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Wochenbericht zu Projekt VII: Vermögensentwicklung und Handelsaktivitäten

Aktiv vs. passiv: Wer im Projekt 7 das Benchmarkdepot schlägt – und warum

Erstellt mit Canva
In Kalenderwoche 43 zeigt das Performance-Projekt 7 (Private Banking Depot) ein geteiltes Bild: Während das Benchmarkdepot keine Transaktionen tätigt, handeln sechs Banken aktiv mit einem Volumen von rund 1,75 Mio. Euro. Die Ergebnisse reichen von deutlicher Outperformance bis zu hohen Verlusten. ESG- und Gold-Investments dominieren die Umschichtungen – mit gemischtem Erfolg.

Benchmark und Märkte: Wer setzte sich durch?

Das Projekt 7 für Private Banking Portfolios offenbart in KW 43 deutliche Unterschiede zwischen aktiven und passiven Ansätzen. Das Benchmarkdepot (ID 605, „StifterVergleich“) bleibt auch in dieser Woche ohne jede Handelsaktivität und erzielt dennoch einen soliden Wertzuwachs von +0,50 Prozent. Von den 44 Teilnehmern liegen 19 über, 24 unter dem Benchmark, ein Depot exakt auf gleichem Niveau.

Sechs Institute stechen als aktive Händler hervor: Family Office Volksbank Kraichgau (ID 569), Deka Vermögensmanagement GmbH (576), Kaiser Partner Privatbank AG (567), Berliner Sparkasse – Niederlassung der BSK1818 AG (594), von der Heydt & Co. AG (597) sowie A&Q Asset Management GmbH (599). Zusammen tätigen sie in KW 43 insgesamt 29 Trades mit einem Bruttovolumen von etwa 1,75 Millionen Euro.

Rendite: Wer schlägt das Benchmark – wer nicht?

Die Performance fällt heterogen aus: Das Benchmarkdepot erreicht mit +0,50 Prozent Rang 20. Die Top-Performer dieser Woche sind Lungershausen Eggensperger Enzler & Partner AG (595) mit +1,45 Prozent, DRH Vermögensverwaltung GmbH (589) mit +1,41 Prozent und FRÜH & PARTNER VERMÖGENSVERWALTUNG AG (583) mit +1,29 Prozent. Am unteren Ende stehen A&Q Asset Management GmbH (599) mit −1,56 Prozent, Spiekermann & Co AG (573) mit −0,74 Prozent und CONCEPT Vermögensmanagement GmbH & Co. KG (568) mit −0,66 Prozent. 

Unter den sechs aktiven Tradern schneiden nur Berliner Sparkasse (+0,71 %) und Deka (+0,65 %) besser als das Benchmark ab. Die Mehrheit der Teilnehmer bleibt passiv – insgesamt erzielen die Nicht-Trader im Mittel +0,46 Prozent Rendite. Zwei der sechs aktiven Häuser schlagen das Benchmark; hohe Handelsaktivität garantiert also keinen Mehrertrag.

Drawdowns und Risikotrends: Aktive Häuser erhöhen kurzfristig ihr Risiko

Das Risiko entwickelt sich unterschiedlich: Das Benchmarkdepot verzeichnet einen Maximal-Drawdown von 0,76 Prozent (+0,54 Prozentpunkte). Viele Top-Performer reduzieren ihren Drawdown spürbar; bei den Verlierern steigen die Verlustrisiken. Besonders auffällig ist A&Q Asset Management GmbH mit einem Renditerückgang von −1,56 Prozent bei gleichzeitigem Drawdown-Anstieg um +2,22 Prozentpunkte – trotz acht Trades.

Auch Family Office Volksbank Kraichgau handelt mit hohem Turnover (~49 %), erreicht aber lediglich +0,38 Prozent Rendite und liegt damit unter dem Benchmark. Von der Heydt & Co. AG verliert trotz Umschichtungen −0,29 Prozent, während Kaiser Partner Privatbank AG leicht positiv abschließt (+0,11 %).

Handelsaktivitäten im Detail: Fokus auf ESG und Gold

Die Analyse der Trades zeigt einen klaren Trend: ESG-Strategien und Goldprodukte dominieren die Umschichtungen. Family Office Volksbank Kraichgau trennt sich von großen Positionen in nachhaltigen Fonds wie „AIS-AM.MSCI EUR SRI CPAUE DR A EUR Acc.“ sowie Xetra-Gold und Deutsche Börse AG und investiert verstärkt in alternative ESG-Produkte sowie physisches Gold. Deka Vermögensmanagement GmbH setzt auf US-Tech-Werte wie Dell Technologies Inc., Barclays PLC und Amazon.com Inc., baut jedoch auch Positionen in Alphabet Inc., adidas AG und verschiedene Zertifikate ab.

Von der Heydt & Co. AG nimmt Umschichtungen zwischen internationalen Fondsprodukten vor – darunter WisdomTree Gold-Zertifikate. Diese Maßnahmen bestätigen einen anhaltenden ESG-/Gold-Fokus in den aktiven Depots.

Gewinner, Verlierer und die Rolle des Benchmarks

Berliner Sparkasse überzeugt als Gewinner unter den Tradern mit moderatem Umsatz und einer Rendite von +0,71 Prozent. Deka folgt knapp dahinter. Zu den Verlierern zählt A&Q Asset Management GmbH – hier führte ein hoher Handelsumsatz zu erhöhtem Risiko ohne Ertragsvorteil. Das Benchmarkdepot behauptet sich im Mittelfeld – ganz ohne Transaktionen. Teilnehmer wie Bankhaus Carl Spängler (563) blieben ebenfalls passiv, trotzdem kam es zu einer Verschlechterung des Risikoprofils infolge Marktbewertungseffekten.


Gliederung nach Ankäufen und Verkäufen je Teilnehmer



Teilnehmer (Depot_ID)Ankäufe (Stück)Ankauf Volumen (€)Verkäufe (Stück)Verkauf Volumen (€)
Kaiser Partner Privatbank AG (567)15.970,7300
Family Office Volksbank Kraichgau (569)3541.108,904587.460,52
Deka Vermögensmanagement GmbH (576)337.909,29538.887,32
Berliner Sparkasse (594)00118.266,75
von der Heydt & Co. AG (597)264.273,302145.941,41
A&Q Asset Management GmbH (599)4137.205,67487.902,20



Top-5-Wertpapiere nach Handelsvolumen

Hier werden die größten Einzeltransaktionen (nach absolutem Betrag) gelistet:


RangWertpapiernameTypVolumen (€)
1AIS-AI MSCI Eur.ESG Broad Tra. EUR (C) (569)Ankauf300.116,18
2AIS-AM.MSCI EUR SRI CPAUE DR A EUR Acc. (569)Verkauf308.153,57
3XETRA Gold Zertifikat (569)Verkauf133.209,30
4iShares Physical Gold ETC (569)Ankauf124.044,03
5AIS-AM.WORLD SRI PAB UCITS ETF DR (C) (569)Verkauf101.180,25


Hinweis:

  • Für Ankäufe ist das Volumen als absoluter Wert der Beträge berechnet.
  • Bei Verkäufen ist das Volumen als Summe der positiven Beträge berechnet.

Quelle: infront


Die Woche zeigt: Passivität kann sich lohnen – das Benchmarkdepot schlägt vier von sechs aktiven Tradern. Hoher Turnover garantiert keinen Mehrertrag, erhöhte Risiken können sogar zu Verlusten führen. Umschichtungen in ESG- oder Goldtitel sind kein Selbstläufer. Für Anleger gilt: Selektives Handeln und konsequentes Risikomanagement zahlen sich aus. 
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