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Donner & Reuschel AG | TOPs 2016 - Vermögensstrategie & Portfolioqualität

Mehr Fragen als Antworten

Donner & Reuschel gehört zu den empfehlenswerten Banken
Donner & Reuschel zeigt im Anlagevorschlag einige gute Ansätze. Geht aber nicht darüber hinaus.

Donner & Reuschel AG - Ballindamm 27, 20095 Hamburg
www.donner-reuschel.de

Donner & Reuschel trifft „den richtigen Ton“ im Umgang mit dem Kunden. Das Haus hält seine Versprechen ein: „Unsere Kundenberater sind für Sie Gesprächspartner und Wegbegleiter, denen hoch­qualifizierte und motivierte Spezialisten zur Seite stehen. Unsere Honorarmodelle sind flexibel und transparent.“ Das ist so. Auch die Transparenz des Hauses lässt nichts zu wünschen übrig.

Lesen Sie hier das ausführliche Porträt zum Beratungsgespräch.

Wertungsübersicht
BeratungsgesprächVermögensstrategiePortfolioqualitätTransparenzGesamt
33,99,16,812,261,9

max. 40 Punkte

max. 30 Punktemax. 13 Punktemax. 17 Punktevon 100

Vermögensstrategie

Donner&Reuschel schickt uns die Gesprächszusammenfassung direkt mit dem Vorschlag. Gut ist: Die Bank bemerkt, dass es steuerliche Herausforderungen gibt, da wir steuerlich nicht als Deutscher gemeldet sind. Mit Hinweis auf das Doppelbesteuerungsabkommen werden wir auf die Erstattungsmöglichkeiten der Körperschaftsteuer bei Dividendenpapieren hingewiesen. Der Vorschlag zeigt die große Bandbreite auf. Wir sollen ein Portfolio mit 35% Aktien und 65% Anleihen wählen, wobei die maximale Aktienquote auch 70% sein kann. Die Anleihen können 100% ausmachen. Auffallend ist die sehr hohe Renditeerwartung bei Anleihen. 4% will die Bank schaffen – in den nächsten 8 Jahren, denn das ist der Anlagehorizont. 8% sind es bei Aktien. Das erscheint zumindest mutig. Wenn wir dann den beigefügten "Werbemittel"-Zettel mit der Vermögensverwaltungsstrategie ansehen, sehen wir allein 15% Bundesanleihen mit einer 5-jährigen Restlaufzeit. Die andere Hälfte der Anleihen scheint nicht den Rest bis zum Renditeziel von 4% ausgleichen zu können. Hier bleiben wichtige Fragen offen. Die Aktienquote ist fast voll ausgereizt: 69,4% sind in Aktien. Die Bank vertraut auf ihren "Markt-Navigator". Der sagt, ob die Aktien hoch oder runter gefahren werden. Per Anfang Januar 2015 war alles auf Grün = 70%. Bei den von der Bank getroffenen Prognoseannahmen kommen wir auf 770.000 Euro – so lautet die Bankauskunft. Es fehlen also noch 230.000 Euro. Die Erbschaftsteuer wird allerdings nicht diskutiert; bedauerlich, denn wir benötigen ja mehr als 1.000.000 Euro. Und auch die mögliche Sparrate wird nicht errechnet. Das Thema Schenkung, Übertrag, Kontrollwunsch wird nur kurz erwähnt und die Hinzunahme eines Rechtsanwalts empfohlen. Denkbar wäre eine Versicherungslösung, Details fehlen aber im Vorschlag. Auch kreative Lösungen wie eine dynamische Absenkung der Aktienquote über die Zeit – Fehlanzeige. Am Ende bleiben mehr Fragen als Antworten. D&R kann uns mit diesem Vorschlag nicht überzeugen. Kostenangebot: 1,00% plus 19% MwSt. Kickbacks verbleiben bei der Bank!

Fazit: Donner & Reuschel erarbeitet einen Anlagevorschlag, der sich auf die Anlageklassen Aktien und Anleihen beschränkt. Er weist diverse Lücken auf. Die Zielsumme wird mit der vorschlagenen Allokation nicht erreicht, steuerliche Fragestellungen werden unzureichend diskutiert. Auch das Ziel "Vermögenskontrolle" behandelt D&R nur am Rande. In der Summe eine wenig überzeugende Ausarbeitung. Schade.

Portfolioqualität

Donner & Reuschel hält mit 68% eine sehr hohe Aktienquote. Nach 8 Jahren Laufzeit wird mit einer Lücke von 230.000 Euro gerechnet, allerdings kommt Quanvest auf eine größere Abweichung von 300.000 Euro zum Vermögensziel von 1 Mio. Euro. Das sind 10% Abweichung vom Haus-eigenen Prognosewert und deshalb halbiert sich die Punktzahl fast.

Gesamtfazit: Die unzureichende Vermögensstrategie passt so gar nicht zum hochklassigen Beratungsgespräch und der hohen Transparenz des Hauses.  Somit reicht es am Ende nur für das Gesamturteil „empfehlenswert“.

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