarisch für thematische und strukturierte Engagements, die in mehreren Portfolios eingesetzt wurden, jedoch nicht selten mit erhöhten Schwankungen einhergingen.

Fonds‑ und ETF‑Rotation als dominierendes Muster

Neben dem SafePort‑Fonds wurde der Man Fds – Man Dynamic Income IF (hedged EUR) mit einem Volumen von rund 1,24 Mio. Euro stark gehandelt. Dieser Fonds diente offensichtlich als taktisches Einkommensinstrument und wurde mehrfach ge- und verkauft. Mit deutlichem Abstand folgen der iShares EURO STOXX Mid UCITS ETF mit knapp 0,93 Mio. Euro, der MUF‑Amundi MSCI World Swap ETF mit rund 0,68 Mio. Euro sowie der Xtrackers II Eurozone Government Bond 5–7 mit gut 0,65 Mio. Euro.

Diese Kombination aus Aktien‑ETFs, Renten‑ETFs und strukturierten Fonds zeigt, wie Projekt 7 funktioniert. Vermögensverwalter rotieren aktiv zwischen Risiko‑ und Sicherheitsbausteinen. Das erklärt sowohl das hohe Handelsvolumen als auch die ausgeprägten Unterschiede bei Drawdown und Risikopunkten. Gelingt das Timing, entstehen hohe Quartalspunktzahlen. Misslingt es, steigen Drawdowns abrupt an und drücken die Sortino‑ und Omega‑Bewertung.

Performance‑Projekt 8: Disziplin als Wettbewerbsvorteil

Mit 99 Teilnehmern ist Performance‑Projekt 8 das größte Vergleichsfeld und zugleich das statistisch stabilste. Die maximalen Drawdowns bleiben bei der Mehrheit der Portfolios im einstelligen oder unteren zweistelligen Bereich. Gegenüber dem Vorquartal zeigt sich häufig eine stabile oder sogar verbesserte Drawdown‑Situation.

Auch der Vermögensstand entwickelt sich ruhig. Große Ausschläge sind selten, die Vermögensdifferenz zum Vorquartal fällt niedrig aus. Anleger profitieren von Kontinuität und geringer Volatilität – ein wesentlicher Unterschied zu Projekt 7.

Hohe Risikopunkte und breite Benchmark‑Überlegenheit

Diese Disziplin zahlt sich aus. In den Risiko‑Kennzahlen erzielt Projekt 8 durchweg hohe Werte. Reichmuth & Co Privatbankiers erreichen im Quartal 200 Punkte, Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH folgt mit 186,6 Punkten. FV Frankfurter Vermögen AG und Schneider, Walter & Kollegen liegen ebenfalls klar vorne.

Das Benchmarkdepot erzielt 100 Quartalspunkte und belegt Rang 18. In der Gesamtwertung kommt es auf 1.500 Punkte, während der Spitzenreiter 1.979 Punkte erreicht. Der Abstand von rund 33 Prozent bleibt moderat und unterstreicht die qualitative Breite des Projekts.

Höchstes Vermögen, kontrollierte Drawdowns

Das Performance‑Projekt 8 ist mit 99 Portfolios das größte Feld. Das aggregierte Vermögen beträgt zum Quartalsende rund 116,1 Mio. Euro, nach 118,6 Mio. Euro im Vorquartal. Der Rückgang von etwa 2,5 Mio. Euro bzw. –2,1 % fällt absolut höher aus, ist jedoch relativ zum großen Projektvolumen weiterhin moderat. Der durchschnittliche maximale Drawdown liegt aktuell bei rund 7,1 % und damit geringfügig unter dem Wert von Projekt 7. Besonders relevant ist der Vergleich zum Vorquartal: Dort lag der Durchschnitt bei rund 2,0 %. Auch hier zeigt sich eine Zunahme der Verluste, jedoch weniger ausgeprägt als in Projekt 7. Der maximale Einzel‑Drawdown liegt bei 23,2 % und bleibt damit unter dem Extremwert von Projekt 7.

Für Anleger ist entscheidend, dass das höhere Vermögen nicht zu unverhältnismäßig hohen Verlusten führt. Projekt 8 trägt Marktrisiken, begrenzt sie aber im Durchschnitt effektiver als Projekt 7.

Performance‑Projekt 9: Kleine Gruppe, hohe Konsequenzen

Performance‑Projekt 9 ist mit 18 Teilnehmern das kleinste Feld. Genau das macht seine Ergebnisse besonders scharf. Die maximalen Drawdowns reichen von sehr niedrigen Werten bis zu ausgeprägten zweistelligen Verlusten. Schon kleine Fehlsteuerungen schlagen unmittelbar durch.

Auch die Vermögensentwicklung polarisiert stark. Einzelne Portfolios legen zu, andere verlieren substanziell. Entsprechend schwankt die Vermögensdifferenz zum Vorquartal deutlich. In keinem anderen Projekt zeigt sich Risiko so unmittelbar im Vermögen.

Punkte reagieren hier ohne Verzögerung

In der Quartalswertung führt die Bank für Tirol und Vorarlberg mit 154,88 Punkten, die Berliner Sparkasse folgt mit 132,41 Punkten. FRÜH & PARTNER Vermögensverwaltung AG und Deka Vermögensmanagement schließen sich an. Das Benchmarkdepot erreicht 100 Punkte und liegt auf Rang 6.

In der Gesamtwertung erzielt der Spitzenreiter 358,66 Punkte, der Benchmark 300 Punkte. Projekt 9 belohnt Disziplin – und sanktioniert Nachlässigkeit sofort.

Kleine Vermögen, kleine Drawdowns – aber hohe Sensitivität

Das Performance‑Projekt 9 umfasst lediglich 18 Portfolios, weist aber dennoch ein aggregiertes Vermögen von rund 94,7 Mio. Euro aus. Im Vorquartal lag das Vermögen bei 95,6 Mio. Euro, sodass sich ein Rückgang von etwa 0,85 Mio. Euro bzw. –0,9 % ergibt. Absolut fällt der Verlust gering aus, relativ bleibt das Projekt stabil. Der durchschnittliche maximale Drawdown beträgt aktuell etwa 5,3 % und ist damit der niedrigste aller Projekte. Auch der maximale Einzel‑Drawdown von 6,7 % bleibt klar unter den Spitzenwerten der anderen Projekte. Im Vorquartal lag der durchschnittliche Drawdown bei lediglich 0,3 %, was allerdings weniger auf stabile Märkte als auf eine kurze rückblickende Betrachtungsperiode hindeutet.

Projekt 9 zeigt damit niedrige absolute Drawdowns – allerdings bei sehr hoher Umschlagshäufigkeit und starker Abhängigkeit von Einzelentscheidungen. Kleine Fehler können hier schnell die gesamte Quartalsbilanz beeinflussen.

Performance‑Projekt 9: Höchster Umschlag pro Portfolio

Noch ausgeprägter fällt die Handelsaktivität im Performance‑Projekt 9 aus, obwohl oder gerade weil das Projekt nur 18 Teilnehmer umfasst. Im Quartal wurden hier 277 Transaktionen gezählt, also sogar mehr als in Projekt 7. Das aggregierte Handelsvolumen beläuft sich auf rund 14,1 Mio. Euro. Damit übertrifft Projekt 9 das Handelsvolumen von Projekt 7 deutlich, obwohl weniger als halb so viele Portfolios beteiligt sind.

Projekt 9 weist damit die höchste Umschlagshäufigkeit pro Portfolio aller vier Projekte auf. Jede einzelne Transaktion hat hier ein höheres Gewicht für Risiko und Vermögen. Fehlentscheidungen wirken sich unmittelbar aus, da es kaum Puffer durch Diversifikation auf Projektebene gibt.

Hohe Volumenkonzentration und gezielte Einzeltitelwetten

Auch in Projekt 9 dominieren wenige volumenstarke Titel das Handelsgeschehen. Der Man Fds – Man Dynamic Income IF (hedged EUR) führt die Liste mit einem Transaktionsvolumen von rund 0,63 Mio. Euro an. Der Fonds wird erneut als taktisches Steuerungsinstrument genutzt und häufig im Quartalsverlauf gedreht. Nahezu gleichauf folgt der SafePort LOICK B.Prod.+B.Ener. mit rund 0,60 Mio. Euro.

Hinzu kommt der Xtrackers II Eurozone Government Bond 5–7 ETF mit gut 0,51 Mio. Euro, der offenbar kurzfristig zur Risikoreduktion eingesetzt wurde. Auffällig ist zudem der hohe Aktienumschlag in Einzeltiteln. Die Realty Income Corp. wurde mit knapp 0,50 Mio. Euro gehandelt, die Daimler Truck Holding AG mit über 0,41 Mio. Euro. Diese Transaktionen zeigen, dass Projekt 9 stärker auf punktuelle Überzeugungen setzt als auf breit gestreute ETF‑Allokationen.

Gesamteinschätzung zu allen Projekten

Der Vergleich aller vier Projekte führt zu einer klaren Erkenntnis. Nicht Rendite bestimmt Rang und Qualität, sondern der Umgang mit Verlusten. Projekt 5 überzeugt mit Stabilität, Projekt 8 mit Disziplin, Projekt 7 mit kalkuliertem Risiko und Projekt 9 mit kompromissloser Transparenz. Anleger erkennen in diesem Quartal, dass der wichtigste Wert eines Portfolios nicht sein Höchststand ist, sondern die Tiefe seines größten Rückschlags – und die Fähigkeit, ihn zu begrenzen.

Einordnung der Handelsintensität

Der Vergleich der Handelsvolumina von Projekt 7 und Projekt 9 verdeutlicht, dass hohe Aktivität kein Qualitätsmerkmal per se ist, sondern ein Verstärker. In Projekt 7 verteilt sich das Volumen auf mehr Portfolios, wodurch Risiken teilweise abgefedert werden. In Projekt 9 wirken dieselben Umschichtungen deutlich härter, weil Konzentration und Volumen pro Entscheidung höher sind.

Die Struktur der gehandelten Titel ist in beiden Projekten ähnlich, doch ihre Wirkung unterscheidet sich fundamental. ETFs und strukturierte Fonds dominieren, ergänzt durch selektive Aktienpositionen. Entscheidend bleibt, ob Umschichtungen rechtzeitig erfolgen und den maximalen Drawdown begrenzen. Genau daran entscheidet sich, ob hohe Handelsaktivität zu Punkten führt oder sie vernichtet.

Performance‑Projekt 5 – Ranking Punkte Quartal (Q1 2026)


RangVermögensverwalterPunkte Quartal
1Volksbank Vorarlberg e. Gen.200,00
2Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH188,74
3Zürcher Kantonalbank Österreich AG181,92
4Berliner Sparkasse – BSK 1818176,88
5Steiermärkische Bank und Sparkassen AG168,47
6antea vermögensverwaltung gmbh166,15
7Berenberg – Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG163,09
8Spiekermann & Co AG158,44
9Hansen & Heinrich AG152,73
10Benchmarkdepot150,00

Performance‑Projekt 5 – Punkte Gesamt (Top 10)


RangVermögensverwalterPunkte Gesamt
1Volksbank Vorarlberg e. Gen.3.806,06
2Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsges. mbH3.745,88
3Zürcher Kantonalbank Österreich AG3.721,31
4Berliner Sparkasse (BSK 1818)3.711,67
5Benchmarkdepot3.700,00
6Steiermärkische Sparkasse3.636,43
7antea vermögensverwaltung gmbh3.628,81
8Berenberg3.628,09
9Spiekermann & Co. AG3.620,85
10Hansen & Heinrich AG3.612,29


Performance‑Projekt 7 – Ranking Punkte Quartal (Q1 2026)


RangVermögensverwalterPunkte Quartal
1FV Frankfurter Vermögen AG199,02
2ICFB GmbH149,38
3Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV)147,37
4A&Q Asset Management GmbH140,66
5BTG Pactual Europe136,86
6M.M. Warburg & CO KGaA116,88
7von der Heydt & Co. AG109,08
8Bankhaus Carl Spängler & Co. AG107,58
9Minveo AG102,14
10Benchmarkdepot100,00


Performance‑Projekt 7 – Ranking Punkte Gesamt (Q1 2026)


RangVermögensverwalterPunkte Gesamt
1BTG Pactual Europe2.602,71
2Neue Bank AG2.265,50
3A&Q Asset Management GmbH2.031,13
4Minveo AG2.030,00
5Bankhaus Carl Spängler & Co. AG1.947,99
6Alpen Privatbank1.902,44
7DGK & Co. Vermögensverwaltung AG1.897,94
8Oberbanscheidt & Cie. VV GmbH1.888,43
9Value Experts VV AG1.887,44
10M.M. Warburg & CO KGaA1.885,98
11Weberbank Actiengesellschaft1.871,59
12Deka Vermögensmanagement GmbH1.857,06
13Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG1.854,79
14Family Office Volksbank Kraichgau1.839,56
15Spiekermann & Co AG1.826,59
16Berliner Sparkasse (BSK 1818)1.821,19
17Volksbank Vorarlberg e. Gen.1.820,55
18von der Heydt & Co. AG1.819,04
19Bethmann Bank AG1.813,66
20DRH Vermögensverwaltung GmbH1.813,09
21LLB (Österreich) AG1.805,70
22Benchmarkdepot1.800,00


Performance‑Projekt 8 – Ranking Punkte Quartal (Q1 2026)


RangVermögensverwalterPunkte Quartal
1Reichmuth & Co Privatbankiers200,00
2Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsges. mbH186,60
3FV Frankfurter Vermögen AG164,39
4Schneider, Walter & Kollegen VV AG163,56
5LLB (Österreich) AG158,94
6PI Privatinvestor KAG GmbH155,61
7Kepler‑Fonds KAG131,11
8Steiermärkische Sparkasse130,98
9FIVV AG128,18
10Plutos Vermögensverwaltung AG127,95
11Geneon Vermögensmanagement AG125,37
12Grohmann & Weinrauter VermögensManagement GmbH124,16
13DJE Kapital AG114,97
14Pax‑Bank112,82
15Alpen Privatbank107,60
16Schelhammer Capital Bank AG102,62
17Nordea Investment Funds100,17
18Benchmarkdepot100,00



Performance‑Projekt 8 – Ranking Punkte Gesamt (Q1 2026)


RangVermögensverwalterPunkte Gesamt
1FRÜH & PARTNER VV AG1.979,21
2Reichmuth & Co Privatbankiers1.924,06
3Dr. Kohlhase VV GmbH1.749,01
4PI Privatinvestor KAG GmbH1.687,66
5Wallrich Asset Management AG1.685,47
6Spiekermann & Co AG1.654,99
7Pax‑Bank1.582,81
8LLB (Österreich) AG1.580,30
9Hansen & Heinrich AG1.547,37
10FV Frankfurter Vermögen AG1.543,51
11Zürcher Kantonalbank Österreich AG1.542,69
12Commerzbank AG – PWM1.536,95
13Alpen Privatbank1.536,58
14Hoerner Bank AG1.517,54
15HSBC Deutschland1.506,79
16VP Bank AG1.502,49
17FIMAX Vermögensberatung GmbH1.500,70
18Benchmarkdepot1.500,00


Performance‑Projekt 9 – Ranking Punkte Quartal (Q1 2026)


RangVermögensverwalterPunkte Quartal
1Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV)154,88
2Berliner Sparkasse – BSK 1818132,41
3FRÜH & PARTNER Vermögensverwaltung AG121,33
4Deka Vermögensmanagement GmbH111,76
5Kaiser Partner Privatbank AG104,29
6Benchmarkdepot100,00


Performance‑Projekt 9 – Punkte Gesamt (Top 10)


RangVermögensverwalterPunkte Gesamt
1Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV)358,66
2Berliner Sparkasse (BSK 1818)317,75
3Benchmarkdepot300,00
4FRÜH & PARTNER VV AG298,86
5Deka Vermögensmanagement GmbH268,47
6Kaiser Partner Privatbank AG246,98
7Neue Bank AG225,30
8FV Volksbank Kraichgau224,11
9LLB AG203,44
10Volksbank Vorarlberg e. Gen.194,17



Quelle: Infront



Das erste Quartal 2026 markiert eine Zäsur im Performance‑Vergleich. Rendite allein reicht nicht mehr aus, um zu überzeugen. Projekt 5 zeigt, wie Ruhe schützt, Projekt 8 beweist, dass Disziplin belohnt wird, Projekt 7 testet die Grenzen aktiver Strategien und Projekt 9 offenbart schonungslos, was fehlende Risikokontrolle kostet. Anleger, die heute bestehen wollen, messen Erfolg nicht an Tempo, sondern am Abstand zum schlimmsten Verlust.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Struktur schlägt Aktion – Lektionen aus Projekt 7

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot) war keine Woche der lauten Entscheidungen, sondern der leisen Wirkungen. Das Benchmarkdepot blieb passiv, nur wenige Vermögensverwalter handelten aktiv – und dennoch entstand eine klare Rangordnung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Diese Woche erzählt viel darüber, wie Struktur, Markt und Risiko zusammenspielen, wenn Aktion zur Nebensache wird.
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 15: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Risiko ohne Aktion: Die stille Woche im Performance‑Projekt 5

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war eine Woche ohne Handelsaktivitäten – und genau deshalb besonders aufschlussreich. Die Vermögensverwalter im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ließen ihre Portfolios unverändert, während die Märkte arbeiteten. Wer genauer hinschaut, erkennt: Gerade in der Ruhephase zeigen sich Struktur, Risikoprofil und Managementstil deutlich. Diese Woche liefert seltene Klarheit darüber, wie Vermögen, Entwicklung und Drawdown wirklich zusammenhängen.
  • Fuchs plus
  • Positive Marktreaktionen auf Waffenstillstandsaussichten im Iran-Krieg: Euro und Anleihen profitieren

Euro holt gegenüber US-Dollar auf

Die Kombination aus stärkerem Euro und niedrigeren Ölpreisen dürfte sich dämpfend auf die Inflation auswirken. Damit kommt die EZB vielleicht an einer Erhöhung des Leitzinses vorbei. Das ist gut für die Konjunktur.
Zum Seitenanfang