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Fuchsrichter Logo Nachhaltigkeit im Private Banking 2024/25: Weberbank

Die Weberbank ist dem «Meistertitel» ganz nah

Verlag FUCHSBRIEFE
Die Weberbank hebt sich mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie ab, die in allen Unternehmensbereichen verankert ist. Vom breiten Schulungsangebot für Berater bis hin zu spezifischen, kundenfreundlichen Anlagemöglichkeiten zeigt sich das Engagement. Trotz komplexer öffentlicher Diskussionen bleibt die Bank ihrer Linie treu und plant weitere bedeutende Schritte. Erfahren Sie, wie die Weberbank Nachhaltigkeit umsetzt und welche Vorteile dies für die Kunden mit sich bringt.

Die Weberbank zeigt ein tiefes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit, das sich durch alle Bereiche des Unternehmens zieht. Seit 2007 bietet die Bank spezielle Beratungen zu Nachhaltigkeitsaspekten an, die durch kontinuierliche Fortbildungen der Berater intensiviert werden. Die eigens gegründete Abteilung für Nachhaltigkeit, die direkt beim Vorstand angesiedelt ist, sorgt für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele. Die Unterzeichnung der UN Principles for Responsible Investment (PRI), die Einführung einer Leitlinie für verantwortungsvolles Investieren und das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 sind nur einige der zahlreichen Maßnahmen. Auch im täglichen Betrieb setzt die Bank auf Nachhaltigkeit, etwa durch den Einsatz von Ökostrom, die Umstellung auf LED-Beleuchtung und den Einkauf bei regionalen Anbietern.

Die Weberbank verfolgt die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeit aufmerksam, passt ihre Strategie jedoch nicht an kurzfristige Trends an. Stattdessen bleibt die Bank ihren eigenen Überzeugungen treu und setzt auf langfristige Präferenzen ihrer Kunden. Kunden, die sowohl finanzielle Rendite als auch Nachhaltigkeit im Blick haben, schätzen diese Beständigkeit, obwohl die Nachfrage nach nachhaltigen Investments seit den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine etwas zurückgegangen ist. Die Bank geht nach eigener Aussage offen und aufklärend mit Kunden über Nachhaltigkeitsfragen um und fördert eine differenzierte Diskussion.

Rückblick auf die letzten 12 Monate

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Weberbank signifikante Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit gemacht. Eine neue Abteilung für Nachhaltigkeit wurde gegründet, und das Fondsangebot in Kooperation mit der Helaba Invest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH wurde auf eine ESG-Ausrichtung umgestellt. Alle sieben Publikumsfonds der Bank sind nun ESG-Strategieprodukte gemäß Artikel 8 der Disclosure-Verordnung. Die Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (auch bekannt als "Disclosure-Verordnung" oder "SFDR") verpflichtet Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater, Informationen über die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken und die nachhaltigen Auswirkungen ihrer Finanzprodukte offenzulegen. Dies soll Transparenz schaffen und Anlegern ermöglichen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Zudem wurde ein Engagement-Vertrag mit ISS ESG abgeschlossen, um in Unternehmensdialogen gezielt Verbesserungen aus ESG-Sicht herbeizuführen.

Veränderungen im Investmentprozess

Seit dem Frühjahr 2023 hat die Weberbank ihren Investmentprozess weiter verbessert, um Nachhaltigkeitsaspekte intensiver einzubeziehen. Dazu gehören striktere Ausschlusskriterien und die Implementierung von Principle Adverse Impact (PAI)-Indikatoren zur Bewertung der negativen Auswirkungen von Investitionen auf Umwelt, Soziales und Governance. Die PAI sind Indikatoren, die die negativen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung messen. Sie helfen dabei, Risiken und schädliche Auswirkungen zu identifizieren und zu minimieren. Die Zusammenarbeit mit ISS ESG im Bereich Collaboratives Engagement wurde ebenfalls intensiviert. Beim Engagement handelt es sich um eine Vereinbarung, bei der eine Bank oder ein Investor aktiv mit Unternehmen zusammenarbeitet, in die sie investieren, um deren nachhaltige Praktiken zu verbessern. Dies geschieht oft durch Dialoge und die Einflussnahme auf Unternehmensentscheidungen. Dies alles zeigt eine klare Verbesserung der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsaspekten in den Investmentprozess.

Beratung und Schulung der Berater

Die Weberbank legt großen Wert auf die Qualifizierung ihrer Berater im Bereich nachhaltige Vermögensfragen. Drei Viertel der Berater haben entsprechende Schulungen absolviert, wobei die Hälfte als spezialisiert gilt. Die Schulungen erfolgen regelmäßig in Partnerschaft mit renommierten Instituten wie der Frankfurt School of Finance & Management. Ein jährlicher Nachhaltigkeitstag ergänzt das Fortbildungsprogramm, das Workshops und Fachvorträge umfasst. Diese hohe Schulungsintensität gewährleistet eine kompetente und fundierte Beratung der Kunden.

Mindestanlagevolumen und Anlagemöglichkeiten

Das Mindestanlagevolumen für nachhaltige Investments ist kundenfreundlich gestaltet. Bereits ab 50 Euro können Kunden in nachhaltige Publikumsfonds investieren, während eine fondsgebundene Vermögensverwaltung ab 150.000 Euro und eine einzeltitelbasierte Vermögensverwaltung ab 500.000 Euro möglich ist. Eine individuelle Vermögensverwaltung mit spezifischen Nachhaltigkeitskriterien bietet die Bank ab 2 Millionen Euro an. Diese geringen Einstiegshürden sind positiv für den Kunden.

Nachhaltigkeit im Portfolio

Ein erheblicher Teil der Kundenportfolios bei der Weberbank ist vollständig nach Nachhaltigkeitskriterien aufgebaut und gemanagt, was leicht über dem Marktdurchschnitt liegt. Die Bank integriert ESG-Kriterien standardmäßig in alle Mandate und bietet zusätzlich spezifische Anlagerichtlinien für nachhaltige Investments an. Kunden haben die Freiheit, zwischen nachhaltigen und nicht-nachhaltigen Portfolios zu wählen, wobei die Bank auf Transparenz und Professionalität setzt.

Zukünftige Pläne

In den nächsten zwölf Monaten plant die Weberbank weitere Schritte zur Integration von Nachhaltigkeitsfaktoren in die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Entwicklung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. Neue regulatorische Rahmenbedingungen, wie die European Long Term Investment Funds (ELTIF), eine EU-Regelung, die darauf abzielt, langfristige Investitionen in die europäische Wirtschaft zu fördern, insbesondere in Infrastrukturprojekte, Immobilien und kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), werden genutzt, um den Kunden Zugang zu nachhaltigen Projekten zu ermöglichen. Schulungsmaßnahmen für Berater und fachbereichsübergreifende Fortbildungen sollen weiter gefördert werden. Diese geplanten Schritte versprechen einen klaren Kundennutzen und eine weitere Verbesserung der Beratungsqualität.

Weitere zentrale Aspekte

Das Nachhaltigkeitskomitee der Weberbank, bestehend aus Mitgliedern der Geschäftsleitung und anderen Fachabteilungen, trifft sich vierteljährlich, um bankstrategische Themen zu besprechen. Externe Partner wie die Ratingagenturen MSCI ESG und ISS ESG unterstützen die Bank mit Daten und Analysen, die in den Investmentprozess einfließen. Obwohl die Bank in der Regel auf große Unternehmen setzt, werden für spezifische Marktsegmente auch nachhaltige Fondsprodukte genutzt.

Die Weberbank zeigt ein starkes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit, das sich durch eine tief verankerte Strategie und kontinuierliche Weiterentwicklung auszeichnet. Die umfassenden Schulungen der Berater, die breite Palette an nachhaltigen Produkten und die klaren, kundenfreundlichen Einstiegshürden tragen zu einer qualifizierten Beratung und besseren Anlageentscheidungen bei.

Mit einem FUCHS | RICHTER Score von 79,5 Punkten ist die Weberbank beinahe meisterhaft bei Nachhaltigkeit im private Banking, muss sich allerdings aktuell noch mit dem Titel «Geselle» begnügen.

Hinweis: Das Rating «Nachhaltigkeit im Private Banking» der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wurde auf Basis einer Frageboge-Umfrage und diverser Markttest erstellt, die geschulte Tester durchgeführt haben. Das Rating bewertet insbesondere die Berücksichtigung und Umsetzung von Nachhaltigkeit im Gesamtunternehmen, die Mitarbeiterschulung, die Berücksichtigung und Umsetzung in der Kundenberatung sowie die Akzeptanz des individuellen Wertesystems des Kunden im Beratungsgespräch und Portfolio.

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