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Bankhaus Carl Spängler: Konsequent kundenorientiert

Die österreichische Traditionsbank denkt ganzheitlich und hat die gesamte Familie als Kunden im Visier. Wie kaum eine andere Bank versucht das Bankhaus Carl Spängler die Familie des Kunden in die Präsentation miteinzubinden. Und dies gelingt – unaufdringlich und empathisch.
Gleich zu Beginn der Präsentation nehmen die Österreicher konsequent den Blick des Kunden und damit der ganzen Familie ein. Diese erwartet einen möglichst „geringen administrativen Aufwand“, „realen Kapitalerhalt“, „eine breite Diversifikation“ sowie regelmäßige „Nettoausschüttungen“. Im Unterschied zu den meisten Banken macht man sich bei Spängler auch Gedanken über die adäquate Rechtsform und empfiehlt aus steuerlichen und aus administrativen Gründen, eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) zu gründen. Was die verschiedenen Familienmitglieder betrifft – auch dies wird vermerkt –, so sind die jeweiligen Wertpapiererfahrungen zum Teil noch einzuholen. Letztlich wolle man mit der gesamten Familie sprechen. In diesem Zusammenhang müsse auch noch geklärt werden, wer von der Familie zum Geschäftsführer mandatiert werde. 

Inflation ausdifferenziert 

Anhand verschiedener Charts zeigt das Bankhaus auf, dass die Inflation zuletzt stark zurückgegangen ist, differenziert jedoch zugleich mit der Anmerkung, dass dies weniger auf die Kerninflation zutriffte. Der Preis, den man für Dienstleistungen bezahlt, sei immer noch steigend. Zurückzuführen sei dies u. a. auf die im letzten Jahr stark angestiegenen Löhne – eine Entwicklung, die in der Eurozone immer noch anhält. Neben der Lohnpreisspirale würden die Themen Dekarbonisierung, Demographie und Deglobalisierung auch weiterhin zu inflationären Tendenzen beitragen. Immerhin sei ab 2024 mit ersten Zinssenkungen durch die US-Zentralbank (Fed) zu rechnen. Gleichwohl sei es unwahrscheinlich, allzu bald das erhoffte Inflationsniveau der EZB von zwei Prozent zu erreichen. Ein Mittel zur Absicherung gegen Inflation sei die Anlage in Aktien und Gold. 

Zwei Depots mit klarer Präferenz 

Zwar präsentiert die österreichische Traditionsbank zwei Anlagekonzepte, die sich von der Aktienquote und der daraus resultierenden Renditeprognose unterscheiden, doch macht man in Anbetracht der Ausschüttungsanforderungen deutlich, dass die Aktienquote bei mindestens 85 % liegen sollte. Doch selbst dann ließe sich der Zielkonflikt zwischen Ausschüttungserfordernis und Kaufkrafterhalt nicht zur Gänze auflösen. In der offensiven Variante sind 53 bis 94 % Aktien vorgesehen – darunter knapp die Hälfte Dividendentitel: Hierbei handelt es sich um 25 amerikanische und europäische Substanzwerte, welche aktuell eine bemerkenswert hohe Dividendenrendite von durchschnittlich 8,03 % aufweisen. Der Rentenanteil würde zwischen 0 und 27 % variieren. In Alternative Investments könnten bis zu 12 % des Kapitals fließen. Darunter sind Edelmetalle, Rohstoffe und Minenaktien sowie bestimmte Anlagestrategien wie Long/Short-Equity und Trendfolgesysteme zu verstehen. Warum oder unter welchen Umständen deren Einsatz erforderlich ist, wird jedoch nicht näher thematisiert. Anhand einer Einzelaktie erläutern die Vortragenden hingegen deren stringente Stop-Loss-Strategie. Neben Einzeltiteln kommen ETFs zum Einsatz. Das ganze Portfolio wird schließlich aus steuerlichen Gründen von einer Fondskonstruktion „ummantelt“.

Bleibt festzuhalten, dass das Bankhaus Carl Spängler im Dreierteam souverän und selbstbewusst zu präsentieren versteht. Die Kundenanforderungen hat man sehr gut in eine GbR eingearbeitet und ein nachvollziehbares Anlagekonzept geliefert. Dieses zeichnet sich darüber hinaus durch eine faire All-In-Fee i. H. v. 1,02 % p. a. aus. Wenn überhaupt etwas an der Präsentation der österreichischen Traditionsbank zu kritisieren ist, so hätte man dem Kundenwunsch nach einem „Schutzwall“ noch expliziter Rech
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