Überm weiten Feld der Vermögensmanager für Non-Profit-Organisationen kommt die Sonne nur vereinzelt durch
Stabile Wetterlage mit heiteren Abschnitten
Die zur niederländischen ABN Amro Bank gehörige Bethmann Bank und die zur luxemburgischen Quintet-Gruppe gehörige Merck Finck Privatbank haben beide nur knapp den Einzug in die Endrunde verpasst. Bei beiden Anbietern war der Anlagevorschlag für die Endrunde nominiert, blieb dann aber beim „zweiten Blick“ knapp hinter den Konzepten der acht Endrundenteilnehmer zurück und erreichte jeweils auch in der Punktzahl nicht ganz den Schwellenwert von 40 Punkten. Die Bethmann Bank überzeugt wie Merck Finck im Service-Angebot und beide Häuser sind auch in der Transparenz positiv zu werten. Stiftungen sollten diese beiden Anbieter nicht außer Acht lassen, wenn sie sich nach einem Vermögens Partner umschauen. Hier kann unter Umständen der Berater in der zuständigen Niederlassung oder die Tagesform den gewissen Unterschied machen.
Heiter bis wolkig
Auch die Berliner Volksbank zählen wir noch zu jenen Häusern, bei denen wir als Non-Profit-Organisation anklopfen würden, wenn es um die Auswahl des Vermögensverwalters geht.
Wechselhaft
Bei der GLS Bank, deren Anlagevorschlag von der DZ Privatbank erstellt wurde, sehen wir die Sache schon kritischer, denn hier fehlt es an der aus unserer Sicht nötigen Bereitschaft zu Transparenz, die aus unserer Sicht das Fundament für eine solide Vertrauensbasis bildet.
Wolkig
Sehr durchwachsen ist das „Wetter“ im Mittelfeld. Hier sind die Anlagekonzepte zwar in der Regel noch hinreichend, aber es fehlt vielfach an Transparenz und Durchblick beim Serviceangebot. Freundlicher sieht es noch beim Bankhaus Bauer aus, das mit einem befriedigenden Serviceangebot für Stiftungen aufwartet, während Berliner Sparkasse und Fürstliche Castell‘sche Bank zwar einige Transparenzpunkte für die Teilnahme an Performance-Projekten sammeln, ansonsten aber mit Zahlen und Fakten sowie Auskünften zum Serviceangebot hinterm Berg halten. Das Vertrauensfundament ist bei der Freiburger Vermögens Management und der Kathrein Privatbank aus Österreich stabiler, aber leider lassen hier die Anlagekonzepte zu wünschen übrig.
Dunkle Wolken am Horizont
Im unteren Abschnitt der Ranking Tabelle ziehen dann jede Menge dunkle Wolken auf. Bei PRISMA Investment GmbH, Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG – unverständlich, denn dieser Anbieter hat es in früheren Jahren schon einige Male in die Endrunde geschafft – NORD/LB, Bank im Bistum Essen eG – ebenfalls schon einmal Endrundenteilnehmer – und Commerzbank Aktiengesellschaft Private Wealth Management sind die Anlagekonzepte gemessen an der Benchmark unzureichend. Immerhin legen Prisma und auch die Südwestbank noch ein Vertrauens-Fundament und liefern einige Zahlen und Fakten. Die Südwestbank hat zudem ein befriedigendes Serviceangebot vorzuweisen.
Tiefdruckgebiet
Jedoch enttäuscht bei der Südwestbank AG wie bei ALLIANZ BERATUNGS- UND VERTRIEBS-AG und G & H Gies & Heimburger Vermögens-Management das Anlagekonzept. Hier blitzt es aus den dunklen Wolken, denn alle drei Konzepte weisen erhebliche Lücken gemessen an den Ausschreibungsbedingungen und Wünschen der Wilhelm Weidemann Jugendstiftung auf. Obendrein wirken die Anlagevorschläge von Allianz und G&H lieblos zusammengestellt – man wollte sich ganz offensichtlich keine Arbeit machen.
Dunkle Nacht
In der dunklen Nacht verschwinden die Anlagekonzepte vom Bankhaus Metzler und der Sparkasse Köln-Bonn, die beide keine Begutachtung von außen zugelassen haben. Das wirkt nicht gerade souverän. Zumal sich das Bankhaus Metzler – „das Bankhaus mit Eigen-Sinn“ – immer dann freiwillig raten lässt und diese Bewertungen auch vorzeigt, wenn die gute Bewertung sicher zu sein scheint. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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Fazit: 57% der Leistungen in diesem anfangs verdeckt geführten Markt Test genügen nicht den Ansprüchen der Ausschreibung der Wilhelm Weidemann Jugendstiftung – ein Ergebnis das nachdenklich macht. 29% sind sogar kritisch zu beurteilen. Insbesondere diese Anbieter sollten sich darüber klar werden mit welchem Anspruch sie an einem solchen Wettbewerb teilnehmen wollen.
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