Bitte registrieren Sie sich neu, um alle nicht kostenpflichtigen Inhalte auf fuchsrichter.de einsehen zu können.
030-288 817-20
0,00 €
2334
Besser als die Benchmark im Performance-Projekt VI

Früh & Partner: Selbstbewusst zum Projekterfolg

Glas voller Münzen. © CatLane / Getty Images / iStock
„Unabhängig, wertorientiert, persönlich“ sei die Vermögensverwaltung Früh & Partner laut ihrer Website. In den Performance-Projekten zeigen die Liechtensteiner, wie sie diese Grundsätze bei der Steuerung ihrer Portfolios einsetzen. Die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen.

„Bei Früh & Partner sind Teile des Firmenvermögens wie auch das Kapitalvermögen der Geschäftsleitung, der Partner und Mitarbeiter in eigenen analysierten Anlagen investiert.“ So begrüßt Ralph Früh, Vorsitzender der Früh & Partner Vermögensverwaltung AG, Interessenten auf seiner Website.  Die Botschaft an potenzielle Kunden ist klar: Hier wird der eigenen Vermögensverwaltung so vertraut, dass der Vorstand nicht nur bereit ist das unternehmerische Risiko zu tragen, sondern auch mit seinem Privatvermögen den Empfehlungen des Portfoliomanagements folgt.

Die Berechtigung für dieses Vertrauen, unterfüttert die Erfolgsbilanz von Früh & Partner in den Performance-Projekten. Bereits seit acht Jahren nehmen die Liechtensteiner an den verschiedenen Projekten teil. Die Bilanz kann sich sehen lassen: In den abgeschlossenen Projekten III und IV übertrumpften die Liechtensteiner die Benchmark. Gleiches gilt aktuell für die noch laufenden Projekte VI und VIII.

Zwei Grundzutaten für das Erfolgsrezept

Aus Sicht der Prüfinstanz hat das Erfolgsrezept von Früh & Partner zwei zentrale Zutaten. Das wäre einerseits ihre Unabhängigkeit. In diesem Punkt vermag das Portfoliomanagement alle Trümpfe auszuspielen. Denn während große Banken sich oft an starre Vorgaben und Richtlinien halten müssen – was auch zum Teil erklärt, weshalb es kaum eine Großbank schafft, die Benchmark zu übertrumpfen – kann das Portfoliomanagement von Vermögensverwaltungen frei agieren. Das heißt, dass Benchmark-Orientierungen keine so große Rolle spielen, Nachhaltigkeits-Kriterien nicht zum Maß aller Dinge erhoben werden, Einzeltitel eine größere Bedeutung vor Investmentfonds erhalten und der Blick auf die konkreten Wachstumsaussichten eines Unternehmens eine größere Rolle spielt, als allgemeine übergeordnete Branchentrends.

Doch wäre Unabhängigkeit das einzige Kriterium, müssten sämtliche Vermögensverwalter die Projekt-Benchmark schlagen – was sie erwiesenermaßen nicht tun. Die zweite Erfolgszutat von Früh & Partner ist daher aus Sicht der Prüfinstanz das starke Research und Portfoliomanagement. Angesichts des wiederholten Erfolgs in den Performance-Projekten lässt sich guten Gewissens sagen, dass hier weitaus mehr dahinter steckt, als nur ein paar Glückstreffer. Die Prüfinstanz wollte genauer wissen, wie die Vermögensverwaltung arbeitet und hat mit Vorstand Ralph Früh gesprochen, der uns tiefere Einblicke „unter Deck“ gegeben hat.

Kriterien des Portfoliomanagements

Früh & Partner investiert nach den Value Investing Prinzipien. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den fundamentalen Entwicklungen der Unternehmen. Zudem wird darauf geschaut, dass die Aktien des Unternehmens derzeit unter ihrem eigentlichen (fairen) Wert und somit zu einem günstigen Preis an der Börse gehandelt werden können. Die rationale und langfristige Betrachtung dieser beiden Faktoren, erlaubt es Value Investoren Diskrepanzen zwischen dem derzeitigen Börsenwert eines Unternehmens und dem real erwarteten Wert auszunutzen.

Bei der Suche nach konkreten Investments, kommt das hausinterne Research zum Einsatz. Dafür gibt es ein Analystenteam. Auf Empfehlungen Dritter (z.B. Börsenzeitungen) wird verzichtet. Die Analysten bewerten Unternehmen nach den bereits angesprochenen Value-Kriterien. Zudem fokussieren sie sich auf eine überschaubare Anzahl von Unternehmen. In einem Mischdepot sollten laut Früh nicht mehr als 20-25 Aktien sowie rund 15-20 Anleihen vorhanden sein. Diese strenge Selektion hält die Portfolios überschaubar und soll sicherstellen, dass nur in die Marktführer einer jeweiligen Branche investiert wird und alle Unternehmen detailliert verfolgt werden können.

Investments ausschließlich in Einzeltitel

Früh & Partner investieren ausschließlich in Einzeltitel. Investmentfonds oder die immer beliebten börsengehandelten Indexfonds (ETF) finden sich nicht in ihren Portfolios. Laut Früh besteht die Gefahr, dass die breite Masse der Marktteilnehmer denselben Gedanken hat und damit prozyklisch und somit genau zum falschen Zeitpunkt gehandelt wird.

Und noch etwas fällt am Portfolio auf: Früh & Partner investieren ausschließlich in Aktien und Unternehmensanleihen. Warum nicht auch in Edelmetalle, Rohstoffe oder Kryptowährungen wollten wir von Ralph Früh erfahren. Laut ihm waren historisch gesehen Unternehmensbeteiligungen eine sehr attraktive Anlageklasse für Anleger. Wertorientierte Investoren konzentrieren sich dabei ausschließlich auf die fundamentalen Entwicklungen und berechnen den Wert einer Anlage auf Basis der zukünftigen Kapitalerträge. Von einer Absicherung durch Edelmetalle sieht Früh & Partner deshalb ab. Nichtsdestotrotz kann auf Kundenwunsch ein Teil des Portfolios in Gold angelegt werden. Auf Rohstoffe und Kryptowährungen wird verzichtet, da aufgrund der fehlenden Cashflow-Generierung eine Berechnung des inneren Wertes nicht möglich ist und diese somit nicht unter das Value-Investing fallen.

Krisenkompetenz: Wichtiger denn je

Angesichts der jüngsten Krisen (Corona, Ukraine, Taiwan, Inflation), müssen Portfoliomanager in der Lage sein, schnellstmöglich ihr Portfolio anhand aktueller Entwicklungen zu bewerten und gegebenenfalls neu auszurichten. Das ist auch bei Früh & Partner nicht anders. Ralph Früh erklärt das folgendermaßen: „Ein gutes Risikomanagement erfolgt großteils zum Zeitpunkt der Auswahl der Unternehmen sowie der Portfoliozusammensetzung und nicht erst zum Zeitpunkt diverser Krisen. Die Portfolios und Unternehmen müssen jederzeit wirtschaftlich gewappnet sein, nachhaltig unbeschadet durch allerlei Krisen zu gehen. Diese analytische Recherchearbeit leisten wir vorab. Auch wenn wir einen langfristigen Anlagehorizont verfolgen, ist es dennoch sehr wichtig, die Flexibilität in solchen Marktphasen zu bewahren. Wir haben die durch die Krisen hervorgerufenen Bewertungsrückgänge ausgenutzt und konnten die Qualität und Stabilität unseres Portfolios mittels opportunistischer Umschichtungen nochmals erhöhen.”

Das Portfolio von Früh & Partner

Das konkrete Portfolio im Projekt VI besteht zu 42,9% aus Aktien und zu 48,3% aus Anleihen. Ein kleiner Teil wird als Cash-Reserve gehalten. Damit ist die Portfolioaufteilung der Benchmark sehr ähnlich. Das aktive Portfoliomanagement von Früh & Partner macht aber den Unterschied, der letztendlich auch zum Portfolioerfolg führt. Die Gebühren für das exemplarische Stiftungsportfolio liegen bei moderaten 0,75% p.a.

Fokussiert im Baustein Aktien

Der Aktien-Baustein besteht aus 21 Titeln, darunter bekannte Namen wie Alphabet, Amazon, Berkshire Hathaway, Meta, Netflix oder Spotify. Schon allein daran wird klar, wo die Liechtensteiner großes langfristiges Marktpotential sehen – es sind Technologie-Unternehmen aus Nordamerika. Dennoch besteht eine breite Diversifikation, da sich unter anderem führende Verpackungs- und Chemieunternehmen oder auch ein Betreiber von Seniorenresidenzen in Neuseeland und Australien im Portfolio wiederfinden. Spotify ist im Aktienbaustein zwar das einzige europäische Unternehmen, jedoch investiert Früh & Partner großteils in global agierende Unternehmen, die ihre Umsätze über viele verschiedene Wirtschafsräume erwirtschaften. Der bisherige Projekterfolg zeigt, dass trotz der fokussierten Selektion der Investments genügend Diversifikation besteht und Risiken somit gut eingegrenzt wurden.

Es gibt aber auch zwei Unternehmen, die Früh & Partner beinahe einen Totalverlust beschert haben. Sie haben beide ihren Sitz in Russland. Das sind das Metall-Unternehmen Severstal (-99,9% seit Kauf) sowie die TCS Group Holding (-89,8% seit Kauf). Mit diesen Investments wollte Früh & Partner die Chance nutzen, in einen Stahlproduzenten mit führender Kostenstruktur und in eine schnellwachsende und hochprofitable Digitalbank zu einer günstigen Bewertung zu investieren. Die Kursverluste sind dabei auf die eingeschränkte Handelbarkeit an der Londoner Börse zurückzuführen. Die aktuellen Kurse in Moskau (31.08.2022) bei Severstal (-10,96%) und bei TCS (+124,21%) zeigen ein anderes Bild. Obwohl der Handel dieser Wertpapiere für viele westliche Investoren derzeit nicht möglich ist, besteht in Zukunft potenziell die Möglichkeit diese Beteiligungen zu einem höheren Kurs, als gerade im Portfolio impliziert wird, wieder zu veräußern. Dass diese beiden Investments dem Portfolio-Erfolg keinen Abbruch getan haben, liegt an der geringen Gewichtung und an den sehr gut gelaufenen anderen Aktien. Die stärksten Zuwächse erzielte seit Kauf das Chemie-Unternehmen Chemours (+118,3%), gefolgt von Alphabet (+80,3%), Amazon und LGI Homes (beide +52,8%).

Diversifikation bei Anleihen

Im Anleihe-Baustein findet sich abermals der Chemiekonzern Chemours, aber auch der deutsche Finanzdienstleister Grenke, der japanische Telekommunikationskonzern Softbank, die britische Metro Bank oder der kanadische Methanol-Produzent Methanex. Hinsichtlich der Laufzeiten setzen die Liechtensteiner auf einen Mix auf kurz- und langlaufenden Schuldverschreibungen.

Kurs halten in der Krise

Das Portfolio von Früh & Partner kannte vor allem einen Zustand: Krise. Das Projekt startete am 01.01.2020 – also genau zu Beginn der Corona-Krise. Und als diese überstanden schien, begann allmählich die Inflation zu steigen, die Zinsen wurden heraufgesetzt und schließlich folgte im Februar 2022 der Kriegshammer in der Ukraine.

Während das Portfolio vor allem nach dem ersten Schock der Corona-Pandemie sehr stark performte, führte die Fülle und Intensität an negativen makro- sowie geopolitischen Entwicklungen in den vergangenen Monaten zu hohen Unsicherheiten und verkürzten Anlagehorizonten an den Märkten, welche keinen überschaubaren Einfluss auf die Bewertungen des Portfolios von Früh & Partner hatten. Die Unternehmen im Portfolio zeigen eine hohe Krisenresistenz und profitieren sogar teilweise von den Entwicklungen, da sie als Marktführer auf ihrem Gebiet ihre Position ausbauen können. Dies wird sich laut Ralph Früh zukünftig in der Performance widerspiegeln, da die fundamentalen Entwicklungen von Unternehmen die langfristigen Treiber von Kursen an den Märkten darstellen.

Aufgeblasene Märkte lassen Luft ab

Die Kursbewegungen der letzten Monate stufen Früh & Partner in vielen Bereichen als gesund und nachhaltig ein. Der weitere Verlauf sei allerdings von vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren wie der Inflation, Geldpolitik, weiterem wirtschaftlichen Verlauf und der allgemeinen Stimmung der Marktteilnehmer abhängig und sei somit sehr schwierig einzuschätzen. Während die aktuellen makroökonomischen Entwicklungen gewisse Risiken bergen, sehen Früh und sein Team aufgrund der allgemeinen Korrektur und der ihrer Ansicht nach teilweise ungerechtfertigter Kursverluste von qualitativ hochwertigen Unternehmen, in gewissen Bereichen sehr attraktive Chancen. Hierbei konzentrieren sie sich aufgrund der sich weiterhin verschärfenden Energiekrise in Europa bei neuen Investments auf Unternehmen außerhalb von Europa.

Außerdem sind die bestehenden Unternehmen im Portfolio laut Ralph Früh sehr gut für die Zukunft gerüstet. Hohe Preissetzungsmacht, stabile Geschäftsmodelle und vorteilhafte Kostenstrukturen ermöglichen profitables Wirtschaften sowohl in einem inflationären Umfeld als auch in Wirtschaftskrisen. Die selektive Auswahl stimmt Früh & Partner positiv, dass jedes Unternehmen im Portfolio in der Lage sein wird, aktuelle und bevorstehende Herausforderungen zu meistern sowie über den Zyklus hinweg hohe Gewinne und Cashflows zu erwirtschaften und dass diese Entwicklungen früher oder später in den Bewertungen wieder berücksichtigt werden.

Kontakt

Schaanerstrasse 29, 9490 Vaduz, Liechtenstein, www.fpartner.li
Ansprechpartner: Ralph Früh, ralph.frueh@fpartner.li


Fazit: „Unabhängig, wertorientiert, persönlich“, ist die Vermögensverwaltung Früh & Partner laut ihrer Website. In den Performance-Projekten zeigen die Liechtensteiner, wie sie diese Grundsätze bei der Steuerung ihrer Portfolios einsetzen. Die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Geschäftsreisen nach China mit der AHK

Business-Flüge nach China sind möglich

Lufthansa Flugzeuge. © Daniel Kubirski / picture alliance
Bestimmte Businessreisende und Familien können mit der AHK nach China fliegen. Wir nennen Ihnen Bedingungen, Preise und Abflugzeiten.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ohne Zuschlag keine Untervermietung

Zuschlag für Untervermietung hat Bestand

Mietvertrag. © Stockfotos-MG / stock.adobe.com
Dass eine Wohnung nicht ohne die Erlaubnis des Vermieters untervermietet werden darf, ist den meisten Mietern klar. Aber dürfen Sie als Vermieter für die Untervermietung einen Zuschlag zur Miete verlangen? Das Landgericht (LG) Berlin hat diesen Punkt jetzt geklärt.
  • Fuchs plus
  • Mangel an Mikroprozessoren droht

Anhaltender Chip-Mangel über 2030 hinaus

Halbleiter. © Raimundas / stock.adobe.com
Bei den leistungsstarken Mikroprozessoren, die in Computer oder Smartphones eingebaut werden, droht in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts ein Mangel. Derzeit sind zwar viele neue Chipfabriken im Bau. Dennoch droht bald ein neuer Chip-Mangel.
  • Fuchs plus
  • Höhere Subventionen für CO2-Einsparungen bei Gebäuden und im Verkehr

Viel Geld für Unternehmen verfügbar

Sinkende CO2 Emissionen. © Olivier Le Moal / stock.adobe.com
Innerhalb der EU gibt es eine Einigung auf eine höhere CO2-Vermeidung in den Bereichen Gebäude und Verkehr. Das hat Konsequenzen für Unternehmen - allerdings positive. Denn die deutsche Politik wird ihre Förderung für Energiesparmaßnahmen in diesen Bereichen deutlich ausbauen.
Zum Seitenanfang