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Fuchsrichter Logo Südwestbank AG | TOPs 2017 - Vermögensstrategie & Portfolioqualität

Südwestbank AG: Faden verloren

Die Südwestbank steigt mit einem klugen Gedanken in den Anlagevorschlag ein, verliert danach aber ein wenig den Faden. Auch die Ziele des Kunden bleiben nicht durchgehend im Blick. Doch es gibt noch einen erfreulichen Aspekt.

Südwestbank AG Rotebühlstr. 125, D-70178 Stuttgart
www.suedwestbank.de

Ein guter Einstieg: Die Südwestbank erkennt, dass die Veräußerung der bestehenden Fonds erhebliche Steuern auslösen wird, da wir ja Gewinne realisieren. Daher bietet sie an, dass gegebenenfalls nur die Aktienquote von der Bank im Vermögensverwaltungsmandat gemanagt wird und der Rest in den Fonds verbleibt. Wir reduzieren damit die Steuerlast. Ein kluger Gedanke – wenn die Qualität der Fonds ausreichend berücksichtigt wird. Natürlich übernimmt die Bank auch das Gesamtmandat und präsentiert daher sehr ausführlich ihren Vorschlag. 4,33% muss die Brutto-Rendite betragen, damit wir unsere 2% nach Steuern und Kosten erhalten. Da die Südwestbank die Aktienrenditen mit 6,5% ansetzt und die Anleihen mit recht ambitionierten 2,0%, kommt sie auf eine Aktienquote von 52,6%. Das ist logisch und konsequent hergeleitet. Wir sehen dann im Rentenbereich Nachranganleihen, Unternehmensanleihen und Wandelanleihen mit Laufzeiten bis ins Jahr 2022. Damit ist die gewünschte Anleiherendite nicht unrealistisch, aber auch mit Schwankungsrisiken verbunden. Das Aktienmandat wird mit dem hauseigenen Südwestbank-Fonds abgebildet. Was da genau drin ist, sehen wir im Vorschlag nicht. Hinzu kommen 2% Gold.
Wertungsübersicht
Beratungs­gesprächVermögens­strategiePortfolio­qualitätTransparenzGesamt
35,5
12,8
5,0
12,3
68,1

max. 45 Punkte

max. 30 Punktemax. 9 Punktemax. 16 Punktevon 100

Ausführliche Beschäftigung mit Risiken

Ausführlich beschäftigt sich die Bank mit den Risiken. Vier historische Krisen wie die Immobilienblase in 2007/08 und die Chinakrise in 2015 werden analysiert und der maximale Verlust aufgezeigt. 21% Verlust sahen wir in 2008. Den maximalen Verlust in den letzten 7 Jahren gibt die Südwestbank mit 22% an. Damit ist unser Risikoziel aber nicht im Blick, denn wir wollen ja maximal 15%. Somit verliert der Vorschlag deutlich an Überzeugungskraft. Die Bank erläutert, dass sie im Aktienbereich Absicherungsinstrumente einsetzt, doch ob uns damit geholfen werden kann, wird nicht ersichtlich. So bleibt der Eindruck, dass die Bank es nicht schafft, treffsicher ein Portfolio mit unseren Rendite- und Risikozielen zusammenzustellen. Schade. Auch sehen wir keine fundierte Analyse unseres bestehenden Depots. Das Honorar soll sich auf 1% zzgl. MwSt. belaufen. Die Rückvergütungen, die die Südwestbank von den Produktherstellern erhält, werden im Quartalsbericht mitgeteilt, aber – so lesen wir den Vorschlag – nicht an den Kunden ausgeschüttet. Alternativ können wir auch eine erfolgsabhängige Vergütung erhalten.

Fazit Vermögensstrategie: In der Summe sehen wir dieses Jahr nicht die gute Leistung des Vorjahres, sondern einen mittelmäßigen Durchschnittsvorschlag, der zwar in Teilen individuell, aber ohne Klasse und nicht treffsicher auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Offensichtlich gelingt es der Bank noch nicht, das vorhandene Potenzial konstant und punktgenau in Top-Leistungen umzuwandeln.

Fazit Portfolioqualität: Hier macht die Südwestbank noch einmal bella figura. Die Anfälligkeit des Depots für einen Zinsschock ist laut Quanvest nicht sehr ausgeprägt – das hat sich der Kunde gewünscht. Die erwartbare Rendite stellt zufrieden und der maximale Verlust ist relativ unkritisch.

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