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Besser als die Benchmark im Performance-Projekt VII

Kaiser Partner Privatbank AG schlägt ETF-Portfolio

Blick auf Tal in Liechtenstein. © RukiMedia / stock.adobe.com
In unsicheren Zeiten ist es wichtig, starke Partner an seiner Seite zu haben. Das gilt auch für vermögende Privatkunden. Die Kaiser Partner Privatbank AG zeigt im Performance-Projekt VII, dass sie ein starker Partner ist. Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz hat sich das Haus und seinen Investmentstil näher angesehen.

Sicherheit in unsicheren Zeiten – mit diesem Versprechen werben Privatbanken um Kunden. Eine Bank, der das im Performance-Projekt VII der FUCHS | RICHTER erwiesenermaßen gelingt, ist die Kaiser Partner Privatbank aus Liechtenstein. Das 1977 gegründete Haus verwaltet ein Kundenvermögen in Höhe von 5,711 Mrd. Schweizer Franken (Stand: 31.12.2021) und beschäftigt 80 Mitarbeiter. Spezialisiert haben sich die Liechtensteiner unter anderem auf nachhaltige Geldanlagen. Summa summarum: Eine modern aufgestellte Privatbank, jenseits der großen Player am Markt.

Komplett nachhaltig unterwegs

Auffällig am Investmentstil der Kaiser Partner Privatbank sind aus Sicht der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz vor allem zwei Dinge. Einerseits sehen wir im Portfolio, dass Kaiser Partner das Thema Nachhaltige Geldanlage fest integriert haben. Die investierten Aktienfonds müssen den SRI-Kriterien (Sustainable Responsible Investment) entsprechen – ein internationaler Standard für nachhaltige Geldanlagen. Bei den Anleihen wird darauf geachtet, dass die Emittenten das eingesammelte Kapital für „gute Zwecke“ – also Umwelt- oder Klimaschutz, Soziale Verantwortung etc. – einsetzen. Impact Investing ist dafür das Fachwort der Branche. Und ein besonderes Schmankerl sehen wir bei Gold: Das im Depot befindliche Edelmetall kommt aus nachhaltigen Quellen.

Auf andere Rohstoffe (Industriemetalle, Agrarrohstoffe, Energierohstoffe wie Öl) setzt die Kaiser Partner Privatbank – im Gegensatz zur Benchmark – aus ethischen Gründen nicht. Das ist hinsichtlich der Performance bemerkenswert, denn die Liechtensteiner verzichten damit bewusst auf eine potenzielle Renditequelle. Der informierte Zeitungsleser weiß: Die Rohstoffmärkte erleben angesichts des Post-Corona-Konjunkturbooms und des Ukraine-Krieges starke Preissteigerungen.

Klar strukturierter Investmentansatz

Rendite holt sich die Kaiser Partner Privatbank aber an anderer Stelle. Das schafft sie durch das andere Merkmal ihres Investmentstils, das wir herausstellen möchten: Einen regelbasierten und aktiven Investmentansatz. Die Liechtensteiner haben ein eigenes bankinternes Researchteam „Investment Solutions“ implementiert, das den Investmentprozess überwacht. Das Investment Solutions Team verfolgt einen Best-in-Class-Ansatz. Das heißt im aktuellen Projekt-Fall, dass sich unterschiedliche Investmentsfonds angeschaut werden, aus denen die besten für das Kundenportfolio herausgepickt werden. Konkret schaut das Research dabei auf die Aktienrisikoprämie (meint im Wesentlichen das Risiko des Investments), vollzieht eine Sektorenanalyse (Blick über konkrete Region oder Branche) und betrachtet historische Renditen, um Aufschlüsse über die Qualität der Investments und ihr Verhalten in vorangegangenen Krisen (z.B. Finanzkrise 2008, Corona 2020, aktuell Ukraine-Krieg) zu gewinnen.

Der strategische Blick hat dabei für das Team Priorität. Den wesentlichen Teil der Renditen wollen sie durch die strategische Ausrichtung Ihrer Anlagen erwirtschaften, und lediglich einen kleineren Teil durch Selektion bzw. Investmentopportunitäten.  Das verdeutlicht den langfristigen Blick mit dem Kaiser Partner ihre Kundenportfolios steuert. Hektisches Trading ist hier fehl am Platz.

Weitblick und Reaktionsschnelligkeit

Wichtig ist den Liechtensteinern, dass sie „robuste“ und breit diversifizierte (über viele Anlagen verteilte) Portfolios für ihre Kunden bauen. Die Portfolios werden stetig optimiert und aktuellen Gegebenheiten angepasst. Diese Überwachung liefert Sicherheit und ist der Rendite zuträglich. Bei unvorhergesehenen Marktereignissen tritt das Portfoliomanagement-Team umgehend zusammen und beraten über Anpassungen. So gesehen zuletzt im eskalierenden Ukraine-Krieg.

Kaiser Partner hatten dieses geopolitische Risiko schon längere Zeit auf dem Radar und haben mögliche Portfolio-Einflüsse bei unterschiedlich eintretenden Szenarien vorbesprochen. Bereits in der ersten Februarhälfte wurden alle Titel im Portfolio auf wesentliche direkte oder indirekte Russland-Exposures überprüft – und entsprechende Titel direkt verkauft. Am 22.2.2022 – dem Tag der russischen Anerkennung der ostukrainischen Separatistengebiete – wurde im Anlagekomitee die Lage erneut beurteilt. Das Ergebnis: Aufgrund der bereits früher getroffenen Maßnahmen mussten taktisch keine Veränderungen vorgenommen werden; die robuste Portfolio-Strategie konnte beibehalten werden. Das Team erklärt der Prüfinstanz, dass sie der Meinung sind, „dass bei solchen politischen Börsen der größte Fehler darin besteht in Aktionismus zu verfallen und Positionen überstürzt zu verkaufen.“ Die dynamische Situation wird selbstverständlich fortlaufend überprüft.

Zinsen fest im Blick

Für den längerfristigen Blick hat das Team von Kaiser Partner fest die US-Zinsen im Blick. Sie haben „Leuchtturmcharakter“ für die Liechtensteiner. Die ökonomische Lage in Europa schätzen sie fragiler ein als in den USA. Für Kaiser Partner folgt daraus, dass die EZB nur einen zaghaften Zinserhöhungspfad beschreiten kann – eine strukturelle Schwäche der Eurozone.

Für ein balanciertes Portfolio so wie im Performance-Projekt VII (Aktienquote 40% bis 60%) erwarten die Liechtensteiner in den nächsten Jahren eine Rendite von 3,4% bis 5%. Für Aktien generell setzen die Liechtensteiner in den kommenden fünf Jahren eine Rendite von 4,8% (Schweiz) bis 7% (Schwellenländer) an. „Mau“ sieht es ihrer Einschätzung nach weiter bei Anleihen aus. Deutsche Staatsanleihen rentieren negativ (-0,4%), versicherungsbasierte Anleihen sehen sie hingegen bei 5,4%. Die Renditeerwartung für Gold liegt zwischen 3% und 4,3% p.a.

Das Portfolio der Kaiser Partner Privatbank

Das Portfolio der Kaiser Partner Privatbank besteht derzeit zu 40% aus Aktien, 40% Anleihen, 15% Immobilien und 5% Gold. Der Großteil des Portfolios ist in den USA investiert (46,6%), 31,4% entfallen auf Titel aus Europa, ein im Marktvergleich großer Anteil ist in Schwellenländer investiert (17%). Die Kosten des Portfolios liegen bei 1% p.a. – das ist marktüblich. Die Rendite im 4. Quartal 2021 lag bei Kaiser Partner bei 2,23%. Die Benchmark schaffte gerade mal 0,29%. Im Laufe des ersten Quartals 2022 ging es im Zuge der Zinswende und des Ukraine-Kriegs für das Kaiser Partner Portfolio um -0,96% nach unten. Für die Benchmark ging es mit -1,19% sogar noch ein Stück tiefer – auch hier performte die Kaiser Partner Privatbank besser als das ETF-Portfolio.

Breit gestreutes Fondsportfolio

Alle Kaiser Partner-Investments im Performance-Projekt VII erfolgen über Investmentfonds – insgesamt befinden sich zehn im Portfolio. Die meisten Fonds werden aktiv gemanagt. Auffällig dabei: Alle Fonds stammen von Fremdanbietern. Für den Kunden bedeutet das in jedem Fall, dass es sich hier nicht um eine Bank handelt, die einem versucht „das Produkt des Monats“ anzudrehen. Das ist auch ein klarer Pluspunkt im Risikomanagement.

Zur breiteren Streuung befinden sich auch börsennotierte Indexfonds (ETF) im Portfolio. Hier sehen wir etwa einen Emerging Market ETF (ISIN: LU 163 761 823 9), einen Renten-ETF (ISIN: LU 094 297 028 5) oder auch die größte Position: Ein nachhaltig gescreenter ETF auf den MSCI World Index (ISIN: IE 00B YX2 JD6 9, Anteil ca. 20% des Portfolios). Auch ein Mikrofinanzfonds befindet sich im Portfolio (ISIN: LU 097 307 954 3).

Unterschiede zur Benchmark

Grundsätzlich setzt die Kaiser Partner Privatbank in ihren Kundenportfolios auf Einzeltitel (Aktien und Anleihen). Der Vorteil für den Kunden liegt in der durch diesen Ansatz erzielten Überrendite im Vergleich zu Fondsinvestments. Sicherheit auf der anderen Seite entsteht durch das aktive Management der Liechtensteiner. Sie verstehen aktives Management als bewusstes Abweichen von der Benchmark. Ansonsten könne sie auch einfach einen ETF kaufen - doch dafür müsste sich ein Kunde nicht an eine Bank wenden. Kaiser Partner wollen qualitativ hochwertigere Portfolios bieten.

Beim eingesetzten Portfolio im Performance-Projekt VII wurde jedoch bewusst auf Einzeltitel verzichtet. Diese Entscheidung traf die Bank, nachdem sie sich intensiv mit der Benchmark im Projekt auseinandergesetzt hat. Im Vergleich zur Benchmark ist der Schwellenländer-Anteil höher, das Verhältnis USA / Europa ausgeglichener. Zudem gibt es einen Immobilienanteil, auf Rohstoffe (Ausnahme nachhaltiges Gold) wird verzichtet. Zudem wurde bei der Titelauswahl sehr genau darauf geachtet Titel zu wählen, die hinsichtlich ihrer Qualitätskriterien einen Vorteil gegenüber den Benchmark-ETF aufweisen.

Klare Ableitungen nach US-Zinswende

Den bisherigen Erfolg ihres Portfolios führen Kaiser Partner darauf zurück, dass sie derzeit auf „wenig zinssensitive“ Anlagen setzen. Das heißt, dass von der Feststellung der Zinswende ausgehend von den USA die Ableitung getroffen wurde auf Investments zu setzen, die unter steigenden Zinsen weniger leiden. Das sind etwa Unternehmen der Finanzbranche, Versorgungs- und Telekommunikationsdienstleister oder Unternehmen der Lebensmittelbranche. Zudem haben sie im Projektverlauf damit begonnen ihr Engagement in Value-Titel (unterbewertete Unternehmen) zu erhöhen – die Investments in Quality-Aktien (Titel mit hohen Qualitätskriterien) wurden reduziert.

Zudem spielt das Portfolio der Bank auch im Zuge des Ukraine-Krieges seine Stärken aus. Durch den vorausschauenden und weitsichtigen Blick konnte die Bank das Risiko in ihrem Portfolio besser steuern als die Benchmark. Das ETF-Portfolio zieht hier „den Kürzeren.“ Deutlich wird das am Maximum Drawdown, also dem größten Verlust vom letzten Höchststand. Während es für die Benchmark 6% bergab ging, gab das Kaiser Partner Portfolio nur 5% nach.

Fazit: Die Kaiser Partner Privatbank zeigt, welche Vorteile Privatbanken vermögenden Kunden bieten können. Das Researchteam leistet nachweisbar solide Arbeit, die nachhaltige Ausrichtung des gesamten Investmentprozesses hebt die Bank von Mitbewerbern ab. Die Prüfinstanz ist gespannt, wie sich Kaiser Partner weiter schlagen wird.
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