Bankhaus Carl Spängler: Konsequent kundenorientiert
Inflation ausdifferenziert
Anhand verschiedener Charts zeigt das Bankhaus auf, dass die Inflation zuletzt stark zurückgegangen ist, differenziert jedoch zugleich mit der Anmerkung, dass dies weniger auf die Kerninflation zutriffte. Der Preis, den man für Dienstleistungen bezahlt, sei immer noch steigend. Zurückzuführen sei dies u. a. auf die im letzten Jahr stark angestiegenen Löhne – eine Entwicklung, die in der Eurozone immer noch anhält. Neben der Lohnpreisspirale würden die Themen Dekarbonisierung, Demographie und Deglobalisierung auch weiterhin zu inflationären Tendenzen beitragen. Immerhin sei ab 2024 mit ersten Zinssenkungen durch die US-Zentralbank (Fed) zu rechnen. Gleichwohl sei es unwahrscheinlich, allzu bald das erhoffte Inflationsniveau der EZB von zwei Prozent zu erreichen. Ein Mittel zur Absicherung gegen Inflation sei die Anlage in Aktien und Gold.
Zwei Depots mit klarer Präferenz
Zwar präsentiert die österreichische Traditionsbank zwei Anlagekonzepte, die sich von der Aktienquote und der daraus resultierenden Renditeprognose unterscheiden, doch macht man in Anbetracht der Ausschüttungsanforderungen deutlich, dass die Aktienquote bei mindestens 85 % liegen sollte. Doch selbst dann ließe sich der Zielkonflikt zwischen Ausschüttungserfordernis und Kaufkrafterhalt nicht zur Gänze auflösen. In der offensiven Variante sind 53 bis 94 % Aktien vorgesehen – darunter knapp die Hälfte Dividendentitel: Hierbei handelt es sich um 25 amerikanische und europäische Substanzwerte, welche aktuell eine bemerkenswert hohe Dividendenrendite von durchschnittlich 8,03 % aufweisen. Der Rentenanteil würde zwischen 0 und 27 % variieren. In Alternative Investments könnten bis zu 12 % des Kapitals fließen. Darunter sind Edelmetalle, Rohstoffe und Minenaktien sowie bestimmte Anlagestrategien wie Long/Short-Equity und Trendfolgesysteme zu verstehen. Warum oder unter welchen Umständen deren Einsatz erforderlich ist, wird jedoch nicht näher thematisiert. Anhand einer Einzelaktie erläutern die Vortragenden hingegen deren stringente Stop-Loss-Strategie. Neben Einzeltiteln kommen ETFs zum Einsatz. Das ganze Portfolio wird schließlich aus steuerlichen Gründen von einer Fondskonstruktion „ummantelt“.