Die Kathrein Privatbank tritt im Quartett auf und repräsentiert damit auch das Team, welches im ersten Kundengespräch seinen Einsatz geleistet hat. Darunter befinden sich zwei Relationshipmanager. Letztlich soll der künftige Kunde immer gleich einen zweiten Ansprechpartner kennen lernen, so dass er im Vertretungsfall auch mit seinem anderen Relationshipmanager vertraut ist. Sowohl inhaltlich ("sustainable Megatrends") als auch vom Investmentprozess können die Österreicher punkten. Beim Erfassen der Megatrends beruft man sich u. a. auf Studien vom Deutschen Zukunftsinstitut. An nachhaltigen Megatrends identifizieren die Banker Urbanisierung, Gesundheit, Ressourcen und Technologie. Allerdings ist der Kunde für die Megatrends nicht uneingeschränkt offen, sondern möchte beispielsweise im Bereich Gesundheit nicht in Services investieren.
Insgesamt nimmt die Bank das Kundenanliegen sehr ernst und hinsichtlich des Anlagehorizonts evtl. sogar zu ernst. Unter Hinweis auf einen zehnjährigen Anlagehorizont soll die Aktienquote nicht über 60 % betragen. Hier hält sich die Bank zu Lasten der Renditeerwartung sehr stark an regulatorische Vorgaben. Dabei dürfte der strategische Rentenanteil von 40 %, welcher in hauseigene Fonds investiert wird, nur geringfügig zur Performance beitragen. Bleibt festzuhalten, dass ein etwas selbstbewussterer Auftritt dem Kundengespräch und der anschließenden Präsentation gutgetan hätte. Letztlich bleibt von dem Vortrag aufgrund des fehlenden Engagements wenig „nachhaltig“ haften. Zu diesem Eindruck tragen sicherlich auch die wenig anschaulichen Folien bei.