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Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung erfolgreich in Performance-Projekt 8

Konservativer Top-Down-Ansatz: Der Investmentstil von Dr. Michael Kohlhase

Thumb Performance-Projekt 7, 1. Quartal 2024, erstellt mit DALL*E
Dr. Michael Kohlhase, Portfoliomanager des gleichnamigen Unternehmens, beschreibt seinen Investmentstil als „konservativ strukturierten Top-Down-Ansatz“. Dabei legt er besonderen Wert auf Diversifikation und geringe Schwankungsanfälligkeit seines Portfolios. „Diversifikation und geringe Volatilität sind die Schlüsselkomponenten unserer Strategie“, erklärt Kohlhase. Diese Herangehensweise zielt darauf ab, Risiken breit zu streuen und die Schwankungen im Portfolio möglichst gering zu halten.

Zur Erreichung einer breiten Diversifikation setzt Dr. Kohlhase auf Fonds und ETFs (Exchange Traded Funds). Die Anlageklassen werden dabei durch die Risikotoleranz und die daraus resultierenden Quoten bestimmt. „Die Auswahl der Anlageregionen folgt größtenteils intern festgelegten Strukturen, während wir bei Branchen flexibler sind“, so Kohlhase. Dies bedeutet, dass die Vermögensverwaltung keine festen Branchenfavoriten hat, sondern je nach Marktphase unterschiedliche Schwerpunkte setzt.

Anlageklassen und Investmentvehikel

Im Portfolio von Dr. Kohlhase finden sich hauptsächlich Aktien, Anleihen und indirekt Rohstoffe durch Investments in Mininggesellschaften. „Unsere bevorzugten Investmentvehikel sind hauseigene Fonds und ETFs. Einzeltitel sind selten, Zertifikate nutzen wir nie“, erläutert er. Diese Auswahl spiegelt die konservative und strukturierte Herangehensweise wider, die auf Diversifikation und Stabilität setzt.

Absicherungsstrategie: Der beste Hedge ist verkaufen

Dr. Kohlhase verfolgt keine klassische Sicherungsstrategie. „Der beste Hedge ist verkaufen“, meint er. Stattdessen reduziert er gegebenenfalls die Quoten, um Erträge abzusichern. Langfristige Strategien in den Vermögensverwaltungs-Depots sollen kurzfristige Schwächephasen erträglicher machen.

Flexibilität bei Marktveränderungen

Es gibt beim Vermögensverwalter Dr. Kohlhase keinen festen Turnus für Reaktionen auf unvorhergesehene Marktentwicklungen. „Wenn wir der Meinung sind, dass Handlungsbedarf besteht, reagieren wir“, betont Michael Kohlhase. Kurzfristige Entscheidungen seien selten, da man hauptsächlich über Investmentfonds anlege. „Unsere Vermögensverwaltungs-Depots werden hinsichtlich ihrer Strukturen IT-gestützt automatisiert überwacht“, fügt er hinzu.

Kernkompetenz im Anleihebereich

Die Kernkompetenz seines Hauses sieht Dr. Kohlhase im Anleihebereich. „Wir sind allgemein für unsere Strategien im Anleihebereich bekannt“, sagt er. Diese Spezialisierung zeigt sich in der strukturierten und konservativen Anlagepolitik, die auf Stabilität und Ertragssicherung setzt.

Erfolgsfaktoren und Herausforderungen

Für das Abschneiden oberhalb der Benchmark im ersten Quartal 2024 sieht Dr. Kohlhase die Strukturen und den Mut, Dinge durchzuhalten, als entscheidende Erfolgsfaktoren. Die schwierigste Phase seien die Energiekrise nach dem Ukraine/Russland-Krieg gewesen, die die Aktienmärkte unter Druck setzten. Die darauffolgende Zinswende sorgte für Kurseinbrüche bei Anleihen. „Das zweite und dritte Quartal 2022 waren sicherlich am schwierigsten, aber im Nachhinein gab es gewaltige Chancen“, erinnert sich Kohlhase.

Reaktionen auf die Zinswende

Die Zinswende der Notenbanken kam für Dr. Michael Kohlhase schneller und stärker als erwartet. „Die Höhe und Schnelligkeit der Zinsanhebungen hat uns überrascht“, gesteht der Portfoliomanager. Die globalen Aktienmärkte setzten ihren Höhenflug unbeirrt fort, was irritierend war. „Im Sommer oder spätestens im Herbst erwarten wir erste kleine Schritte zu sinkenden Zinsen“, prognostiziert er.

Umgang mit Zinshöhepunkt der EZB und Fed

Die EZB und die Federal Reserve hätten vermutlich ihren vorläufigen Zinshöhepunkt erreicht. „Wir haben die Qualität im Anleihenbereich verbessert und könnten auch etwas länger in der Laufzeit gehen“, erklärt Kohlhase. Diese Anpassungen sollen das Portfolio auf mögliche zukünftige Zinsentwicklungen vorbereiten.

Regionen und Branchen mit hohem Renditepotenzial

Für die nächsten drei bis fünf Jahre empfiehlt Kohlhase, sich auf die USA, Europa und Australien zu konzentrieren. „In Anbetracht der Weltlage ist man wahrscheinlich gut beraten, sich auf diese Regionen zu fokussieren“, meint er. Diese Regionen böten seiner Meinung nach das höchste Renditepotenzial.

Nachhaltigkeit und ESG-Strategien

Nachhaltigkeit spielt in den Portfolios von Dr. Kohlhase derzeit keine Rolle. „Wir setzen nicht auf ESG-Strategien und arbeiten auch nicht mit Ratingagenturen zusammen“, erklärt er. Es gibt keinen Mindestanteil an Portfolios mit einer bestimmten Nachhaltigkeitsbewertung.

Investitionen in Megatrends und Emerging Markets

Bewusst investiert Kohlhase nicht in Megatrends, obwohl er Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Umwelttechnik als wichtige Trends erkennt. „Dies bedeutet nicht, dass man es komplett ausschließt“, fügt er hinzu. In Emerging Markets investiert er beispielsweise durch Fonds in Südamerika. „Der aktuelle Anteil an Emerging Markets in unseren Portfolios ist überschaubar“, erklärt Kohlhase.

Ausblick auf die kommenden Jahre

Für die nächsten drei bis fünf Jahre erwartet Kohlhase volatile Kapitalmärkte. „Es bleibt spannend! Eher unruhig und volatil mit großen Chancen, Fehler zu machen“, prognostiziert er. Diese Einschätzung unterstreicht die Notwendigkeit einer flexiblen und gut diversifizierten Anlagestrategie, um auf die kommenden Marktbedingungen optimal vorbereitet zu sein.

Aktive versus passive Strategien

Kohlhase sieht keinen generellen Trend, der aktive Vermögensstrategien im Gegensatz zu passiven Ansätzen begünstigt. „Beide Strategien haben und hatten schon immer ihre Berechtigung“, betont er. Diese neutrale Sichtweise unterstreicht seine flexible und situationsabhängige Herangehensweise im Portfoliomanagement.

Das Mindestanlagevolumen für ein Portfolio nach dem Performance-Projekt ist relativ gering, jedoch empfiehlt Kohlhase ein Investment erst ab ein paar Zehntausend Euro, um die anfallenden Gebühren zu berücksichtigen. „Unser Zielkunde sind klein- bis mittelvolumige Privatanleger-Depots“, erklärt er.
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