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Im deutschen Markt ist wieder Leben

© Pixabay
Im deutschen Markt ist wieder Leben, die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz sieht Licht im Tunnel. Nach Jahren der qualitativen Stagnation und der intensiven Befassung mit regulatorischen Vorgaben, scheint der Kunde wieder stärker ins Blickfeld der hiesigen Anbieter zu rücken.

Die Leistungen der Anbieter aus Deutschland können sich im Marktvergleich sehen lassen. Nicht nur, dass mit der Weberbank (wieder einmal) ein kleinere Privatbank die Konkurrenz zurückgelassen hat; es handelt sich zudem diesmal um ein Institut, das unter den Fittichen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse steht.

Erfreulich ist darüber hinaus, dass mit dem Gesamtsieg im Wettbewerb – der letzte eines deutschen Instituts liegt inzwischen 10 Jahre zurück – noch lange nicht Schluss ist. 7 von 16 Beauty Contest Teilnehmen kamen diesmal aus deutschen Landen. Drei Anbieter – außer der Weberbank noch die HSBC (ehemals Trinkaus & Burkhardt) und die BW-Bank – konnten sich mit sehr gut im Top-Segment festsetzen. Und auch im nächsten Qualitätscluster sind unter den mit gut benoteten Häusern mehrere deutsche Anbieter HRK LUNIS, ein Vermögensverwalter, ODDO BHF, Hauck Aufhäuser Lampe sowie, bereits etwas abgeschlagen, die Commerzbank.

Passable Leistungen im oberen Mittelfeld

Selbst auf den nachfolgenden Rängen folgen passable Leistungen: etwa der Oberbank München, von M.M. Warburg, der Hamburger Sparkasse und Berenberg. Es reicht nicht hin, um für diese Häuser eine Empfehlung auszusprechen. Zum Teil liegt dies aber an „unvollständigen“ Erfahrungen; so hat M.M. Warburg den Beauty Contest verpasst, Berenberg wollte den Kunden in ein ellenlanges Evaluationsverfahren einbinden, bevor ein Anlagevorschlag erstellt werden konnte.

Die Ewige Bestenliste: Spiegel mäßiger Leistungen

Der über Jahre hinweg trübe Eindruck, den der deutschen Private Banking Markt hinterließ, spiegelt sich in der ewigen Bestenliste. Auch hier hat die Weberbank die Nase vorn, ist im Gesamtklassement allerdings erst auf Rang 7. Auf 9 folgen Hauck Aufhäuser Lampe, auf 17 ODDO BHF als die Nummer 3 in der Ewigen Bestenliste Deutschland.

Am dichtesten vertreten sind die deutschen Häuser hier im Mittelfeld, was auch mit Mittelmaß auf die längere Sicht gleichzusetzen ist. Das kann nur wieder besser werden. Nicht mehr in der Ewigen Bestenliste vertreten sind die Bethmann Bank, alias ABN Amro und Merck Finck, jetzt eine Quintet Niederlassung, sowie HSBC Deutschland. Alle drei haben jüngst ihre Banklizenzen zurückgegeben und damit endgültig die Eigenständigkeit verloren. Auch wenn der alte Geist nach eigenem Bekunden weiterlebt, der Name fortgeführt wird – um der Systematik willen haben wir hier einen Schnitt vollzogen.

Nachhaltigkeit: Deutsche Anbieter noch nicht Spitze

Schaut man auf das Megathema Nachhaltigkeit, das inzwischen zum Pflichtprogramm der Banken gehört, laufen auch hier die deutschen Anbieter dem Spitzensegment hinterher. Vorne sind hier Banken aus der Schweiz und Liechtenstein. Mit Berenberg und Feri sind dann allerdings zwei Kandidaten aus dem deutschen Markt auf dem Sprung zum Großmeister (siehe auch das Rating der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz «Wer kann nachhaltig im Private Banking 2023»).

Fazit: Noch ist nicht ausgemacht, dass der diesjährige Test Auftakt zu einer Qualitäts-Aufholjagd der deutschen Anbieter ist. Aber es wäre wünschenswert. Die Zeit der Selbstbefassung hat lange genug angedauert. Der Kunde verdient wieder mehr Aufmerksamkeit.
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