Wealth Management im Wandel
Nachhaltigkeit bleibt gefragt
Nachhaltige Geldanlagen gewinnen weltweit weiter an Bedeutung. Das zeigt die aktuelle Studie „Sustainable Signals 2026“ des Morgan Stanley Institute for Sustainable Investing. Demnach interessieren sich inzwischen 92 Prozent der befragten Anleger für nachhaltige Investments. Gleichzeitig planen 64 Prozent, ihre Allokation in nachhaltigen Anlagen innerhalb der kommenden zwölf Monate auszubauen. Zwar sank der durchschnittliche ESG-Anteil in den Portfolios leicht von 33 auf 31 Prozent, doch die grundsätzliche Nachfrage steigt weiter. Besonders bemerkenswert: Rendite bleibt der wichtigste Treiber. Anleger verbinden nachhaltige Investments nicht mehr mit Verzicht, sondern mit der Erwartung marktgerechter Erträge und zusätzlicher gesellschaftlicher Wirkung.
Für die Untersuchung befragte Morgan Stanley 2.250 Investoren in Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeit endgültig den Sprung aus der Nische geschafft hat. Parallel dazu wächst jedoch auch die Skepsis. Knapp ein Drittel der Anleger betrachtet Greenwashing als eines der größten Risiken nachhaltiger Kapitalanlagen. Investoren verlangen daher zunehmend belastbare Daten, nachvollziehbare Wirkungsnachweise und eine verständliche Einordnung von ESG-Kriterien.