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Fuchsrichter Logo HASPA zeigt im Beauty Contest, wie man mit Bodenständigkeit auch beim Anlagethema Megatrends überzeugt

Die Hamburger Sparkasse unterhält durch viel persönlichen Einsatz

© FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
Bei der Hamburger Sparkasse bekennt man Farbe. Dieser erste Eindruck drängt sich zumindest angesichts des knallroten (und Corporate-Colour gerechten) Hintergrunds auf, vor dem die Sparkassen Berater präsentieren. Und – so viel sei schon einmal verraten – keineswegs blass ist auch der darauffolgende Vortrag der Relationshipmanagerin.

Der Vortrag der HASPA beginnt mit der persönlichen Selbstvorstellung der Beraterin an, in der ausnahmsweise nicht die eigene Karriere im Vordergrund steht. Hier erfährt die Jury, dass die Beraterin mit einem aktiven Bauern einen Hof auf dem Lande unterhält, einen Sohn hat und neben dem Private Banking Landwirtschaft betreibt. Die damit angedeutete Bodenständigkeit zeigt sich auch in der Sprache der Beraterin. So heißt es etwa, als von Fremdprodukten die Rede ist: "Wir räubern auch in fremden Gewässern". Das ist anschaulich, selbstbewusst und humorvoll zugleich. 

Sowohl das Kundenanliegen als auch das dazugehörige Risikoprofil hat die HASPA gut erfasst und betont, dass der Kunde bereit ist, ein hohes Risiko einzugehen. Daraus ergeben sich (Zukunft-) Themenfonds sowie ergänzend eine standardisierte Vermögensverwaltung. Gerade bei der Auswahl der Fonds beweist die HASPA eine große Expertise und verwendet viel Zeit, um zu erläutern, inwieweit die einzelnen Fonds für bestimmte Megatrends wie Gesundheit, Klimaschutz und Wasser genau die Richtigen sind.

"Silberne 20er"

Was den Konjunkturausblick betrifft, so zeigt sich die HASPA weniger optimistisch und hält selbst ein Stagflationsszenario für nicht ausgeschlossen. Die höchste Wahrscheinlichkeit spricht man allerdings einem Szenario à la „Silberne 20er“ zu. Darunter ist ein moderates Wachstum, eine moderate Inflation, ein fiskalpolitisches Eingreifen des Staates sowie eine hohe Bewertung aller Anlageklassen zu verstehen. 

So sehr am Ende das persönliche Engagement bei der Präsentation überzeugt, so sehr vermisst die Jury am Ende eine nachvollziehbare Systematik im Investmentprozess. Darüber hinaus wäre auch ein Kalkulieren der Gesamtrendite erforderlich gewesen, um nach den insgesamt hohen lfd. Kosten i. H. v. 1,4 % (+ 0,38 % Produktkosten) eine Nettorendite errechnen zu können. Gleichwohl handelt es sich um eine erfrischende Präsentation, die aufgrund von zwei engagierten Beratern in Erinnerung bleibt.

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Fazit: Ein leidenschaftlicher Vortrag mit ein paar inhaltlichen Minuspunkten. Insgesamt eine befriedigende Leistung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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