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Fürst Fugger Privatbank KG: Offene Entscheidung

Die Fürst Fugger Privatbank schafft es zunächst uns mit der Analyse unseres Bestandsdepots für sich einzunehmen. Doch was danach kommt, schreckt teilweise ab.

Fürst Fugger Privatbank KG Rathenauplatz 2, 90489 Nürnberg
www.fuggerbank.de

Die Fürst Fugger liefert dem Kunden kein Beratungsprotokoll. Sie punktet aber mit einer gesonderten Auswertung zu unserem bestehenden Depot. Unsere Entscheidungen damals waren gut, heißt es, das Depot habe sich prima entwickelt. Auch die Mehrzahl der Fonds seien in Ordnung. Allerdings mache die Niedrigzinsphase wenig Hoffnung auf guten Ertrag. Wahrscheinlich werde nach Kosten kein Ertrag möglich sein, denn die Rendite im Portfolio liegt gerade mal bei 1,5% - hinzu komme das Zinsänderungsrisiko. Daher sei es richtig und wichtig, die Strategie neu zu überdenken und eine neue Art der Anlage zu wählen.

Gut zusammengefasst

Weniger individuell wirkt der Anlagevorschlag, den wir schon während des Gesprächs erhalten. Eine Standardpräsentation in der fünf Strategien präsentiert sind – gedruckt auf dünnem Papier, es riecht nach Sparvariante.

Zwei Strategien könnten passen

Zwei Strategien könnten zu uns passen, so die Nachricht im Nachgang der Beratung: die Defensive Strategie beinhaltet 76% Renten, 7% Liquidität, 5% Edelmetalle, 12% Aktien. Die Variante Defensiv Plus bietet 50% Renten, 10% Liquidität, 5% Edelmetalle, 35% Aktien. Im Marktvergleich wirkt die Art der Präsentation wenig professionell, sondern eher handgestrickt. Hier zeigen andere Häuser mehr Güte. Der Stresstest fehlt für einen Vorschlag, daher erhalten wir diesen gesondert für das Defensiv Plus Depot. Wir können in verschiedenen Darstellungen sehen, wie sich das Depot in schwierigen Marktphasen verhalten hätte. Elf Einzelereignisse der letzten Jahre, von der Ölkrise 1973 bis zur Griechenlandkrise 2011, sehen wir da. Allerdings bleibt unklar, wie lange die jeweilige Phase dauert. Und ob der Stresstest nur auf Vermögensklassen-Basis läuft oder konkret unser Portfolio abbildet, wissen wir auch nicht. Als größter Verlust werden 6 % beim Defensiv- und knapp 16 % beim Defensiv plus-Portfolio angegeben. Das Honorar soll 1,0 % zuzüglich Umsatzsteuer betragen.

Fazit Vermögensstrategie: Fürst Fugger ist klar in der Analyse unseres bestehenden Depots. Beim eigentlichen Vorschlag fehlt jedoch die individuelle Note und auch beim Stresstest sind wir nicht überzeugt. Offensichtlich fehlt auch die ausreichende Evaluation; denn sonst wäre klarer, welche der beiden Varianten wirklich die richtige für den Kunden ist oder welcher der Weg zur Entscheidung ist.

Fazit Portfolioqualität: Nicht Fisch, nicht Fleisch, eben Durchschnitt ist das Portfolio der Fürst Fugger Privatbank in der Analyse von Quanvest. Während der maximale Verlust überzeugt, reagiert das Depot zu sensibel auf steigende Zinsen und produziert Verluste.

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