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Bankhaus Krentschker & Co Aktiengesellschaft, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Hervorragende persönliche Beratung

In der Beschreibung ihrer Tätigkeit auf der Webseite schreibt das Bankhaus Krentschker, es sei als Privatbank „darauf ausgerichtet, die Kunden und das anvertraute Vermögen individuell, persönlich und diskret zu betreuen." Das Anlagegespräch vermittelt uns den Eindruck, dass es die Bank damit ernst meint. Am Ende findet sich dann aber doch ein Haar in der Suppe.

„Objektive Beratung, persönlicher Einsatz, traditionelle Werte und umfassendes fachliches Wissen sind die Grundpfeiler unseres Handelns", verkündet das Bankhaus Krentschker auf seiner Webseite. Wir sind gespannt. Kann die Bank ihren hohen Anspruch erfüllen? Was können wir konkret erwarten? Auch hier gibt die Webseite Auskunft: „Von zentraler Bedeutung ist dabei der Faktor Zeit. Diese nehmen wir uns, um jeden einzelnen Kunden, dessen persönlichen Kontext und dessen Prioritäten kennen zu lernen." Beratung, um die Kundeninteressen genau kennen zu lernen – das hört sich gut an.

Breites Spektrum an Beratungsleistungen

Das Bankhaus Krentschker & Co Aktiengesellschaft ist eine Privatbank mit Sitz in Graz. Die Bank hat kein offizielles Rating. Private Banking-Kunden können zwischen einer ganzheitlichen Vermögensberatung, diskretionärer Vermögens- bzw. Wertpapierverwaltung mit eigener Strategie, Anlagenberatung, Family Office, Nachfolgeplanung und Immobilienberatung wählen. Auch Stiftungsmanagement bzw. -services werden angeboten. Nach MiFID II klassifiziert sich die Bank als abhängiger Berater, das heißt, die Bank kassiert Provisionen für Anlageprodukte.

Krentschker gehört schon seit 1967 der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG. Die Bank sieht darin ein Alleinstellungsmerkmal. Sie bietet Tradition und Philosophie einer Privatbank und die Sicherheit der Sparkassenorganisation.

Nationaler österreichischer Anbieter

Zum Ende 2017 waren 1.1 Mrd. Euro Vermögen in der Verwaltung bei Krentschker, das die Bank im letzten Jahr weiter gemehrt hat: Das Nettoneugeld betrug 23 Mio. Euro. Das Bankhaus Krentschker sieht sich als nationalen Anbieter und ist in den Regionen Graz und Wien mit je einer Filiale aktiv. Österreichische Kunden machen 95% der gesamten Kunden aus.

Der Kunde und sein Anliegen

Wir sind 59 Jahre alt, ledig und kinderlos und arbeiten als freiberuflicher Journalist. Seit drei Jahren leben wir mit unserer Lebensgefährtin (58 Jahre, Witwe) in einer gemeinsamen Wohnung. Wir haben keine Hochzeitspläne. Von einer kinderlosen reichen Patentante haben wir ein Vermächtnis bekommen. Sie ist mit 89 Jahren gestorben, 20 Jahre nach ihrem Ehemann. Ihre Ehe war kinderlos. Sie war eine alte Freundin der Mutter, gehört also nicht zur Verwandtschaft. Wir hatten immer eine gute Beziehung zu ihr und haben sie regelmäßig besucht. Sie sprach von einem „kleinen Erbe", dessen Höhe uns dann nach ihrem Tod überrascht hat – es handelt sich um drei Millionen Euro. An den neuen Reichtum müssen wir uns erst gewöhnen. Gut zwei Millionen Euro werden wir nach Aussage des Steuerberaters nach Abzug der Steuern erhalten.
Unsere Alterssicherung ist ausreichend, wenn auch nicht üppig. Da wir derzeit gut von dem Einkommen leben können, soll das Erbe den Ruhestand versüßen. Wir benötigen aktuell keine Entnahmen.

Vermögen muss in Österreich angelegt werden

Da wir zurzeit unsere Leidenschaft für das Reisen wenig ausleben können, wollen wir im Ruhestand eine Weltreise in Etappen unternehmen. Die Ausschüttung soll ab unserem 66. Lebensjahr beginnen. Von der Bank erwarten wir Ideen, wie das funktionieren kann. Wichtig ist für uns eine gute Anlage im aktuellen Umfeld und die Entwicklung in den kommenden sieben Jahren.

Das anzulegende Geld aus dem Vermächtnis soll auf zwei Banken verteilt werden. Die Patentante verlangte, dass es in Österreich angelegt wird. Das kommt uns entgegen, da wir von den Urlauben her einen starken Bezug zum Land haben. Nach drei, vier Jahren wollen wir uns die Entwicklung bei beiden Banken ansehen und uns entscheiden. Vielleicht bleiben beide Portfolios enthalten. Wenn eine Bank gegen die andere abfällt, werden wir wechseln.

Risikoarme Anlage, dennoch wünschen wir eine Rendite

Das Vermögen soll risikoarm angelegt werden. Der goldene Ruhestand soll nicht gefährdet werden. Daher sollen große Ausschläge nach unten vermieden werden. Wir wissen, dass dann auch große Ausschläge nach oben kaum möglich sind. Dennoch wollen wir auf Wachstum nicht verzichten.

Der telefonische Erstkontakt

Von der Zentrale werden wir mit einem Berater verbunden. Er möchte wissen, weshalb wir in Österreich anlegen wollen. Wir sind sozusagen gezwungen. Darüber hinaus entwickelt sich ein nettes Gespräch über regionale Unterschiede. Er will zudem wissen, ob wir in Deutschland steueransässig sind.

Schnelle Termineinigung

Wir können uns recht schnell auf einen Termin einigen. Nach der Anlagesumme werden wir nicht gefragt.
Noch am gleichen Tag erhalten wir eine E-Mail mit der Terminbestätigung, einem Geschäftsbericht und einer Anfahrtsskizze.
Am nächsten Tag schickt der Berater eine weitere E-Mail, in der er um weitere Informationen, wie etwa Depot- oder Bankauszüge bittet. Wir antworten, dass uns diese noch nicht vorliegen. Das Testamentsverfahren läuft noch, Geld haben wir noch keins.

Das Gespräch mit dem Berater/den Beratern vor Ort

Die Bank hat ihren Sitz in einem älteren, großbürgerlichen Geschäftshaus in der Nähe des Wiener Stadtparks. Ein blauer gehaltener Glasanbau mit dem Schriftzug der Bank macht allen Vorbeigehenden nicht unbedingt diskret deutlich, wer drinnen residiert.

Wir werden freundlich empfangen, bekommen Kaffee angeboten, wählen natürlich wienerisch. „Hat der ausgemachte Zeitrahmen von zwei Stunden Bestand?" fragt uns einer der Berater. Gibt es Fragen zu den Informationen der Bank, die wir per Mail erhalten haben?

Dieselbe Aufmerksamkeit wie zu Beginn des Gesprächs, als es um unsere Zeitvorstellungen ging, zeigen beide, als wir von dem Vermächtnis und unseren Vorhaben und Wünschen erzählen. Immer wieder fragt einer der Berater interessiert nach. Wie viel bekommen wir voraussichtlich als private Rente vom Presseversorgungswerk? War es unsere Idee, das Erbe auf zwei Banken aufzuteilen? Was sind unsere Schwerpunkte als Journalist? Wie lange machen wir das schon? So bekommen sie einen genauen Eindruck von unserer Situation und unseren Interessen.

Wir erklären, dass uns neben Werterhalt ein leichter Zugewinn wichtig ist, so etwa ein bis zwei Prozent. Nach Inflation in Deutschland. Einer der Berater erklärt, dass er mit einer steigenden Inflation rechnet und sich das auf die Rendite auswirken werde. Bei dem Anlagevorschlag würden die Berater aber zunächst von der aktuellen Inflation ausgehen. Bei steigender Inflation steigen aber auch die Zinsen und damit die Anlageerträge, werfen wir ein. „Wir sehen Anleihen derzeit nicht als Gewinnbringer", so einer der Berater. „Ertrag ist derzeit nur mit Aktien zu erzielen. Die Zinsen werden zwar steigen – in den USA beginnt das schon. Derzeit ist es aber eine größere Herausforderung, Anleihen zu managen, als Aktien." Warum das so ist, erläutert er allerdings nicht.

Fünf Phasen der Beratung und Investition

Beratung und Investitionsablauf teilt die Bank in fünf Phasen. Die Evaluierung steht am Anfang. Dabei werden Renditeerwartung, Risikoeinstellung, und Liquiditätsbedarf ermittelt. In der Strategieentwicklung als Phase zwei werden Renditeerwartung und Risikoeinstellung abgeglichen. Die strategische Vermögensstruktur wird definiert, also der Anteil von Anleihen, Aktien, und anderer Vermögensanlagen. In der Umsetzung entscheidet die Bank, welche einzelnen Vermögensprodukte genutzt werden sollen, welche Aktien- oder Anleihefonds, usw.

Im nächsten Schritt, dem Management, werden die Vorgaben kontrolliert und das „Rebalancing" durchgeführt, also nach Markterwartungen bzw. -chancen neu investiert. Die fünfte und letzte Phase besteht aus der stetigen Überprüfung der Ziele und des Bedarfs. Ein regelmäßiges Portfolioreporting und ein Abgleich mit den Erwartungen des Kunden sind der Inhalt dieser Phase.

Wie Risikobereit sind wir?

Die Berater fragen, wie die Erbfolge aussieht. Auch ob wir selbst bei der Anlage mitentscheiden wollten, fragen uns die Berater. Das ist nicht der Fall.
Wie soll die Ausschüttung ab dem 66. Lebensjahr aussehen? Wir möchten, dass das Geld sukzessive ausgeschüttet wird, eine feste Summe haben wir nicht im Kopf.

Unsere Risikotragfähigkeit, nach der wir gefragt werden, liegt bei 10%. Die Berater versuchen abzuklären, was genau wir darunter verstehen. Es geht uns schlicht um den Vermögensrückgang nach einem einmal erreichten Vermögenshöhepunkt. Ein Automatismus, dass ab dieser Grenze das Vermögen liquidiert werden soll, wünschen wir nicht. Wir müssten dann miteinander reden, welche Risiken die Bank weiterhin sieht.

Die Berater erklären, dass sie nur mit Aktien und Anleihen arbeiten, also keine Hedgefonds oder Private Equity einsetzen. Bei Aktien und Anlagen kenne sich die Bank aus, versichern sie, global und breit gestreut.

Investmentansatz des norwegischen Staatsfonds aufgegriffen

Das Bankhaus Krentschker verfolgt denselben Investmentansatz wie der Norwegische Staatsfonds. Nach der Finanzkrise veröffentlichte dieser seine Forschungsergebnisse zur ertragreichen Investieren in Krisenzeiten. Die Rendite ist generell an das Risiko der Anlage gekoppelt. Durch Verteilung der Anlage auf verschiedene Vermögensklassen kann das Risiko minimiert werden und durch Investition in verschiedene Märkte kann eine gesicherte Rendite abgeschöpft werden. Um das Ziel zu erreichen, sollte so kostengünstig wie möglich in den Gesamtmarkt und nicht in Einzeltitel investiert werden.

Langfristiger Anlagehorizont wichtig

Sehr wichtig ist ein langfristiger Anlagehorizont. Die größten Verluste entstehen, wenn in einer Schwächephase des Marktes die Anlagen verkauft werden. Um das zu vermeiden, sind Disziplin und System wichtig. Das versucht die Bank durch ihr Faktorenmodell zu erreichen.

Ziel ist es dabei, die menschliche Psychologie außer Acht zu lassen. „Wenn alle verkaufen, kaufen wir nach. Wenn die Aktienkurse fallen, verkaufen wir Anleihen, um Aktien nachzukaufen. Wenn die Aktien wieder steigen, werden sie verkauft und Anleihen gekauft. Das nennen wir Rebalancing." Das ist die Philosophie des Bankhaus Krentschker, weil man den Markt nicht timen kann.

Zielkonflikt zwischen gewünschter Rendite und unserer Risikobereitschaft

Wenn es ein bis zwei Prozent Rendite werden soll, ist eine höhere Risikobereitschaft nötig. „Sie müssen sagen, was Ihnen lieber ist. Entweder weniger Ertrag oder eine höhere Risikobereitschaft", erklärt uns der Berater.

Während der Finanzkrise gab es bei Aktien ein Minus von 27%. Durch das Rebalancing konnte das Minus schnell wieder wett gemacht werden, wirbt er für eine höhere Risikobereitschaft. Alleine für einen Werterhalt ohne Rendite sollte ein Aktienanteil von 50% erreicht werden. Das bedeutet aber ein höheres Minus als 10% in einem Worst-Case-Szenario wie 2008.

So machen die Berater uns den Zielkonflikt unserer Anlageidee deutlich. Für uns ist die Entscheidung schwer. 27% Verlust sind für uns ausgeschlossen. 15% höchstens wären noch akzeptabel. Die von uns gewünschte Rendite wird dann wohl nicht drin sein, schließen wir. „Das müssen wir uns nochmal ansehen", antwortet ein Berater. „Nur mit Aktien und Anleihen wird es nicht gehen. Vielleicht mit Gold, Immobilien und Rohstoffen." Die Bank arbeitet bei Aktien mit ETFs, betreibt kein Stockpicking mit Einzeltiteln.

Die Berater fragen nochmals nach: „Sie bevorzugen also Risikominimierung vor Ertragsoptimierung?" Das ist richtig, aber ein kleines Plus möchten wir schon auch. Die Berater versuchen noch ein wenig, uns dazu zu bringen, die Risikobereitschaft zu erhöhen.

Alle wichtigen Punkte angesprochen

Dann werden noch ein paar formale Dinge geklärt. Das Protokoll werde in zwei Tagen, der Anlagevorschlag in den nächsten zwei Wochen kommen, so verspricht man es uns.

Der Steuerberater der Bank könne sich mit unserem Steuerberater in Verbindung setzen. Wir erhalten einen Buchtipp zum österreichischen Erbrecht, geschrieben von einer Koryphäe seines Fachs, die auch für Krentschker arbeitet. Als Geschenk gibt es noch ein in Leder gebundenes Notizbuch der Bank. Das hat Stil.
Nach ein paar Informationen zur Bank wollen die Berater wissen, wie wir das Gespräch fanden. Wir sind der Meinung, dass alle wichtigen Punkte angesprochen wurden. Wichtige Themen wurden ausgiebig diskutiert. Wir sind zufrieden, antworten wir.

Das ist unser ehrliches Urteil. Die Berater lassen uns reden und lenken mit Zwischenfragen das Gespräch. Sie erhalten so auch alle wichtigen Informationen zu unseren Erwartungen. Sie arbeiten konzentriert. Während einer der Berater kühl wirkt, ist der andere herzlicher. Beide ergänzen sich gut und sind auf ihre Weise empathisch. Die hohen Erwartungen, die auf der Webseite der Bank geweckt wurden, haben sich im Gespräch erfüllt.

Die Betreuung nach dem Gespräch

Nach dem Gespräch erhalten wir mehrere Anrufe mit freundlichen und zuvorkommenden Nachfragen. Das Gesprächsprotokoll, kommt jedoch um einiges später als versprochen. Wir nehmen einige kleine Änderungen vor. Das zweite Protokoll stellt das Gespräch dann sehr gut dar. Es ist umfangreich und klar strukturiert.

Auch im Protokoll geht die Bank nochmals auf unseren Zielkonflikt ein. Der angestrebte Werterhalt des Kapitals sei kaum mit unserer niedrigen Risikotoleranz von maximal 15% vereinbar. Im Protokoll hält die Bank richtigerweise aber auch fest, dass wir ein geringes Risiko dem Ertrag vorziehen.

Der Anlagevorschlag aus der Sicht des Kunden

Im Anlagevorschlag wird uns nochmals vorgerechnet, dass unsere Risikotoleranz nicht mit der Renditeerwartung vereinbar ist. Das Bankhaus Krentschker schlägt daher vor, die Renditeerwartung zu reduzieren. Dann kann die zehnprozentige Risikobereitschaft eingehalten werden. 70% des Vermögens sollen in Anleihen angelegt werden, 15% in Aktien, 6% in Rohstoffe, 6% Gold und 3% in Immobilien. Die Rendite liegt dann bei -0,72% nach Steuern, Kosten und Inflation.

Damit wird unser Ziel, der Werterhalt, nicht erreicht. Die Bank hat den Zielkonflikt zwischen gewünschter Rendite und unserer geringen Risikotoleranz mehrfach benannt. Hier hätten wir es besser gefunden, ganz klar zu sagen, dass die geringe Risikotoleranz eine Anlage, die den Wert erhält, nicht zulässt. So deutlich war das bei uns zumindest nicht angekommen.

Zudem schlägt die Bank vor, die andere Million bei der zweiten Bank risikofreudiger anzulegen, mit 70% Aktien und 30% Anleihen. Dann könnte dort unser Renditeziel erreicht werden. Ein bedenkenswerter Vorschlag! Es widerspricht allerdings unseren selbst gesetzten Vorgaben, denn die Leistungen der Banken wären nicht vergleichbar.

Die weitere Beurteilung des Anlagevorschlags überlassen wir nun gern den Fachleuten. Im Beratungsgespräch hat die Bank jedenfalls eine hervorragende Kundenorientierung gezeigt.


HINWEIS: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.


 

WISSENSWERTES

Kunden mit mindestens 300.000 Euro Vermögen werden individuell ganzheitlich beraten. Dies ist die Untergrenze für das Private Banking. Bei Kunden mit Potenzial steigt man allerdings auch schon mal ab 100.000 Euro ein. Für das Private Wealth Management muss ein Kunde über 1 Mio. Euro verfügen. Die Einstiegsgrenze von 300.000 Euro gilt für die Fondsvermögensverwaltung wie für Vermögensverwaltung auf Einzeltitelbasis.

150 Kunden pro Berater

Ein Berater im Private Banking betreut im Schnitt 150 Kunden; im Wealth Management, wo die komplexeren Fälle betreut werden, sind es 15 Kunden. Dabei gibt es gewisse Schwankungen je nach Komplexität des Vermögens.

Kunden erhalten Informationen über schnell fallende Märkte per Mail innerhalb von 24 Stunden, meist am selben Abend.

Mit 74% verfügen die meisten Kunden über kleine Vermögen bis 250.000 Euro. 13% verfügen über bis zu 500.000 Euro, 7% bis eine Mio. Euro, 4% bis 2,5 Mio. und je 1% über 2,5 Mio. bis 5 Mio. oder mehr.

Die Bank betreibt kein Eigenresearch, sondern greift auf Analysen der BCA, Erste Bank, Bloomberg und andere Anbieter zurück.

Historische Analyse für neue Anlageprodukte

Renten, Immobilien, Hedgefonds, Zertifikate, Rohstoffprodukte, ETFs und Gold werden als Investmentprodukte in der individuellen Vermögensverwaltung eingesetzt.
Ob neue Anlageprodukte als Investments taugen, wird durch eine historische Analyse, eine rechtliche und eine portfoliotechnische Risikoanalyse herausgefiltert.
Kunden werden bei Depoteröffnung gemäß MiFID II über die Höhe der Kickbacks, Retros und Bestandsprovisionen informiert, verspricht die Bank. Bei der ex ante Kostenvorschau für jedes Produkt würden die Informationen erneuert.

Die Bank stellt eigene Investmentprodukte her, und zwar Anleihen, Kassenobligationen und hauseigene Fonds. Die eigenen Produkte werden wie Fremdprodukte ausgewählt, also besonders im Hinblick auf Liquidität, Kursentwicklung und Ausgewogenheit überprüft. Ihr Anteil an der individuellen Vermögensverwaltung beträgt höchstens 5%.

Bei einem Vermögen von 1,1 Mio. Euro beträgt die Vermögensverwaltungspauschale in der Regel 1% zzgl. USt. Bei 3,1 Mio. Euro muss der Kunde mit 0,75% rechnen, bei 5,1 Mio. mit 0,65%. Hinzu kommen die laufenden Kosten der eingesetzten Produkte.

Ausgabeaufschläge auf hauseigene Produkte werden wie Kickbacks, Retros und Bestandsprovisionen komplett an die Kunden weitergegeben.
Die Abrechnung erfolgt quartalsweise, Grundlage ist die Depotbewertung. Neben Pauschalpreismodellen können die Kunden auf Wunsch durch eine Performancefee bezahlen. Die Bank bevorzugt eine All-In -Fee, damit für die Bank kein falscher Anreiz entsteht.

Teilnahme am Performanceprojekt

Das Bankhaus Krentschker & Co Aktiengesellschaft nimmt am Performanceprojekt IV und V namentlich mit einem offen angezeigtem Depot teil.
Die Bank war eigenen Aussagen zufolge in den letzten drei Jahren in kleinere Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aber nicht aktuell.

Adresse der Bankniederlassung / Webseite

Bankhaus Krentschker & Co. Aktiengesellschaft
Johannesgasse 29
1010 Wien
Österreich
https://www.krentschker.at 

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2019

PERFORMANCE-PROJEKT

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Bankhaus Krentschker nimmt permanent namentlich mit offen angezeigtem Depot am FUCHS PERFORMANCE PROJEKT von Dr. Jörg Richter und Verlag FUCHSBRIEFE teil. 

TRUSTED WEALTH MANAGER

Die Bank gibt an innerhalb der letzten drei Jahre in kleinere Rechtsstreitigkeiten mit Kunden verwickelt gewesen zu sein. Da die Bank Selbstauskunft gibt und unseren Transparenzfragebogen ausfüllt, steht die Vertrauensampel auf Grün. 


Mehr aus Rating

Sie haben Anmerkungen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie unsere Redaktion jetzt über redaktion@fuchsbriefe.de – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

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Fazit

Das Gespräch bei der Bank ist überzeugend. Es werden alle wichtigen Aspekte der Geldanlage besprochen. Die Berater fragen nach, sie wollen unsere Ansichten und Erwartungen genau kennen lernen. Prima! Unsere Renditeerwartungen und die Risikobereitschaft ermitteln sie präzise. Und kommen zu dem Schluss: Im aktuellen Markt seien diese nicht vereinbar – entweder wir ermöglichen ein höheres Risiko, oder wir machen Abstriche bei der Rendite. Das machen die Berater sehr deutlich. Sie wollen uns zum höheren Risiko bewegen, bleiben dabei aber immer zurückhaltend und freundlich. Als wir standhaft bleiben, machen sie klar, dass so nur wenig Rendite möglich sein wird. Im Anlagevorschlag folgt die Bank unseren Vorgaben konsequent: Ein geringeres Risiko ist uns wichtiger als der Ertrag. Nun sind wir gespannt, wie die Umsetzung dieser Vorgaben aus fachlicher Sicht zu beurteilen ist. Die Qualifikation dafür hat Krentschker jedenfalls mühelos geschafft.


HINWEIS: Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2019".

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