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Fuchsrichter Logo Zwischen Anspruch und Umsetzung: Value Experts auf dem Weg zur ESG-Exzellenz

Deutlicher Sprung nach vorn: Value Experts erstmals im Nachhaltigkeitsranking

Erstellt mit Canva
Die Value Experts Vermögensverwaltungs AG ist erstmals systematisch im Nachhaltigkeitsranking vertreten und erzielt auf Anhieb 54,2 Punkte sowie das Rating „Novize“. Mit einer neuen nachhaltigen Aktienstrategie, klaren Ausschlusskriterien und einem eigenen ESG-Komitee setzt das Haus Akzente – bleibt aber in vielen Bereichen noch ausbaufähig. Der positive Ausblick unterstreicht das Potenzial für weitere Entwicklung.

Mit dem Jahrgang 2025/26 tritt die Value Experts Vermögensverwaltungs AG erstmals systematisch ins Licht des Nachhaltigkeitsrankings für Private Banking-Anbieter – und markiert damit einen wichtigen Meilenstein in ihrer Unternehmensentwicklung. Mit 54,2 Punkten erhält das Haus das Rating „Novize“ und wird zugleich mit einem positiven Ausblick bewertet. Im Vergleich zu einer vorläufigen Bewertung aus dem Jahr 2022 (41,2 Punkte) bedeutet dies einen deutlichen Fortschritt und ein klares Bekenntnis zu mehr Transparenz und Verantwortung.

Die Positionierung als „Novize“ spiegelt wider, dass sich die Bank am Anfang eines ambitionierten Transformationsprozesses befindet, jedoch bereits erste substanzielle Schritte unternommen hat. Im Wettbewerbsumfeld liegt sie damit im unteren Mittelfeld, hebt sich aber von anderen Neueinsteigern ab.

Nachhaltigkeit als Leitmotiv – aber noch mit Luft nach oben

Im öffentlichen Diskurs um nachhaltige Geldanlage zeigt sich die Führung der Value Experts AG diskussionsfreudig und standhaft zugleich: Trotz zunehmender Kritik an Greenwashing oder regulatorischen Unsicherheiten hält man an der eingeschlagenen Strategie fest und sieht sich durch die Debatte eher bestärkt als verunsichert.

Im Dialog mit den Kunden setzt das Haus auf Offenheit und Direktheit. Dabei differenziert es klar zwischen Anlegern mit echtem Nachhaltigkeitsinteresse und jenen, die lediglich kurzfristigen Trends folgen. Diese Trennschärfe prägt auch die Produktentwicklung sowie den Beratungsprozess.

Neue Strategien, neue Möglichkeiten

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Bank eine nachhaltige Aktienstrategie als SFDR-9-Fonds aufgelegt – ein Schritt, der insbesondere Kunden mit kleineren Vermögen Zugang zu nachhaltiger Einzelaktienexpertise eröffnet hat. Damit erweitert sich das Angebotsspektrum deutlich über klassische Lösungen hinaus.

Für die kommenden Monate plant das Haus ein dezidiertes Reporting für die individuelle Vermögensverwaltung, um Transparenz weiter zu erhöhen und Kunden einen besseren Einblick in die Wirkung ihrer Anlagen zu ermöglichen.

Soziales Engagement trifft ESG-Policy

Das Selbstverständnis der Value Experts AG reicht über reine Finanzprodukte hinaus: So engagiert sich das Unternehmen aktiv in sozialen Projekten, unterstützt Stiftungen sowie Hospizdienste und fördert ehrenamtliches Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl finanziell als auch organisatorisch.

Auch im betrieblichen Alltag werden Umweltaspekte berücksichtigt – etwa durch Förderung klimafreundlicher Mobilität oder ressourcenschonendes Verhalten am Arbeitsplatz. In der Unternehmens-Policy ist fest verankert, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht nur Zielsetzung ist, sondern auch Maßstab für Vergütungspolitik sowie interne Prozesse bildet.

Strukturen für mehr Nachhaltigkeit

Ein eigenes internes ESG-Komitee tagt quartalsweise, trifft Vorentscheidungen bei Produktauswahl und kann Vetos aussprechen – ein klares Signal für institutionalisierte Verantwortung innerhalb des Hauses. Die Komiteemitglieder beschäftigen sich zudem mit Markttrends, Portfolio-Screening sowie interner wie externer Kommunikation rund um ESG-Themen.

Bei der Auswahl von Investments kombiniert das Haus Ausschlusskriterien mit Impact-Ansätzen sowie Best-in-Class-Prinzipien. Kontroverse Geschäftsfelder wie Rüstung oder Atomkraft sind kategorisch ausgeschlossen.

Mitarbeiterschulung als Basis

Alle Beraterinnen und Berater sind umfassend zum Thema Nachhaltigkeit geschult, zweimal jährlich finden Fortbildungen statt – mindestens eine davon in Präsenzform. Fünf ausgewiesene Spezialisten bringen darüber hinaus vertiefte Expertise ein, insbesondere bei aufsichtsrechtlichen Fragestellungen oder komplexen Mandaten.

Die hohe Schulungsquote sorgt dafür, dass alle Kunden Zugang zu nachhaltigen Anlagelösungen erhalten können – unabhängig vom Standort oder individuellen Ansprechpartner.

Investmentprozess und Produktpalette

Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Investmentprozesses, vor jeder Titelselektion erfolgt eine Pflichtprüfung anhand definierter Kriterien. Anpassungen an regulatorische Vorgaben wie die ESMA-Namensleitlinie wurden übernommen, größere Veränderungen waren aufgrund bereits strenger Standards nicht erforderlich.

Das Mindestanlagevolumen für individuelle nachhaltige Vermögensverwaltung liegt bei 250.000 Euro. Dank des neuen Fondsangebots können jedoch auch kleinere Beträge nachhaltig investiert werden. Auf Einzeltitelbasis ist dies ab 250.000 Euro möglich. Die Produktpalette umfasst neben dem eigenen Fonds eine breite Auswahl an nachhaltigen Lösungen in allen gängigen Risikoklassen, Investitionen in KMUs sind derzeit allerdings nicht vorgesehen.

Kostenstruktur und Reporting

Für Kunden entstehen durch nachhaltige Beratung keine zusätzlichen Kosten, wohl aber trägt das Unternehmen selbst erhöhte Aufwendungen für Datenbeschaffung oder Analyseprozesse – ein Bekenntnis zur Qualitätssicherung ohne Mehrbelastung für den Anleger.

Ein eigenständiges öffentliches Nachhaltigkeitsreporting existiert bislang nicht, stattdessen verweist man auf Tätigkeitsberichte des Fonds sowie interne Dokumentationen. Hier besteht Nachholbedarf gegenüber führenden Wettbewerbern.

Beratungspraxis und Kundenerwartung

Seit August 2022 frägt die Bank ihre Kunden verpflichtend nach deren Präferenz hinsichtlich nachhaltiger Anlageformen. Bislang äußerten nur sieben Prozent explizit den Wunsch nach zumindest teilweise nachhaltigen Portfolios – ein Wert unter Branchendurchschnitt, der jedoch auch auf ehrliche Kommunikation zurückzuführen sein dürfte.

Alle Portfolios werden grundsätzlich nach Nachhaltigkeitskriterien gemanagt, lediglich die Ausprägungsstufe variiert je nach Mandatstypus oder individueller Vereinbarung mit dem Kunden. Die Integration von ESG-Kriterien erfolgt dabei konsequent entlang internationaler Standards wie UN SDG oder EU-Taxonomie. Atomkraft und Gas sind beispielsweise vollständig ausgeschlossen.

Vergleich zum Wettbewerb

Im aktuellen Ranking positioniert sich Value Experts im unteren Mittelfeld deutscher Anbieter – deutlich hinter Großmeistern, aber vor anderen Neueinsteigern beziehungsweise Häusern ohne systematische Bewertung aus den Vorjahren. Der positive Ausblick („Upgrade“) signalisiert weiteres Entwicklungspotenzial. Insbesondere beim Ausbau von Reportingstrukturen sowie bei der Individualisierung von Beratungsleistungen könnten künftig Akzente gesetzt werden.

Mit ihrem ersten systematischen Auftritt im Nachhaltigkeitsranking gelingt der Value Experts Vermögensverwaltungs AG ein beachtlicher Einstieg: Das Haus überzeugt durch klare Prinzipien, institutionalisierte Strukturen und soziales Engagement jenseits reiner Finanzprodukte. Dennoch bleibt Luft nach oben – insbesondere bei Transparenzstandards sowie individueller Ansprache anspruchsvoller Kundengruppen. Der positive Ausblick bestätigt jedoch: Die Weichen für weiteren Fortschritt sind gestellt.

 

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