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Bankhaus Carl Spängler | TOPs 2017 Vermögensstrategie & Portfolioqualität

Bankhaus Carl Spängler & Co. AG: Brillant!

Das Bankhaus Carl Spängler hat uns mit einem guten Beratungsgespräch gelockt. Doch der schriftlich ausgearbeitete Anlagevorschlag überwältigt geradezu. Bis auf eine winzige Schwäche.

Bankhaus Carl Spängler & Co. AG Schwarzstr. 1, A-5020 Salzburg
www.spaengler.co.at

Die Bank sendet uns ein Protokoll, das ausführlich die Ausgangssituation schildert und die wichtigsten Eckpunkte wie Rendite und Risiko dokumentiert. Prompt antwortet der Kunde, denn wir finden einige wenige Punkte, die wir anders wahrgenommen haben. Vorbildlich ist: Die Bank integriert die Punkte in die zweite Version des Protokolls, und damit wir nicht alles neu lesen müssen, werden die Änderungen grün markiert. Das ist kundenfreundlich und sehr sorgfältig. Auch die 15 Seiten umfassende Depotanalyse ist dezidiert und vorbildlich. Wie sehen eine gute aufbereitete Analyse nach Anlageklassen, Währungen, Ratings, Duration, Performance der Vergangenheit, Kosten und dem Fazit, dass wir etablierte Fonds hätten bei denen der Schwerpunkt auf Staatsanleihen liegt. 41% betrage der Fremdwährungsanteil und die Portfolioqualität sei mit A+ gut ist. Das Zinsänderungsrisiko sei aber mit 6,4 ein hoher Wert. Eine vorbildliche Analyse! Im Anlagekonzept finden wir dann die Zusammenfassung, auch mit steuerlichen Hinweisen zu unseren Fonds (keine “Altbestände” mit Abgeltungssteuerprivileg.) Sehr gut: Es wird ermittelt, dass wir Steuern zahlen müssen, wenn wir alles verkaufen. Und zwar 140.000 Euro. Das hat kein anderes Haus so sorgfältig ermittelt! Systematisch geht es weiter: Wir benötigen nach Steuern und Kosten 2 %, das sind damit 3,86 % vor diesen beiden Positionen. Bei Anleihen rechnet Spängler mit 1%, bei Aktien mit 6,5% p.a., die Bank ist also recht vorsichtig. Das führt zu folgender Aufteilung im Depot: 2,6% Liquidität, 48,7% Aktien, 48,7% Anleihen.
Wertungsübersicht
Beratungs­gesprächVermögens­strategiePortfolio­qualitätTransparenzGesamt
31,2
28,5
6,0
13,6
79,4

max. 45 Punkte

max. 30 Punktemax. 9 Punktemax. 16 Punktevon 100

Rendite und Risiko sehr gut erläutert

Sehr gut gelöst ist die Erläuterung von Rendite und Risiko. Es wird ein Tacho für Rendite als Bild gewählt, für Risiko ein Bremsweg. Vielleicht ist das Bild besonders für Auto-affine Kunden perfekt, aber es kann wohl jeder damit etwas anfangen. Spängler geht hier einen guten Weg, an dem sich andere Häuser orientieren könnten. Auch gut: Im ausführlichen Stresstest wird gezeigt, dass der maximale Verlust bei 21% liegt und damit über unserer Grenzlinie von 15%. Dennoch begründet die Bank dezidiert, warum dieser Wert in der Praxis von der Bank nicht erreicht wird und das Risiko auf 15% Verlust begrenzt werden kann: 1. Es werden je Titel Stop-Loss-Marken gesetzt. Das verhindert, dass die hohen Werte von 20% und mehr erreicht werden. 2. Die Bank vereinbart diese Wertuntergrenze von 15% und sichert damit das Ziel ab. Das ist ein guter Weg, auch wenn die Bank es dann noch beweisen muss. Die Erklärungen sind aber gut nachvollziehbar. Für ihre Dienste will die Bank 0,70% + 20% USt. Kickbacks werden erstattet. Das ist im Marktvergleich ein guter und sehr fairer Wert, zumal die Leistungen auch sehr gut sind.

Fazit Vermögensstrategie: Mit diesem Vorschlag und Angebot liegt das Bankhaus Spängler an der Spitze des diesjährigen Wettbewerbs. Die Depotanalyse ist ausführlich und gut aufbereitet, dazu gibt es eine sehr gute Herleitung des Portfolios mit nachvollziehbaren Renditeerwartungen. Der Stresstest in der historischen Betrachtung, gepaart mit einer Berechnung des Zinsänderungsrisikos, ist ebenfalls gelungen. Alles ist zudem laienverständlich und anschaulich präsentiert. Dazu noch innovativ bei der "Übersetzung" des schwierigen Themas "Risiko" und "Rendite" in die Verständniswelt des Kunden. Qualitätsorientiert ist Spängler außerdem in allen Phasen des Beratungsprozesses. Dies ist gut zu sehen, als der Kunde eine Ergänzung zum Protokoll wünscht. Die Bank schickt ein Update und markiert darin die Neuerungen in grüner Farbe. Kleines Manko: Für den konkreten Vorschlag erhalten wir keinen Detailblick auf die konkreten Wertpapiere. Allerdings haben wir in einem gesonderten Dokument die Möglichkeit, in ein "Echtdepot" zu schauen. Das reicht erst einmal aus, um den sehr positiven Gesamteindruck zu bestätigen.

Fazit Portfolioqualität: Die Qualität des Portfolios ist in der Analyse von Quanvest durchschnittlich. Die Anfälligkeit für einen Zinsschock ist deutlich gemindert, aber noch vorhanden. Die erwartbare Rendite ist passabel. Der mögliche maximale Verlust im Bereich des Erträglichen.

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