Oddo BHF AG im Beauty Contest Stiftungsvermögen 2017
Oddo BHF: Sportlich für Stiftung unterwegs
Zehn Anbieter hatten sich mit ihren Anlagevorschlägen für die Endauswahl qualifiziert. Vor Vertretern des Stiftungsvorstands- und Kuratoriums, der Private Banking Prüfinstanz und PSP sollten sie ihre Angebote erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen. Oddo BHF ragt dabei heraus. Und verlangt doch etwas Wesentliches vom Kunden.
ODDO BHF AktiengesellschaftBockenheimer Landstraße 10, 60323 Frankfurt am Main www.bhf-bank.com
An zwei Tagen hatten die Vertreter jeweils 45 Minuten Zeit für ihre Ausführungen. 15 Minuten sollten dabei für die Beantwortung von Nachfragen zur Verfügung stehen. Ein straffer Zeitplan, der eine genaue Abstimmung erforderte, welcher Redner zu welchem Aspekt wie lange Stellung nimmt. Gewünscht waren eine geschlossene Teamleistung, gutes Zeitmanagement und eine stimmige Argumentation.
WERTUNGSÜBERSICHT
Anlage-vorschlag
Portfolio-qualität
Transpa- renz
Service-angebot
Beauty Contest
Gesamt
41,3
4,1
10,5
2,0
19,0
76,8
max. 45 Punkte
max. 15 Punkte
max. 15 Punkte
max. 5 Punkte
max. 20 Punkte
von 100 mögl. Punkten
Kundenbetreuer, Stiftungsexpertin und Portfoliomanager überzeugten mit einem strukturierten Vortrag, der auf einer Tischvorlage für die Anwesenden aufbaute, die sich auf die zentralen Punkte des Angebots konzentrierte. Der Vortrag machte deutlich, wie die BHF durch aktives Portfoliomanagement die Risiken auf den Märkten managen will: durch laufende Steuerung der Anteile der Anlageklassen, ohne starre Wertuntergrenze bei der verkauft werden muss und durch eigene Prüfung der empfohlenen Unternehmen.
Lediglich rund 10% des Vermögens möchte die Bank in Fonds allokieren. Die Bank beschränkt sich im Wesentlichen auf Aktien, Renten und Liquidität und mischt einen Katastrophenbondfonds bei. Der Aktienanteil im Umsetzungsvorschlag liegt bei 40% und maximal immerhin 50%. Damit zählt die BHF Bank zu den sportlicheren der Kandidaten.
Der Rentenanteil hingegen bleibt konservativ ausgerichtet, mit ausschließlich guten Bonitäten bestückt, die Restlaufzeit beträgt etwas über 4 Jahre. Die BHF Bank möchte neben dem Aktienrisiko nicht auch bedeutende Zinsänderungsrisiken im Depot. Titel, bei denen es bekanntlich Probleme bei der Rückholung der Quellensteuer gebe, wolle man meiden.
Insgesamt ergab sich das Bild eines Investors, der Vertrauen in seine Portfoliomanager erwartet und das Depot atmen lässt. Die Rücklagenpolitik "so viel wie möglich" - mit der realer Kapitalerhalt erreicht werden soll, bewies noch einmal die Stiftungskompetenz der Vortragenden.
Der Anlagevorschlag hat Hand und Fuß, ist gut strukturiert und wird routiniert vorgetragen.
Fazit: Die Oddo BHF AG liefert ein erstklassiges Angebot, das sie mündlich überzeugend erläutert. Das Portfolio ist nicht ohne Risiken, doch das Portfolio-Management verdient Vertrauen.
Im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) reicht eine Handvoll Transaktionen aus, um deutliche Unterschiede zu erzeugen. Während das Benchmarkdepot vollständig passiv bleibt, greifen einzelne Vermögensverwalter gezielt ein. Struktur, Risikoappetit und selektiver Handel prägen die Woche. Konkrete Umschichtungen im sechsstelligen Bereich entscheiden über Out‑ und Underperformance – und machen Projekt 9 zu einem Lehrstück moderner Vermögenssteuerung. Erfahren Sie hier mehr.
Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 19: Strukturqualität im Stresstest
Im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) entscheidet nicht das Timing, sondern die Architektur der Portfolios. Alle Vermögensverwalter verzichten vollständig auf Wertpapiertransaktionen – und dennoch öffnen sich klare Leistungsunterschiede. Während das Benchmarkdepot marktgetreu und stabil verläuft, nutzen einzelne Häuser ihre strategische Aufstellung deutlich besser. Wer mehr Rendite erzielt, zahlt mit höheren Schwankungen. Wer maximale Ruhe sucht, bleibt zurück. Lesen Sie hier.
Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking
Im Performance‑Projekt 7 (Private-Banking) nutzt ein Teil der Vermögensverwalter die Marktphase konsequent aus. Während das Benchmarkdepot ohne jeden Eingriff von der positiven Marktentwicklung profitiert, erzielen einzelne Häuser durch gezielte Allokationsentscheidungen deutlich höhere Vermögenszuwächse. Auffällig ist dabei: Sowohl aktives Handeln als auch disziplinierte Untätigkeit führen zu Outperformance. Der Unterschied liegt im Risikoprofil – und in der Qualität der Entscheidungen.
FUCHSBRIEFE Prüfinstanz
Newsletter
Bleiben Sie so auf dem Laufenden über die Arbeit der FUCHSBRIEFE Prüfinstanz und bekommen Sie aktuelle Meldungen unter anderem zum Performance–Projekt, Vermögensmanagement, Wealth Management und Stiftungsmanagement.