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Neue Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Kleiner Fehler, große Wirkung – aber die Gesamtleistung stimmt

Die Neue Bank hat die grüne Ampel verdient.
Skurril und schon fast komisch gestaltet sich anfangs die Kommunikation mit der Neuen Bank. Nachdem wir zu Beginn mit einem Berater verbunden werden sollen, der gar nicht im Hause ist, braucht am Ende die Zusendung der entscheidenden Unterlagen aufgrund eines Missverständnisses mehr als vier Wochen. Doch das wäre den Fokus auf Randerscheinungen gelegt. Im Kern ist die Leistung der Berater ohne Fehl und Tadel.

Die Neue Bank betont die Bedeutung ihres Standortes in Liechtenstein für den eigenen Erfolg. International anerkannte hohe Qualität im Finanzbereich, politische Stabilität, liberales Gesellschafts- und Steuerrecht und das gesetzliche Bankgeheimnis bilden optimale Rahmenbedingungen, wird geworben. Der Schweizer Franken als Währung und die hohe Kapitalkraft des Staates hätten zudem positive Auswirkungen, um die Kontinuität und Entwicklung des Standorts sicherstellen zu können.

Keine Liechtensteiner Bank musste infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise Staatsgelder in Anspruch nehmen. Die hohe Eigenkapitalisierung und ein vernünftiges haben dazu beigetragen, dass die Krise keine stärkeren Auswirkungen auf das Land entfalten konnte, während in vielen anderen Ländern Europas und nicht zuletzt in den USA die Grundfesten ins Wanken geraten seien. „Mit diesem starken Fundament als Basis arbeitet der Wirtschaftsstandort Liechtenstein weiter an seiner globalen Konkurrenzfähigkeit. So hat man sich in den letzten Jahren zunehmend internationalen Anforderungen angepasst und erfüllt heute höchste europarechtliche Standards in Bezug auf Sorgfaltspflichten und die Verhinderung von Geldwäscherei", wird mitgeteilt.

Privatkunden sind Kernkompetenz

Seit der Gründung im Jahr 1992 als vierte Bank des Fürstentums gehöre die Betreuung regionaler und internationaler Privatkunden zu den Kernkompetenzen der Neuen Bank. Durch langjährige Erfahrung und Spezialisierung habe sie sich im Bereich der Anlageberatung und Vermögensverwaltung etabliert. Dabei verzichtet sie auf eigene Produkte und handelt interessenkonfliktfrei nach dem „Best-in-Class"-Ansatz. Das hört sich gut an.

In der Vermögensverwaltung verspricht die Bank Weitsicht. Wer mit ihr arbeite, erhalte die ideale Lösung, aktuelle Portfoliotheorien gewissenhaft und verantwortungsbewusst umzusetzen. In einem ausführlichen Gespräch zwischen Kunde und Anlageberater werde zunächst das Anlageziel definiert und eine darauf abgestimmte Strategie beschlossen. Danach werde das Vermögen der Kunden aktiv und professionell verwaltet, ohne dass sie sich darum kümmern müssten.

Inhabergeführte Privatbank

In einem kontinuierlichen Prozess beobachte die Bank die Entwicklung des angelegten Vermögens im Einklang mit den festgelegten Anlage- und Risikorichtlinien. Zur Umsetzung stehen drei verschiedene Ansätze zur Verfügung: eine traditionelle, eine ethische und eine passive Strategie.

Als weitere Besonderheit hebt die Neue Bank ihre Eigentumsverhältnisse hervor. Sie gehört zu den wenigen inhabergeführten Bankhäusern, die sich auch noch tatsächlich im Besitz der betreffenden Familien befinden. Das bedeute einerseits, dass man sich der Tradition von Privatbanken und deren erfolgreichen Erfahrungen verbunden fühlt und andererseits Neuem gegenüber aufgeschlossen ist.

Risikobewusste Anlagepolitik

Als unternehmerisch geprägte Privatbank strebe man Beständigkeit und kontinuierliches Wachstum an, kurz gesagt: Nachhaltigkeit. Dies spiegele sich in allen Bereichen der Neuen Bank wider und präge das Handeln maßgeblich. Neben umfassenden Compliance-Regeln und gesetzlichen Anforderungen sei man sich der eigenen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, so dass die Folgen jeden Handelns stets genauestens abgewägt würden. In Bezug auf ihre Hauptgeschäftsfelder verfolge die Bank daher eine ausgesprochen risikobewusste Anlagepolitik, die gleichermaßen Wert auf Kapitalbewahrung wie auch auf angemessene Performance der anvertrauten Vermögenswerte legt.

Der Kunde und sein Anliegen

Unsere Mutter hat uns nach ihrem Tod ein Vermögen von rund 2,6 Millionen Euro vermacht. Das Geld stammt aus Familienbesitz. Unser leider sehr früh verstorbener Vater – ein Deutscher und Direktor einer Bausparkasse – hinterließ unserer Mutter ein beachtliches Vermögen. Sie legte es sehr konservativ an, hauptsächlich in Anleihen aus Österreich und Deutschland mit einer Verzinsung zwischen 1,8 und 3 %, sowie in einigen Sparbüchern für den Notfall. Wir legten das Geld nach dem Tod der Mutter etwas risikoreicher an, so dass es sich im Moment auf knapp 3 Millionen Euro beläuft.

Nach der Geburt unseres Enkels, den uns unsere einzige Tochter geschenkt hat, haben wir beschlossen, die kleine Familie finanziell abzusichern. Die Tochter ist verheiratet und zog vor drei Jahren mit ihrem Mann in die Schweiz. Schon länger tragen wir uns mit dem Gedanken unsere Tochter finanziell zu unterstützen, zumal wir ernste medizinische Diagnosen erhalten haben, die uns darin bestärken. Die Geburt des Enkels schließlich gab den Ausschlag endlich zu handeln. Von den drei Millionen Euro sollen zwei in Liechtenstein oder der Schweiz angelegt werden. Die restliche Million beabsichtigen wir in Österreich anzulegen, da wir Wiener sind.

Der telefonische Erstkontakt

Wir erreichen die Telefonzentrale und bitten um einen Termin mit einem Berater. Daraufhin verspricht der Mitarbeiter uns mit dem zuständigen Kollegen zu verbinden. Allerdings erreichen wir nicht den avisierten, sondern einen anderen Berater und erfahren, dass der Gesuchte erst morgen wieder im Hause sei. Das verstimmt uns ein wenig. Warum weiß die Zentrale nicht, wer im Hause ist und wer nicht? Wie auch immer, wir möchten wissen, wer sich ansonsten unseres Anliegens annehmen könnte. Niemand, erfahren wir. Dabei gibt es laut Homepage fünf Berater und zwei Assistenten – unser Gesprächspartner wird allerdings nicht aufgeführt. Das ist schon alles ein wenig merkwürdig.

Der Mitarbeiter am Telefon nimmt schließlich unsere Personalien auf und notiert unseren Terminwunsch. Er meint, dass der Berater diesen Termin wahrscheinlich wahrnehmen kann, und kündigt an, dass er sich morgen bei uns meldet. Ob das Gespräch aufgezeichnet wird oder nicht wissen wir nicht, weil es keinen Hinweis darauf gibt. Insgesamt haben wir den Eindruck, dass unser Telefonpartner sehr jung und sehr bemüht ist, aber (noch) keine Professionalität erkennen lässt. Das Gespräch haben letztendlich wir, nicht er, geführt.

Wie angekündigt ruft am nächsten Tag der Berater an, um den Termin zu bestätigen. Er möchte wissen, ob wir die Neue Bank schon näher kennen, was wir verneinen. Er erwähnt noch, dass ab 250.000 Schweizer Franken Summe eine Anlageberatung angeboten werde, worauf wir erwidern, dass das in Ordnung ginge. Insgesamt ist das Vorgespräch bis auf die Panne der Zentrale, die uns mit jemandem verbinden, der gar nicht im Hause ist, ganz in Ordnung. Allerdings bekommen wir kein Protokoll des Telefonats.

Das Gespräch mit dem Berater/den Beratern vor Ort

Seit 2002 residiert die Neue Bank in dem modernen Gebäude in der Vaduzer Marktgass 20, das sie nach zweijähriger Projektierungs- und Bauzeit bezieht. Die Lage ist zentral und gut erreichbar. Im Inneren des Gebäudes erwartet uns ein helles, von moderner Kunst geprägtes Design. Wir werden überaus freundlich empfangen. Nach einer Minute erscheint der Berater und holt uns ab. Wir erreichen einen ebenfalls sehr hellen und in weiß gehaltenen Konferenzraum. Kurze Zeit darauf gesellt sich ein zweiter Berater dazu, der für die Anlageberatung verantwortlich zeichnet. Eigentlich, so teilt er uns mit, will er nur kurz dabei sein, um uns kennenzulernen. Am Ende bleibt er jedoch bis zum Ende des Gesprächs. Beide Berater flößen uns aufgrund ihres Auftretens Vertrauen ein und wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Zuerst stellen uns die Berater ihre Bank vor. Wir erfahren, dass es sie seit 25 Jahren gibt und die meisten Mitarbeiter aus Liechtenstein stammen. Viele von ihnen waren früher bei der LGT beschäftigt, die ebenfalls in Vaduz ansässig ist. Danach stellen wir ihnen unser Anliegen vor. Die Gesprächsatmosphäre ist angenehm und auch wir sind ausgesprochen entspannt. Ohne Störungen können wir uns öffnen. Insgesamt eine gute Erfahrung und ein ebensolches Gespräch.

Wir sind der perfekte Kunde

Im weiteren Verlauf geht es um möglichen Anlagestrategien. Wir erfahren, dass sich die Neue Bank für die „liechtensteinischste" aller Banken des Fürstentums hält. Man verzichte bewusst auf eigene Produkte und könne dadurch eine Beratung ohne Interessenkonflikte gewährleisten. Dies halte man im Interesse des Kunden für den besten Weg.

Mit einer Anlagesumme von rund einer Million Euro sind wir laut Berater ein idealer Kunde für sie, weil sie genau darauf spezialisiert seien.

Mit etwas Risiko, erklären sie uns weiter, sei eine Rendite von 3 bis 3,5% brutto durchaus zu erwirtschaften. Bei einem Verlust von 10% würden sie uns kontaktieren, um Abwehrmaßnahmen zu erörtern. Bei den Kosten müssten wir mit einer All- in-Fee von etwa 1% rechnen. Die Inflation werde mit 1 bis 1,5% eingepreist.

Beide Berater begleiten uns nach dem Gespräch zurück in die Empfangshalle – eine nette Geste.

Die Betreuung nach dem Gespräch

Nach dem Gespräch beginnt eine uns völlig unverständliche Wartezeit. Vier Wochen lang passiert gar nichts – keine Mail, kein Brief, kein Telefonanruf. Doch dann ruft der Berater doch noch an. Er möchte wissen, ob wir alle Unterlagen wie verabredet per Mail bekommen haben. Wir sind verwirrt – nein, wir haben nichts bekommen! Wir vergleichen die Mailadresse – sie stimmt.

Der Berater verspricht, das Gesprächsprotokoll erneut zu versenden. Nichts passiert. Wieder eine Woche später ruft er an und erkundigt sich erneut, ob es nun angekommen ist. Nein, wieder nicht! Große Ratlosigkeit auf beiden Seiten, bis wir die Mailadresse noch einmal checken und merken, dass er unserem Namen ein -er angehängt hat, so dass die Post natürlich nicht ankommen konnte. Merkwürdig nur, dass er keine Meldung bekommen hat, dass der Mail-Empfänger nicht zu erreichen ist ...

Kurze Zeit darauf ist es dann soweit: Mit mehr als einem Monat Verspätung landet das Gesprächsprotokoll in unserem Mailbriefkasten. Es ist kurz und bündig, fasst aber die wichtigsten Punkte gut zusammen. Im Vergleich zu den Protokollen der anderen Liechtensteiner Privatbanken wirkt es fast etwas dürftig.

Wir müssen einen kleinen Fehler korrigieren, nämlich dass die drei Millionen nicht aus beruflicher Tätigkeit erwirtschaftet wurden, sondern aus einer Erbschaft stammen. Zwei Tage später bekommen wir die korrigierte Fassung sowie eine Entschuldigung für das Durcheinander.

Unsere Absage am Folgetag nimmt der Berater mit Bedauern, aber fair und professionell auf. Ein echter Gentleman! Er entschuldigt sich auch sozusagen in der Niederlage noch einmal für das Missverständnis mit der Mailadresse. Das hat Größe. Gut gemacht!

Der Anlagevorschlag aus der Sicht des Kunden

Der Anlagevorschlag gefällt uns aus Laiensicht recht gut. Er ist nach unserer Auffassung verständlich und vollständig. Mit 29 Seiten ist er auch für einen Laien erfassbar. Er fasst sowohl unsere Ausgangssituation als auch unsere Anlagezielt korrekt zusammen und erklärt die Vermögensverwaltung der Neuen Bank – unter anderem den Best-in-class-Ansatz sehr gut. Wir bekommen zwei verschiedene Vorschläge für das Anlagekonzept „Primus aktiv" – einmal in Euro und einmal in Schweizer Franken. Die Kosten erscheinen mit 1,1% ein wenig hoch zu sein.


HINWEIS: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.


 

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WISSENSWERTES

Die Neue Bank bezeichnet sich selbst als unabhängige liechtensteinische Privatbank in Familienbesitz. Die Gründungsmitglieder und deren Familien halten die Mehrheit der Stimmen. Ihr Kerngeschäft ist Vermögensverwaltung und Anlageberatung, sie bietet ihren Kunden allerdings darüber hinaus eine ganzheitliche Vermögensbetrachtung an. Nachdem das Kundenbedürfnis ermittelt ist, zieht die Bank für spezifische Fragen, wie Strukturierung des Vermögens, Asset Protection und Nachfolgeplanung, externe Spezialisten hinzu.

Damit werde den Kunden ein unabhängiges Netzwerk zugänglich gemacht. Ziel sei es, dass der Kunde nach eigenem Empfinden unter mehreren Spezialisten wählen kann. Man sei der Meinung, merkt die Bank an, dass nur eine unabhängige Partei eine bedürfnisgerechtere Dienstleistung anbieten kann.

Schwankungen werden genutzt

Es werden unterschiedliche Dienstleistungen angeboten. Bei der Anlageberatung erfährt der Kunden eine individuelle, persönliche Beratung ohne Mandat. Die diskretionäre Vermögensverwaltung mit dem Primus-Aktiv-Mandat bietet die Möglichkeit, nach traditionellen Erkenntnissen bekannter Portfoliotheorien anzulegen. Die Neue Bank legt dabei besonderen Wert auf eine breite Diversifikation, sowohl bei der strategischen Festlegung der Anlageklassen als auch bei der Titelauswahl.

Zudem berücksichtigt sie, dass die Finanzmärkte langfristigen Zyklen und Trends unterliegen und ist bestrebt, diese Schwankungen zu nutzen. Zur Risikominderung investiert sie in herkömmliche wie auch in moderne Anlageinstrumente. Mithilfe täglicher Marktüberwachung sollen die sich bietenden Chancen gezielt genutzt werden. Aufgrund sich verändernder Marktverhältnisse kann die Gewichtung der jeweiligen Anlagekategorien stark variieren.

Ethische Anlagestrategie ist möglich

Mit dem Vermögensverwaltungsmandat Primus-Ethik erhalten Kunden die Möglichkeit, neben finanziellen Aspekten auch umweltbezogene und soziale Gedanken in die Anlageentscheide einzubeziehen (SRI-Ansatz), teilt die Bank weiter mit. Das passive Vermögensverwaltungsmandat Primus-Passiv unterscheidet sich von der traditionellen Lösung insbesondere in der Intensität sowie in der Art und Weise der Umsetzung. Bei der Entwicklung dieser Lösung hat sich die Bank das Ziel gesetzt, mittels eines passiv strukturierten Portfolios eine effiziente Asset Allocation anzubieten. Sie investiert dabei in kostengünstige Indexprodukte nach Maßgabe der gemeinsam mit dem Kunden erarbeiteten „Strategischen Vermögensverteilung".

Seit 2003 bildet die Tätigkeit als Verwahrstelle bzw. Depotbank für Private Label Fonds ein weiteres Geschäftsfeld. Dazu kommt das Kreditgeschäft, das Lombardkredite und Hypotheken für bestehende Kunden als Ergänzung bietet.

Kein Festhalten an der Benchmark

Ihr Alleinstellungsmerkmal sieht die Neue Bank darin, dass sie als klassische Privatbank eine maßgeschneiderte, individuelle und unabhängige Anlageberatung und Vermögensverwaltung anbietet, die auf die Entwicklung eigener Produkte verzichtet, also eine offene Produktarchitektur sowie einen Best-in-Class-Ansatz verfolgt. Um eine unabhängige und interessenkonfliktfreie Betreuung zu gewährleisten, verzichte sie ebenso auf das Gründungs- und Treuhändergeschäft.

Die Vermögensverwaltungs-Lösungen würden sich von Mitbewerbern dadurch unterscheiden, dass nicht an die Gewichtung der Benchmark festgehalten werde, so dass z.B. die Aktienquote bis auf 0 % reduziert werden könne. Das basiere auf einer eigenen Filtertechnik. Bei Primus-Passiv werde eine kostengünstige Indexierung mit vordefiniertem Rebalancing gesichert, basierend auf einer wissenschaftlichen Studie.

Was deutsche Kunden lieben

Deutsche Kunden, ist weiter zu lesen, würden die qualifizierte, individuelle und bedürfnisgerechte Kundenbetreuung schätzen sowie die kompetenten und loyalen Mitarbeiter aus der Region mit einem hohen Maß an Identifikation, gefördert durch eine Mitarbeiterbeteiligung. Auch die Unabhängigkeit und der Best-in-Class-Ansatz wirke sich positiv auf das Interesse der Kunden aus. Man sei, so die Selbstsicht der Bank, ein flexibler und zuverlässiger Partner in allen Fragen der Finanzberatung und Vermögensverwaltung.

Für die Sicherheit und Stabilität der langfristigen Kundenbeziehungen seien die hohe Eigenmittelausstattung und ein starkes wirtschaftliches Umfeld der Bank entscheidend. Hinzu komme, dass man zugelassener Finanzdienstleister im Europäischen Wirtschaftsraum sei. Diversifikation, Inflations- und Währungsschutz stünden mehr denn je im Mittelpunkt, um mögliche Szenarien abzusichern. Schließlich mache sich die politische und ökonomische Stabilität Liechtensteins und das hervorragende Rating des Fürstentums – es gibt keine Staatsverschuldung – positiv bemerkbar.

Zudem liege es mitten in Europa und sei daher gut erreichbar. Auch die Tatsache, dass es von Liechtenstein aus Zugang zu allen internationalen Finanzplätzen gibt und es sich um einen attraktiven Fondsplatz handelt, würde die Entscheidung von Kunden für die Neue Bank beeinflussen.

Keine starren Einstiegsgrenzen

Knapp 4,67 Milliarden Euro hat die Neue Bank Ende 2017 in der Verwaltung und betreut 269 Kunden. Die Bank sieht sich als europäischer Anbieter für Kunden aus ganz Europa. Wie sich die Kunden auf Europa verteilen, will man allerdings nicht mitteilen. Dagegen ist zu erfahren, dass es keine Kunden gibt, die bis 250.000 Euro investiert haben. Ein gutes Drittel hat bis zu 500.000 Euro angelegt, jeweils gut 20% bis zu einer bzw. 2,5 Millionen Euro. 10% der Kunden sind mit bis zu fünf Millionen Euro am Start, 11% mit noch mehr.

260.000 Euro ist die Einstiegsgrenze fürs Private Banking, 850.000 Euro fürs Wealth Management. Dabei handele es sich nicht um starre Grenzen, sondern nur um eine Orientierungsmarke. In Absprache mit dem Kunden werde auf dessen Bedürfnisse eingegangen. Etwa 20 Kunden oder Familienverbünde betreut ein Berater – allerdings nur dann, wenn mindestens eine Million Euro im Spiel ist. Wie die Kunden mit geringerem Einsatz beraten werden, ist leider nicht zu erfahren. Neben der Höhe sei die Komplexität der Vermögen ausschlaggebend für den Beratungsschlüssel.

Argwohn gegenüber Verschachtelungen

Im Bereich des Fremdresearchs bezieht die Bank Informationen von spezialisierten Anbietern, z.B. Inputs von Institutionen, die primary research betreiben. Als Hilfsmittel werden unter anderem Aktienscreener, Bloomberg und Telekurs genutzt. Für die Umsetzung der Strategischen und Taktischen Asset Allocation führt die Bank in den Anlageklassen Aktien, Obligationen und Geldmarkt ein Eigenresearch durch. Für das Screeningverfahren im Bereich Fonds bezieht sie die Daten externer Anbieter und wertet sie in eigenen Tools entsprechend vordefinierter Kriterien aus. Research betreibt sie zudem in der technischen Analyse. Die Ansätze basieren auf der Core/Satellite-Strategie.

Außer geschlossene Fonds bietet die Neue Bank alle gängigen Anlageprodukte an. Als Besonderheiten hält sie Rohstofffonds und Private Equity-ETFs vor. Auf Basis von Analysen sucht sie aus dem Anlageuniversum die passenden Produkte aus, die eigenen Qualitätsstandards entsprechen. Bei den Assetklassen entscheiden die Kunden im persönlichen Gespräch, falls sie nicht in eine der vorgeschlagenen Klassen wie Alternative Investments gehen möchten. „Wenn wir selber mehr als fünf Minuten brauchen, um ein neues Produkt zu verstehen, kommt es für uns und unsere Kunden nicht in Frage", sagt die Bank über sich selbst. Man wolle Klarheit und Transparenz, „Verschachtelungen" gegenüber sei man negativ eingestellt. Dieses Vorgehen habe sich bewährt.

Die Kosten gibt die Neue Bank generell zwischen 0,9 bis 1,4 Prozent an, eine All-in-Fee, die abhängig sei vom konkreten Mandat. Mehrwertsteuer würde nur für Kunden mit Domizil im Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz anfallen. Außer Steuern und allfälligen Börsenabgaben würden keine weiteren Kosten anfallen.

Adresse der Bankniederlassung / Webseite

Neue Bank AG,
Marktgass 20, Postfach 1533,
9490 Vaduz Liechtenstein
www.neuebankag.li 

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2019

PERFORMANCE-PROJEKT

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Die Neue Bank nimmt bereits anonymisiert am FUCHS PERFORMANCE PROJEKT von Dr. Jörg Richter und Verlag FUCHSBRIEFE teil. 

TRUSTED WEALTH MANAGER

Die Neue Bank war innerhalb der letzten drei Jahre nicht in Verfahren oder Rechtsstreitigkeiten mit Private Banking Kunden verwickelt. Sie gibt eine Selbstauskunft und füllt unseren Transparenzfragebogen aus. Unsere Vertrauensampel steht daher auf Grün. 


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Fazit

Kleiner Fehler – große Wirkung: Wegen einer Ungenauigkeit beim Schreiben unseres Namens in der Mailadresse vergehen zwischen dem wirklich sehr guten Gespräch mit den beiden Beratern der Neuen Bank und der Zusendung des Protokolls sage und schreibe vier Wochen. Es braucht drei Anläufe, bis endlich geklärt ist, welches unsere richtige Mailadresse ist. Protokoll und Anlagevorschlag sind kurz und knackig, aber ausreichend und verständlich. Vor allem das Gespräch behalten wir in sehr guter Erinnerung. Insofern überwiegt im Nachhinein eindeutig das Positive.


HINWEIS: Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2019".

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