Mit Liebe zum Detail, Sorgfalt und Kompetenz
Bereits 2004 hat die Weberbank eine eigenständige Organisationseinheit mit Schwerpunkt Stiftungen, kirchliche Organisationen und die Freie Wohlfahrtspflege geschaffen. Zu ihren Kunden zählen zahlreiche Kirchenkreisverbände mit angeschlossenen Pfarrämtern, die vielfältige Projekte seelsorgerischer Art, aber auch finanzielle Hilfeleistungen für bedürftige Menschen unterstützen. Durch die Premium-Partnerschaften mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge könne sie Veränderungen im Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht jederzeit umsetzen.
Anlagekonzept
Nach eingehender Prüfung des vorhandenen Portfolios der Stiftung – damit befassen sich viel zu wenige Vermögensverwalter, die sich an der Ausschreibung beteiligen – kommt die Weberbank zu der Überzeugung, dass der größte Teil der Wertpapiere veräußert werden sollte. Der Grund: Einige Papiere widersprechen dem Wunsch der Stiftung nach Verständlichkeit der Anlagevehikel und bergen ein deutlich erhöhtes Risiko durch die teilweise geringe Qualität. Die Bank empfiehlt, den Aktienanteil in Höhe von 40 Prozent komplett zu nutzen und in Einzeltitel mit hoher Dividende zu investieren. Das Rentenportfolio besteht ebenfalls ausschließlich aus Einzelpapieren, die durch ihre Zinszahlungen für einen Zufluss an ordentlichen Erträgen sorgen. Bei 2,5 Prozent Inflation, 0,6 Prozent Kosten und 2,0 Prozent Ausschüttungen seien 5,10 Prozent Rendite erforderlich. Die kann die Weberbank mit ihrem Vorschlag überbieten:
Vor dem Hintergrund der langfristigen Ertragserwartungen – 4 Prozent p.a. bei Renten und 7,5 Prozent p.a. bei Aktienanlagen – errechnet die Bank bei der vorgeschlagenen Asset-Allokation eine Renditeerwartung in Höhe von 5,40 Prozent p.a. Damit ist auch der Kapitalerhalt gesichert. Die selektierten Unternehmen des Anlagevorschlages haben einen ca. 56 Prozent geringeren CO2-Ausstoß im Verhältnis zur Benchmark. Dank der erwarteten ordentlichen Erträge – 2,55 Prozent aus der Renten- und 3,05 Prozent aus der Aktienseite – können etwa 82.000 Euro vor und rund 64.000 Euro nach Kosten erzielt werden. Mit einer Managementpauschale in Höhe von 0,5 Prozent – inklusive Mehrwertsteuer von 0,6 Prozent – präsentiert die Weberbank sehr günstige Konditionen. In der Anlage offeriert die Weberbank das Grundgerüst für eine moderne Anlagerichtlinie für die Stiftung. Positiv fällt beim dem Vorschlag der Weberbank auf, dass sie alle Erläuterungen laienverständlich verfasst.
Beauty Contest – die mündliche Verteidigung des Anlagekonzepts
Insgesamt fällt das Urteil der Jury aus Stiftungsvertretern und FUCHS | RICHTER Prüfinstanz gemischt aus: Das Konzept der Weberbank zeigt Stärken in Sachen Nachhaltigkeit und Anpassung an Megatrends, doch die Fachjury hinterfragt die Performance und Risikosteuerung. Die Stärken in der persönlichen Betreuung und Kostenstruktur werden positiv vermerkt.
Investmentkompetenz
Die Fachjury würdigte die persönliche Betreuung und das Stiftungsmanagement der Vermögensverwalter, bemängelte jedoch die Tendenz, Markttrends hinterherzulaufen und einen eher konservativen Ansatz zu verfolgen. Die Performance in den schwierigen Jahren 2022 und 2023 wurde als Herausforderung beschrieben. Dabei wurden Rückgänge im Portfolio thematisiert und offengelegt - das ist ehrlich und transparent. Zudem wurde die Konzentration auf nordamerikanische und europäische Werte begründet, obwohl auch asiatische Märkte und Japan in Betracht gezogen werden. In der quantitativen Portfolioauswertung des Depots für die Stiftung und eines Echtdepots sind die Ergebnisse durchwachsen.
Transparenz
An Transparenz lässt es die Weberbank nicht fehlen. Sie betreut seit 2003 Stiftungen, mittlerweile insgesamt 320 mit einem Vermögensvolumen von 1,33 Mrd. Euro. 11 Stiftungsbetreuer übernehmen diese Aufgabe im Haus, die im Schnitt seit zehn Jahren bei der Weberbank beschäftigt sind. Zur Sicherung des Know-how-Transfers wurde eine eigene Abteilung Qualitäts- & Prozessmanagement gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die Verarbeitung und Auswertung der bankweiten Erfolge dauerhaft zu konservieren. „Dieses Thema nehmen wir sehr ernst. Überleitungs- und Übergabeprozesse von Informationen werden von der Führungskraft eng begleitet. In regelmäßigen Einzel- und Teamgesprächen gibt es Raum auf Abteilungsebene für Best Practice Austausch“, heißt es dazu.
Stiftungsservice
Das Serviceangebot ist ebenfalls umfassend. Organisatorische und personelle Unterstützung gibt es da, wo Stiftungen dies nachfragen. Dazu gehört das „Finanzsekretariat“: ein Stiftungsoffice zur Entlastung bei administrativen Tätigkeiten. Unselbstständige Stiftungen können sich unter dem Dach der Weberbank-Stiftung sammeln. Außerdem bietet die Weberbank die „passgenaue“ Vernetzung von vermögenden Privatkunden und Stiftungen zur Spendengenerierung und hält ein Kompetenzzentrum für Immobilien vor.
Fazit: Die Weberbank bezeugt einmal mehr ihre Klasse im Wealth Management und hier im Sektor Stiftungen. Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und Top-Qualität in allen Prozessen bieten eine starke Basis für eine gute Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Bank.
Lesen Sie weitere Berichte in den Rating-News der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz zum Stiftungsmanagement.