Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2551
Fuchsrichter Logo Nachhaltigkeit im Private Banking 2024/25: Oberbank

Nachhaltigkeitsstrategie der Oberbank: Maßnahmen und Kundenorientierung

Verlag Fuchsbriefe
Die Oberbank setzt seit Jahren auf Nachhaltigkeit und integriert ESG-Kriterien in ihre Unternehmensstrategie. Trotz öffentlicher Skepsis bleibt die Bank ihren Zielen treu und bietet ein wachsendes Universum nachhaltiger Finanzprodukte. Doch wie genau geht sie dabei vor? Welche Veränderungen und Maßnahmen wurden in den letzten Monaten umgesetzt, und welche Pläne hat die Oberbank für die Zukunft? Erfahren Sie, wie eine der führenden Banken im Nachhaltigkeitssektor agiert und welche Auswirkungen da

Die Oberbank hat Nachhaltigkeit tief in ihrer Unternehmenskultur verankert und setzt diese seit mehreren Jahren strategisch um. Der Vorstand leitet, unterstützt von der ESG Unit, die Nachhaltigkeits-Agenden der Bank. Diese Einheit besteht aus fünf Personen und stellt sicher, dass Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Bank verankert ist. Die Bank veröffentlicht regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte, die auf der Webseite der Oberbank öffentlich einsehbar und herunterladbar sind.

Öffentliche Diskussion und Kundenberatung

Die Oberbank zeigt sich unbeeindruckt von öffentlichen Zweifeln an ESG und hält konsequent an ihren Zielen fest. In Kundengesprächen werde das Thema ESG umfassend behandelt, wobei die Präferenzen der Kunden im Mittelpunkt stehen. Rund 70 % der Wertpapierkunden zeigen Interesse an nachhaltigen Investmentlösungen, was eine hohe Quote darstellt und auf den positiven Ansatz der Bankmitarbeiter zurückzuführen sein dürfte.

Initiativen der letzten 12 Monate

Im vergangenen Jahr hat die Oberbank zahlreiche Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit initiiert und umgesetzt. Dazu gehören nachhaltige Finanzierungs- und Veranlagungsprodukte wie das be(e) green Konto und verschiedene nachhaltige Fonds. Zudem wurde ein ESG-linked Kredit entwickelt, der individuelle Nachhaltigkeitsziele der Kunden mit finanziellen Vorteilen verknüpft. Diese Initiativen haben zu einer hohen Kundenzufriedenheit beigetragen, was sich in einem Net-Promoter-Score von 65,7 widerspiegelt, der für die Bankenbranche sehr beachtlich ist.

Interne und externe Expertise

Die Oberbank verfügt über eine gut verankerte interne Expertise in Nachhaltigkeitsfragen, ergänzt durch externe Beratungen und Ratings von MSCI ESG, Bloomberg und Morningstar. Diese kombinierte Herangehensweise ermöglicht fundierte und kundenorientierte Entscheidungen auf Ebene der Gesamtbank.

Veränderungen im Investmentprozess seit Frühjahr 2023

Seit dem Frühjahr 2023 hat die Oberbank keine wesentlichen Veränderungen im Investmentprozess bezüglich Nachhaltigkeit vorgenommen. Der bestehende Prozess kombiniert Ausschlusskriterien und den Best-in-Class-Ansatz, um nachhaltige Investments zu identifizieren. Alle Kundenportfolios unterliegen den Oberbank-Mindeststandards, die Investitionen in Kohle, Waffen und andere kontroverse Bereiche ausschließen.

Mindestanlagevolumen und Einzelanlagen

Die Oberbank bietet nachhaltige Anlagen ohne Mindestvolumen an, während eine individuelle Vermögensverwaltung ab 500.000 Euro möglich ist. Kunden können auf Einzeltitelbasis nachhaltig investieren, was eine geringe Einstiegshürde darstellt und auch kleinere Anleger anspricht.

Nachhaltigkeit als Option oder Standard

In der Oberbank sind nachhaltige Investments optional, jedoch werden alle Portfolios gewissen Mindeststandards unterzogen. Dies gewährleistet, dass auch nicht dezidiert nachhaltige Anlagen grundlegende ethische Kriterien erfüllen.

Bevorzugte Ansätze und externe Vorgaben

Die Bank verwendet eine Kombination aus Ausschlusskriterien und Best-in-Class-Ansätzen. Sie orientiert sich zudem an externen Vorgaben, wie der Brüsseler Taxonomie, schließt jedoch Atomkraft und fossile Brennstoffe aus ihren nachhaltigen Investments aus, was die Selbstbindung an bestimmte öffentliche Standards widerspiegelt.

Prozentualer Anteil nachhaltiger Portfolios

Rund 9 % der Kundenportfolios werden vollständig nach Nachhaltigkeitskriterien gemanagt. Dies stellt eine transparente und glaubwürdige Angabe im Marktvergleich dar, insbesondere im Gegensatz zu den Angaben mancher Wettbewerber.

Geplante Schritte für die kommenden 12 Monate

Für das kommende Jahr plant die Oberbank die Einführung weiterer nachhaltiger Produkte, wie die Emission eines Green Bonds und die Auflegung eines Artikel 9 Aktienfonds. Zudem arbeitet die Bank an einer Strategie zur Dekarbonisierung ihres Kreditportfolios, um einen messbaren Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens zu leisten.

Die Oberbank zeigt durch konsequentes Handeln und eine klare strategische Ausrichtung, dass sie eine Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit einnehmen will. Die ambitionierten Beratungsvorgaben tragen zur hohen Kundenzufriedenheit bei. Trotz kleinerer Einschränkungen im Produktangebot und Verbesserungsmöglichkeiten im Investmentprozess zeigt die Bank Fortschritte und Engagement.

Die Oberbank ist auf einem guten Weg, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig ihre Kunden aktiv auf diesem Weg mitzunehmen. Mit einem FUCHS | RICHTER Score von 79,6 ist die Oberbank unmittelbar an der Schwelle vom «Gesellen» zum «Meister»

Hinweis: Das Rating «Nachhaltigkeit im Private Banking» der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wurde auf Basis einer Frageboge-Umfrage und diverser Markttest erstellt, die geschulte Tester durchgeführt haben. Das Rating bewertet insbesondere die Berücksichtigung und Umsetzung von Nachhaltigkeit im Gesamtunternehmen, die Mitarbeiterschulung, die Berücksichtigung und Umsetzung in der Kundenberatung sowie die Akzeptanz des individuellen Wertesystems des Kunden im Beratungsgespräch und Portfolio.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ESG im Private Banking - Die Ratingstufen der FUCHSBRIEFE Prüfinstanz

Vom Novizen zum Großmeister - Die fünf Grade nachhaltiger Beratung

Illustriert mit ChatGPT
Die FUCHSBRIEFE Prüfinstanz beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Frage, wie nachhaltig vermögende Kunden beraten werden. Seit dem ersten Nachhaltigkeits-Rating im Jahr 2011 („Wer kann nachhaltig?“) hat sich das Bild stetig weiterentwickelt. Heute unterscheiden wir fünf Entwicklungsstufen, die inhaltlich klar gefasst und mit eingängigen Begriffen versehen sind. Welche Institute werden sich dieser Herausforderung in diesem Jahr wohl stellen?
  • Monitoring bestätigt positiven Eindruck bei der TOP Vermögen AG

Grünes Signal für TOP Vermögen

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die TOP Vermögen AG gewährt der FUCHSBRIEFE PRÜFINSTANZ Einblick in ihre Organisations- und Beschwerdestrukturen. Der Vermögensverwalter aus Starnberg setzt auf persönliche Kundenbeziehungen, kurze Entscheidungswege und eine ausgeprägte Empfehlungskultur. Vertrauensampel und die Ampel zu Selbstauskunft stehen auf Grün. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit im Stresstest der Finanzwelt

Deutschland, Österreich und die Schweiz entdecken ESG neu

Illustriert mit ChatGPT
Wer den ESG-Zug bereits auf dem Abstellgleis sieht, sollte nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz blicken. Drei aktuelle Studien zeichnen ein anderes Bild. Banken, Vermögensverwalter und Fondsanbieter ziehen sich nicht aus nachhaltigen Finanzthemen zurück. Sie verlagern den Fokus. Klimarisiken, Transformationspläne, ESG-Daten und regulatorische Nachweise rücken in den Mittelpunkt. Aus einem Marketingbegriff wird zunehmend ein Instrument der Steuerung. Damit beginnt eine neue Stufe.
Zum Seitenanfang