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Wochenbericht zu Projekt IX in KW 9: Rendite, Risiko und Handel

Zwei Institute bewegen die Märkte, viele setzen auf Ruhe

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In der neunten Kalenderwoche handelten im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) nur die Berliner Sparkasse und die Weberbank aktiv. Alle anderen Vermögensverwalter einschließlich des Benchmarkdepots blieben passiv. Wie sich die Umschichtungen auf Vermögen, Risiko und Wochenentwicklung auswirkten und welche Titel gehandelt wurden, fasst der Bericht zusammen.

Ruhige Märkte, gezielte Umschichtungen

Die KW 9 brachte im Performance‑Projekt 9 eine klare Zweiteilung hervor: Während die Mehrheit der Vermögensverwalter ihre Portfolios unverändert ließ, nutzten die Berliner Sparkasse und die Weberbank das Marktumfeld aktiv. Beide Institute setzten gezielt Umschichtungen um und bestimmten damit die Handelswoche.

Neun Abschlüsse gab es insgesamt, die sich ausschließlich auf diese beiden Institute verteilen. Das Gesamtvolumen der Woche beträgt 426.306,78 Euro – ein Wert, der die Bedeutung der Transaktionen für das Projekt klar unterstreicht. Die Berliner Sparkasse stärkte ihre defensive Ausrichtung mit dem Kauf eines ultrakurzen Anleihen‑ETFs und einer österreichischen Staatsanleihe und trennte sich parallel von Aktien wie Novo‑Nordisk und American Express. Die Weberbank verkaufte US‑Technologiewerte wie Intuit und Accenture und nutzte das Kapital für Engagements in VINCI und Broadcom. Das und mehr zeigen die exzellenten Daten von Infront

Viele Depots bleiben inaktiv – Stabilität prägt das Bild

Die restlichen Teilnehmer entschieden sich geschlossen gegen Umschichtungen. Zu den passiven Häusern zählten unter anderem die ABN AMRO Bank N.V., die DGK & Co. Vermögensverwaltung AG, die Liechtensteinische Landesbank AG, zahlreiche regionale Häuser sowie das Benchmarkportfolio. Diese breite Passivität betont eine konservative Markteinschätzung, die in KW 9 von geringer Volatilität begleitet wurde.

Trotz völliger Passivität erzielten viele dieser Depots deutliche Wertzuwächse. Das Benchmarkdepot verzeichnete ein Wochenplus von rund 28.000 Euro, während manche konservative Häuser die Benchmark sogar übertrafen. DRH Vermögensverwaltung GmbH gewann 32.901 Euro, die Bank für Tirol und Vorarlberg AG legte 30.465 Euro zu. Damit zeigen die passiven Depots, dass Kontinuität in ruhigen Märkten ebenfalls lohnt.

Gewinner und Verlierer der Woche

Die aktiven Häuser gehörten nicht automatisch zu den Gewinnern. Während die Berliner Sparkasse leicht positiv abschloss, musste die Weberbank 3.965 Euro Verlust hinnehmen – ein Ergebnis, das die Sensibilität aktiver Strategien aufzeigt. Deutlich negativer entwickelte sich die GVS Financial Solutions GmbH, die einen Wochenverlust von 19.575 Euro verbuchte. Diese Schwankungen verdeutlichen, dass aktives Handeln zwar Chancen eröffnet, aber auch kurzfristig belasten kann.

Auf der Gewinnerseite kristallisierten sich die konservativen Häuser heraus, die ohne einen einzigen Trade profitierten. Die breite Stärke der passiven Depots zeigt, dass sich das Marktumfeld in KW 9 vor allem durch ruhige Aufwärtsbewegungen auszeichnete, die keine taktischen Eingriffe erforderten.

Risikoprofile: Drawdown bleibt niedrig

Die Risikokennzahlen fügen sich konsistent in das Wochenbild: Der maximale Drawdown lag beim Großteil der Teilnehmer und beim Benchmark bei 0 %. Diese Tatsache deutet auf stabile Märkte und ausgewogene Portfolios hin. Nur wenige Depots wiesen überhaupt nennenswerte Rückgänge auf. Die risikoseitige Homogenität zeigt, dass KW 9 keine Stressphase darstellte.

Marktschwerpunkte der Handelswoche

Beim Blick auf die gehandelten Titel ergibt sich ein klares Bild: Das höchste Volumen entfiel auf den iShares Ultrashort Bond ESG SRI ETF, gefolgt von der Österreich‑Anleihe, Novo‑Nordisk, American Express, Broadcom, VINCI, Intuit und Accenture. Die Titel wurden jeweils nur einmal gehandelt – typische Favoriten nach Häufigkeit existierten daher nicht. Die Auswahl unterstreicht vielmehr gezielte Einzelmaßnahmen der aktiven Institute.










Quelle: Infront




KW 9 zeigt, dass sich sowohl passive als auch aktive Strategien auszahlen können: Während viele Verwalter ohne eine einzige Transaktion Gewinne erzielten, nutzten zwei Institute Marktchancen – teils erfolgreich, teils mit Verlusten. Das Benchmarkdepot bleibt stabiler Vergleichsmaßstab. Anleger sollten Rendite und Risiko stets gemeinsam betrachten.
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