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Fuchsrichter Logo Beauty Contest mit organisatorischen und technischen Hürden

Ellwanger & Geiger hätte es fast vergeigt

© FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
"Holprig" geht es für Ellwanger & Geiger in den Beauty Contest - die mündliche Prüfung vor der Fachjury. Doch wenn der Anfang schief läuft, kann der weitere Verlauf ja nur besser werden - oder?

Fast wäre der Beauty Contest für Ellwanger & Geiger aus organisatorischen Gründen gescheitert. Schließlich wartet die Jury zunächst vergebens auf der Online-Plattform auf die Repräsentanten der Stuttgarter Vermögensverwaltung. Im Telefonat erklärt die Beraterin dann, den erforderlichen Zugangslink nicht erhalten zu haben. Dies jedoch wurde auch niemals reklamiert von der Vermögensverwaltung, für deren Vertreter dann alles sehr schnell gehen muss, da sie nicht mehr mit dem Beauty Contest gerechnet haben und wichtige Anschlusstermine folgen. Gesagt getan, findet man sich schließlich in einem großen, gut ausgeleuchteten Besprechungsraum wieder, so dass die beiden Berater gut zu sehen sind. Mit der Technik hapert es noch ein wenig, so dass das Blättern in der Präsentation nicht von den Referenten ausgeführt wird, sondern der Jury selbst überlassen bleibt.

Passendes Produkt ist im Haus vorhanden

So viel zu den ungünstigen Rahmenbedingungen. Eigentlich hätte die Präsentation für die Stuttgarter ein Heimspiel werden können. Denn tatsächlich verfügt Ellwanger & Geiger seit kurzem über einen hauseigenen Dachfonds, der über ETFs und aktiv gemanagte Fonds in die Megatrends Technologie, Demographie, Umwelt und Gesundheit investiert. Von diesen Megatrends wiederum gehen etliche Anlagethemen wie etwa Internet of things, Blockchain, 5 G, Quantencomputer, Cloud Computing, Digitalisierung, Big Data, Künstliche Intelligenz und Robotics für den Bereich Technologie aus.

Was ein wenig irritiert ist die Tatsache, dass sich in der Asset Allokation weder die Megatrends noch die Anlagethemen widerspiegeln. Denn die Branchenallokation wird nach MSCI-World-Kriterien angegeben und wirkt so nicht abgestimmt auf die branchenspezifische Ausrichtung des Dachfonds. Neben diesem empfiehlt man eine Beimischung von 5-10 Prozent in Private Equity. Dabei handelt es sich um ein Produkt der Allianz mit einer 12-jährigen Laufzeit, welches der Kunde jedoch quartalsweise kündigen kann. Mit 21 der insgesamt 49 Seiten umfassenden Präsentation nimmt die Allianz Police einen erstaunlich großen Raum ein.

Fazit: Angesichts des hauseigenen Megatrend-Dachfonds hätte aus der Präsentation ein Heimspiel werden können. So aber wurde es für die Stuttgarter ein Auswärtsspiel mit technischen Hürden und wenig Abstimmung.
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