Die Alpen Privatbank investiert mit ruhiger Hand und nachhaltigem Blick. Ihr Ansatz wirkt solide, der Prozess nachvollziehbar – doch der letzte Funke an aktiver Fondsüberzeugung fehlt. Wie viel Substanz steckt in der Strategie? Die Jury hat genau hingeschaut.
Von der Marktsicht bis zur Allokation: Julius Bär liefert ein überzeugendes Bild seiner Investmentphilosophie. Die Jury zeigt sich beeindruckt von Struktur und Tiefe – trotz Schwächen in der Darstellung.
Klare Linie, starke Haltung: Das Bankhaus Carl Spängler überzeugt im Beauty Contest mit stringenter Story, hoher Kundenorientierung und souveräner Präsentation. Die Jury zeigt sich beeindruckt.
Vier Institute erhalten im Markttest TOPS 2026 die Bronzemedaille: Bank Julius Bär Deutschland AG, Merck Finck Quintet Private Bank, B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG und Lombard Odier Darier Hentsch & Cie. Sie erreichen 60 bis 79 Prozent der Benchmark und überzeugen mit solider Leistung, bleiben jedoch klar hinter Gold und Silber zurück. Wo ihre Stärken liegen und worauf Anleger achten sollten, zeigt unser detaillierter Vergleich.
Die Fisher Investments GmbH ist Teil der globalen Fisher-Unternehmensgruppe, die seit 1979 Vermögensverwaltung anbietet. Mit maßgeschneiderten Anlagestrategien betreut sie weltweit über 190.000 Kunden und ein Vermögen von 308 Mrd. Euro (Stand: 30.09.2023).
Die Neue Bank präsentierte ambitionierte Inhalte, ließ aber Struktur, Klarheit und Überzeugungskraft vermissen. ESG war stark, das Storytelling schwach. Die Jury zeigte sich ernüchtert: solide Anlagegrundlagen, aber eine Präsentation, die weder mitreißt noch stringent überzeugt. Was Anleger daraus lernen können.
Metzler zeigt Haltung – doch die Prinzipien stehen dem Glanz im Weg. Drei Experten liefern eine geordnete Präsentation, bleiben aber farblos. Warum die Jury den Auftritt als solide, aber wenig erinnerungswürdig bewertet.
FUCHS-Professional
Private-Banking-Präsentation: Warum Kundenansprache alles ist
Ein starkes Team, eine lange Präsentation – doch am Ende überzeugt Merck Finck die Jury nicht. Warum ein kundenzentrierter Auftritt mehr braucht als Fachjargon, ESG-Label und prominente Partner.
Liechtenstein bietet Anlegern nur wenige Adressen – doch diese überzeugen mit hoher Qualität. Diskrete Kompetenz, solide Anlagevorschläge und erstklassige Transparenz machen den kleinen Finanzplatz zur Top-Adresse für anspruchsvolle Kunden. Wer hier investiert, trifft auf exklusive Beratung und verlässliche Strukturen.
Die Schweiz bleibt ein Schwergewicht im Private Banking. Einzelne Häuser überzeugen mit exzellenten Anlagevorschlägen, doch der breite Markt offenbart Schwächen – besonders bei der Transparenz. Für Anleger gilt daher: Vertrauen ist gut, Vergleich ist besser. Wer auf Qualität setzt, sollte genau hinsehen und die Auswertung nutzen.
Das Bankhaus Ellwanger & Geiger AG zählt seit seiner Gründung im Jahr 1912 zu den traditionsreichsten unabhängigen Privatbanken in Deutschland. Mit rund 120 Mitarbeitern bietet das Haus nach eigenen Worten „maßgeschneiderte Lösungen“ in der Vermögensverwaltung mit mehrfach ausgezeichneter Beratungsqualität.
Österreichs Vermögensverwalter bieten Anlegern eine kleine, aber feine Auswahl. Die Alpen Privatbank setzt mit ihrem exzellenten Anlagevorschlag den Maßstab – ein klares Signal für Qualität in der Nische. Auch bei der Transparenz überzeugt die Spitze, doch das Mittelfeld bleibt dünn und es gibt Ausreißer nach unten. Wer auf Qualität setzt, sollte genau hinschauen.
FUCHS-Professional
Private-Banking-Präsentation: Wenn die Bank nur eine Stimme hat
Eine erfahrene Portfoliomanagerin tritt allein vor die Jury – kompetent, souverän, aber ohne sichtbares Team. Ihre Präsentation überzeugt durch Klarheit, nicht durch Emotion. Was steckt hinter diesem Auftritt? Und wie viel Bank zeigt sich wirklich? Ein Auftritt, der Fragen offenlässt – trotz starker Stimme.
Transparenz in Deutschland: Viele Anbieter, große Unterschiede
Deutschland punktet mit einer breiten Private-Banking-Landschaft – doch bei der Transparenz zeigen sich deutliche Unterschiede. Während einige Institute wie Weberbank, Bethmann und HAL als Leuchttürme glänzen, fällt der Median deutlich ab. Ein großer Teil der Häuser bleibt kritisch oder sogar unzureichend – Transparenzlücken sind offensichtlich.
Österreichs Private-Banking-Szene ist klein, aber beeindruckend konstant: Zehn Institute schaffen es in die Ewige Bestenliste – alle mit mindestens sechs TOPS-Ergebnissen aus zwölf Jahren. Das Bankhaus Carl Spängler führt mit dem höchsten Score im gesamten Ranking. Die konzentrierte Qualität zeigt: In Österreich finden Kunden wenige, aber exzellente Anbieter mit stabiler Performance.
Die Neue Bank AG in Vaduz verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Anstieg der Kundengelder auf CHF 1,13 Mrd. und einen Geschäftsertrag von CHF 17,5 Mio. Mit einem betreuten Kundenvermögen von CHF 6,42 Mrd. setzt die Privatbank auf individuelle Beratung und nachhaltige Vermögensverwaltung – und zählt sich damit zu den führenden Instituten in Liechtenstein.
Bestenliste (basierend auf dem Fuchs-Richter Score):
Deutschland dominiert die Ewige Bestenliste im Private Banking: 20 Institute erfüllen die Top-Kriterien der letzten zwölf Jahre. Angeführt von Weberbank, Hauck Aufhäuser Lampe und ODDO BHF zeigt der Markt hohe Qualität – aber auch deutliche Unterschiede. Während einige Häuser konstant überzeugen, landen andere im unteren Drittel. Für anspruchsvolle Kunden lohnt sich der genaue Blick auf die Bestenliste!
FUCHS-Professional
LGT Deutschland überzeugt mit Kundennähe und Konzept
Die Hamburger Niederlassung der LGT inszeniert ihren Auftritt als dynamischen Dreiklang: klar strukturiert, kundenzentriert und sprachlich auf den Punkt. Lesen Sie, was die Jury überzeugt – und wo sie kritisch nachhakt.
Liechtenstein zeigt im Beratungsgespräch ein solides Bild. Die Institute liegen im oberen Drittel des Gesamtrankings, ohne jedoch die internationale Spitze zu erreichen. Der qualitative Score bleibt hinter den Erwartungen zurück – trotz guter Einzelbewertungen.
Die Schweiz glänzt im Beratungsgespräch mit drei Instituten in der internationalen Spitzengruppe. Doch darunter wird es durchwachsen. Der qualitative Score zeigt: Die Elite ist stark – die Breite verliert an Klarheit.
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