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Weberbank Aktiengesellschaft: Mit einem Sahnehäubchen

Die Weberbank denkt sich gut in das Kundendepot hinein und nimmt es gründlich auseinander. Gründlich ist die Arbeit auch über weite Strecken im Anlagevorschlag. Aber hier und da führt die Weberbank den Kunden in eine gedankliche Sackgasse.

Weberbank Actiengesellschaft Hohenzollerndamm 134, D-14199 Berlin
www.weberbank.de

Die Weberbank protokolliert die Anlageberatung auf einem Formularblatt über mehrere Seiten. Leider finden wir da keine konkreten Angaben zu unseren Renditezielen, sondern nur die vom Gesetzgeber vorgesehenen Kategorien wie “konservativ” – das sind wir – oder “ausgewogen” – das sind wir nicht. Die Angaben finden wir dann später im konkreten Anlagekonzept wieder. Dort ist als unsere Zielvorstellung 2% Rendite nach Kosten vermerkt, gewünscht war die Zahl jedoch nach Kosten und Steuern. Der Vorschlag der Weberbank beinhaltet zunächst unsere bisherigen Fonds und analysiert: 50% der Anleihen unterliegen Fremdwährungsrisiken. Diese Aussage ist aber nicht korrekt. Denn die Detailanalysen der internationalen Rentenfonds zeigen, dass auch diese große Teile in Euro angelegt haben. Richtig ist aber, dass die Fremdwährungsrisiken hoch sind. Wir erhalten eine schöne Übersicht über die Kosten und Ausschüttungen der Fonds und die Botschaft ist: Derzeit sind alleine an Kosten 0,97% p.a. für die Fonds zu zahlen. Das ist gut herausgearbeitet!

Annäherung an den Zielkorridor

Die Weberbank nähert sich dann unserem Zielkorridor. Wir werden jedoch durch unterschiedliche Angaben verwirrt. Die Bank spricht zunächst von einer Zielrendite von 2% nach Kosten v o r Steuern. Dann sehen wir eine weitere Aufstellung. Hier geht es um 2% nach Kosten und Steuern. Dazu sind 4,07% Bruttorendite nötig. Wenn wir 2% nach Kosten haben wollen, sind Aktien zu integrieren. Am Ende wird uns diese Variante präsentiert: Vermögensverwaltung “konservativ” mit 30% Aktien, 70% Renten. Konkret sieht das so aus: Liquidität 3%, Anleihen 43%, Rentenfonds Europa 7%, Rentenfonds Randmärkte 1%, Aktien Europa 22%, Aktienfonds USA 4%, Aktienfonds Randmärkte 3%.
Wertungsübersicht
Beratungs­gesprächVermögens­strategiePortfolio­qualitätTransparenzGesamt
35,5
19,5
4,5
10,6
70,2

max. 45 Punkte

max. 30 Punktemax. 9 Punktemax. 16 Punktevon 100

Zinsschock-Test gemacht

Als einer von wenigen Banken sehen wir bei der Weberbank einen “Zinsschock”-Test als Sahnehäubchen der Analyse. Was passiert, wenn der Rentenmarkt um 10% einbricht? 9,65% Verlust müssten wir hinnehmen. Wir bekommen so ein Gefühl von den Zinsrisiken im Portfolio. Wenn Aktien um 27% einbrechen, kommen wir auf einen ähnlichen Verlust. Und wenn gleichzeitig Aktien um 17% und Renten um 5% einbrechen, erleiden wir einen vergleichbar hohen Verlust. Warum die Hälfte des Rentenmarktverlustes in der Kumulation als Berechnungsbasis angenommen werden, erschließt sich uns allerdings nicht. Immerhin sehen wir, dass wir bei diesen Konstellationen immer mit einem Verlust von ca. 10% rechnen müssen. Das Ganze soll 1,07% inkl. MwSt. = 0,90% ohne MwSt. kosten. Kickbacks werden einbehalten und auf Wunsch offengelegt. Wir erfahren aber diesbezüglich nichts Konkretes zu unserem Depot.

Fazit Vermögensstrategie: Die Weberbank liefert dem Kunden einen gut zu lesenden Vorschlag, der auf dessen Renditevorgaben fokussiert. Wir erhalten eine ausführliche Depotanalyse, doch nicht immer sind die Aussagen treffsicher und manchmal fehlt es an Transparenz. Inhalt und Präsentationsform liegen im Marktvergleich vorne, wenn auch nicht im Spitzenbereich.

Fazit Portfolioqualität: Keineswegs Spitze ist die Portfolioqualität. Quanvest zeigt in der Analyse eine hohe Zinssteigerungsanfälligkeit auf, auch der maximale Verlust ist nicht zufriedenstellend, dagegen die erwartbare Rendite schon.

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