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Fuchsrichter Logo Aufgeschlossen: Wie viel Transparenz zeigt die Branche?

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76 Banken und Vermögensverwalter haben die Testkunden der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz im aktuellen Markt Test angesprochen. 38 aus Deutschland (51%), 21 in der Schweiz (27%), 11 in Österreich (15%) und 6 in Liechtenstein (7%). Die überwiegende Zahl waren klassische Privatbanken.

Die Grenzen verwischen. Viele Banken im öffentlichen und Genossenschaftssektor haben inzwischen ihre eigenständigen Private Banking Abteilungen. Sind sie deshalb schon eine Privatbank? Schwer zu sagen. Es kommt auf die internen Verflechtungen der Abteilungen an, auf das Personal und dessen Ausbildung, auf den „Spirit“. Soweit wir von den Häusern eine Angabe erhalten haben, sind wir dieser gefolgt, wohl wissend, dass man darüber streiten kann, ob die DZ Privatbank eher als genossenschaftliche Bank oder als Privatbank einzustufen ist (wie sie selbst das tut) oder ob die Erste Bank in Österreich eine Sparkasse oder, wie sie selbst von sich sagt, eine Großbank ist.

Demnach ergibt sich folgende Teilnehmer-Struktur:

Grafik


Die größte Zurückhaltung gab es erneut bei Fragen zur Kundenstruktur. Die größeren Banken geben hier nur auf Konzern-, bzw. Gruppenebene Zahlen bekannt. Die verwalteten Kundenvermögen werden ebenfalls regelmäßig gesamthaft kommuniziert und auch die Anlagen institutioneller Kunden hinzu gerechnet, sodass die Zahlen nur schwer mit denen fokussierter Privatbanken oder von Vermögensverwaltern vergleichbar sind.

Voraussetzung für einen Platz an der Sonne ist, dass ein Anbieter nicht nur den Transparenzfragebogen der Redaktion möglichst vollständig beantwortet, sondern sich auch in den Performance Projekten der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz misst (bzw. messen lässt) und die Vertrauensbasis legt, in dem er Fragen zum Umgang mit Kunden und laufenden Verfahren (Trusted Wealth Manager) beantwortet. Ein weitgehend vollständiges Bild konnte sich die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz somit bis Rang 38 machen, darunter ist dann mindestens ein Transparenzgebiet „verschleiert“.

Vermögensverwalter Spiekermann ist die Benchmark in Sachen Transparenz

Benchmark für die Transparenz ist in diesem Jahr ein größerer, regional tätiger Vermögensverwalter, Spiekermann & Co. mit Sitz in Osnabrück und drei weiteren Niederlassungen. 150 Aktionäre mit unterschiedlichem Prozentanteilen sind die Eigentümer, ein Großaktionär ist das Family Office von Dr. Lutz Helmig. Spiekermann verwaltet Kundenvermögen in Höhe von 670 Mio. EUR von rund 1.700 Kunden. 95% der Kunden kommen aus Deutschland. Spiekermann gewährt nicht nur vollen Durchblick, das Haus ist auch wettbewerbsorientiert aufgestellt und misst sich in verschiedenen Performance-Projekten mit dem Markt.

Punktemäßig dicht auf den Fersen ist die österreichische Schelhammer Capital Bank, dann kommt mit etwas Abstand die Weberbank aus Berlin. Sie holte die meisten Transparenzpunkte in den Performance-Projekten. Auch die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) mischt in Sachen Transparenz ganz oben mit. Mit geringem Punktabstand folgen Kathrein Privatbank, Liechtensteinische Landesbank und LGT Bank knapp vor Hauck Aufhäuser Lampe, der BW-Bank sowie dem Bankhaus Spängler.

Fazit: Positiv fällt auf, dass in diesem Jahr alle Länder in der Top-Gruppe Transparenz vertreten sind. Auch aus der zurückhaltenden Schweiz kommen drei Anbieter mit höchster Transparenz, vier sind deutsche Häuser, drei österreichische.
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