Weberbank, die soliden Vermögensverwalter aus Berlin
Die Weberbank steht mit ihrer nicht mehr ganz zeitgemäßen Definition einer konservativen Anlagephilosophie wahrhaftig nicht allein in der Anbieterlandschaft. Aber was sie dem Kunden wohl sagen will: Wir sind bodenständig, riskieren wenig und arbeiten nur mit Produkten, mit denen wir uns 100%ig auskennen. So nehmen wir als FUCHS | RICHTER Prüfinstanz die Weberbank auch wahr. Der Anlageprozess ist ausgesprochen solide aufgestellt, die Portfoliomanager erfahren und dem Haus treu. Die Bank investiert regional breit, achtet auf Substanz und Ertrag bei der Auswahl der Wertpapiere und berücksichtigt stets Mindeststandards im Bereich Nachhaltigkeit.
Klassisches Vorgehen
Das Vorgehen beim Portfolioaufbau ist „klassisch“: Zunächst verschafft sich die Bank ein Kapitalmarktbild. Herrscht gerade eine Schönwetterphase und man kann sich auf die hohe See hinaustrauen, ohne Gefahr zu laufen, in ein Orkantief zu geraten? Oder ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste und man bleibt lieber in Landnähe, um schnell den nächsten Hafen ansteuern und das teure Porzellan in Sicherheit bringen zu können?
Die Portfoliostrategie hängt natürlich auch davon ab, wieviel der Kunde bereit ist zu riskieren. Dann kommen die Finanzanalyse, die Wertpapieranalyse und -auswahl und schließlich im laufenden Prozess die Erfolgskontrolle, Ergebnisanalyse und – wenn nötig – die Anpassung des Portfolios an die veränderte Wetterlage an die Reihe: mehr oder weniger Aktien, wenn das Sturmtief nahe ist.
Finanzanalyse der einzelnen Wertpapiere
In der Finanzanalyse werden die einzelnen Wertpapiere bewertet und ausgewählt, mit denen die vorab definierte Portfoliostrategie umgesetzt wird. Sie gliedert sich grundsätzlich in eine kennzahlenbasierte systematische Analyse und eine qualitative Bewertung durch den Fachspezialisten.
Bei Renten (Anleihen) wie bei Aktien wird das „Universum“ der investierbaren Titel eingeengt: die Nachhaltigkeitskriterien bestimmen, welche Wertpapiere zu den „Unberührbaren“ gehören, weil sie dem Nachhaltigkeitskanon der Bank (und / oder) des Kunden nicht entsprechen. Die Vorselektion erfolgt durch die Ratingagentur MSCI ESG, auf deren Analysen man sich stützt.
Hauseigene Kennzahlenanalyse
Schlussendlich werden diese Erkenntnisse über eine hauseigene Kennzahlenanalyse verifiziert. Gewinnentwicklung, Cash-Flow, Liquidität und Verschuldung werden hier unter die Lupe genommen. Bei Aktien steht vor allem der Blick auf folgende Fakten im Mittelpunkt: Qualität, Momentum, geringe Volatilität (geringe Kursschwankungen) und Werthaltigkeit („Value“). Im Rahmen des fundamentalen Screenings werden vor allem Unternehmen gesucht, die über ein nachhaltiges Wachstum verfügen und eine solide Bilanz aufweisen.
Taktisches Vorgehen
Im Aktienbereich erfolgen Positionsverkäufe bei einer negativen Einschätzung in Bezug auf die künftige Wertentwicklung des Gesamtmarktes oder eines spezifischen Marktsegmentes. Im Rentenbereich erfolgt grundsätzlich ein Verkauf bei negativer Einschätzung des Marktsegmentes (z.B. zu hohe Duration der Anleihe und des Portfolios, unvorteilhafte Positionierung auf der Renditestrukturkurve), bei verringerter Attraktivität der Anleihe (z.B. verringerte Handelbarkeit, erhöhte Renditeaufschläge, zunehmender Pull-to-par Effekt, bei dem sich der Kurs einer Anleihe mit abnehmender Laufzeit schrittweise seinem Nominalwert annähert) oder bei einer Verschlechterung der Bonität des Emittenten (z.B. Bonitätsverschlechterung ex-ante und/oder ex-post Betrachtung).
Schlussendlich wählt der Portfoliomanager anhand der Kundenvorgaben oder -vorlieben im Rahmen des Möglichen und von der Bank vorgegebenen Titeluniversums aus.
Durchschnittliche Ergebnisse in der quantitativen Analyse
Die vom Grundsatz her vorsichtige Vorgehensweise mit robuster Portfoliostruktur und vorsichtigem Portfoliomanagement spiegelt sich in den Ergebnissen der quantitativen Analyse von Quanvest: In der 5-Jahres-Rückschau kommt das Vergleichsportfolio auf eine Rendite von 3,4% und ein Calmar-Ratio von 28%. In der Portfolio-Vorschau kommt das für die Wilhelm Weidemann Jugendstiftung konstruierte Portfolio auf ein Calmar-Ratio von soliden 24%.
Fazit: Unaufgeregt bis unauffällig, konsequent und beständig, so geht die Weberbank beim Investieren vor. Sie folgt ihrer Linie einer eher risikoaversen, soliden Portfoliokonstruktion und -verwaltung. Überdurchschnittliche Ergebnisse sind nicht unbedingt zu erwarten, aber meist wird der Kunde ruhig schlafen, weil sein Portfolio nur dann der rauen See ausgesetzt wird, wenn sich das Sturmtief nicht umfahren lässt.
In der Gesamtsicht der qualitativen und quantitativen Auswertung kommt die Weberbank auf ein sehr gut im Wettbewerbsvergleich der Beauty Contest Teilnehmer.
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