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Berliner Sparkasse mit fundamentalem Investmentstil erfolgreich im Performance-Projekt

Michel Kosman über erfolgreiche Investmentstrategien und Risikomanagement

Thumb Performance-Projekt 7, 1. Quartal 2024, erstellt mit DALL*E
Die Berliner Sparkasse setzt auf einen fundamentalen Investmentstil und nutzt eine umfassende Diversifikationsstrategie. Michel Kosman, Leiter Anlagemanagements, erläutert, wie Risikomanagement und ESG-Strategien integriert werden. Welche Anlageklassen und Methoden bevorzugt die Sparkasse und wie reagiert das Portfoliomanagement auf Marktentwicklungen? Spannende Einblicke in die Erfolgsfaktoren und Erwartungen für die kommenden Jahre ...

Die Kernkompetenz liegt laut Michel Kosman, Leiter des Anlagemanagements im Private Banking bei der Berliner Sparkasse, in der „Premium-Qualität und einer globalen Kapitalmarktkompetenz“, unterstützt durch ein starkes Netzwerk und langjährige Erfahrung im Vermögensmanagement.

Klassischer Fundamentaler Investmentstil

Kosman beschreibt den Investmentstil des Hauses als klassisch und fundamental. „Unser Ziel ist es, das Chance-Risiko-Potenzial der einzelnen Anlageklassen zu identifizieren und daraus Vorgaben für die Vermögensaufteilung abzuleiten.“ Diese Strategie basiere auf fundierten Markteinschätzungen und einer umfassenden Bewertung einzelner Marktparameter.

Breite Diversifikation und Gewichtungskriterien

Um eine breite Diversifikation in den Portfolios zu erreichen, investiert die Berliner Sparkasse in eine Vielzahl von Anlageklassen wie Aktien, Renten, Rohstoffe, Fonds und Derivate. Die Gewichtung der einzelnen Segmente erfolgt nach einem risikoorientierten Ansatz unter Einsatz von spezialisierter Software zur Risikotransparenz und Performance-Optimierung. „Bevor ein Wertpapier gekauft wird, simulieren wir die Transaktion im Portfoliokontext und bewerten Risikodaten wie Volatilität und Value-at-Risk“, erklärt Kosman.

Verwendung und Absicherung der Anlageklassen

Das Portfolio umfasst Liquidität, Aktien, Renten, Rohstoffe, Währungen – sowohl abgesichert als auch nicht abgesichert – und alternative Anlageklassen. Bevorzugt werden Einzeltitel, aktiv gemanagte Fonds, ETFs, Zertifikate und Derivate. „Der Portfoliomanager bei der Berliner Sparkasse versteht sich als konservativer Vermögensverwalter und aktiver Risikomanager für seine Kunden“, betont Kosman. Risikodaten würden kontinuierlich auf verschiedenen Ebenen analysiert, um eine sinnvolle Investitionsentscheidung zu treffen.

Selektionsverfahren und Anlagestrategien

Die Auswahl der Titel geschieht nach einem mehrstufigen Selektionsverfahren. „Die Aktienauswahl folgt einem Scoring-Modell, das die finanzielle Stärke eines Unternehmens bewertet“, erläutert Kosman. Für die Rentenanlage würden neben der Einschätzung der Kreditqualität auch die Rendite und die Zinskurvenlage berücksichtigt. Alternative Anlageklassen würden zur Diversifikation und zur Verringerung der Marktsensitivität genutzt. Bei der Auswahl der passiven Fonds werden unter anderem die Replikationsmethode und die Fondswährung berücksichtigt. As Portfoliomanagement bildet homogene Vergleichsgruppen, welche jeweils auch eine Gesamtkostenanalyse beinhalten.

Nachhaltigkeitsstrategien (ESG)

Die Berliner Sparkasse integriert ESG-Strategien in ihre Portfolios und berücksichtigt dabei ökologische, soziale und Unternehmensführungs-Kriterien. „Unser internes ESG-Research-Team überprüft das Anlageuniversum nach Kontroversen, um Risiken zu reduzieren“, erklärt Kosman.

Investments in Megatrends und Emerging Markets

Bei der Unternehmensbewertung werden Megatrends wie Technologie und Nachhaltigkeit berücksichtigt. „Ein kleinerer Portfolioanteil kann in Emerging Markets investiert werden, wenn die risikoadjustierten Renditen attraktiv sind“, sagt Kosman.

Reaktionsfrequenz auf Marktentwicklungen

„Die Portfolios werden börsentäglich überwacht“, sagt Kosman. „Bei unvorhergesehenen Ereignissen finden Ad-hoc-Meetings statt, in denen die Auswirkungen auf die Portfolien und mögliche Maßnahmen besprochen werden.“ Diese Meetings können in Sondersituationen auch mehrmals wöchentlich stattfinden.

Erfolgsfaktoren und Herausforderungen

Der Erfolg im 1. Quartal 2024 basierte auf einer sektorenbezogenen Steuerung und der erfolgreichen Auswahl von Einzeltiteln im Aktienbereich sowie einer vorsichtigen Durationspositionierung im Rentenbereich. „Die kurzfristige Schwäche der Aktienmärkte nutzten wir zur Erhöhung des Aktienexposures“, berichtet Kosman.

Reaktion auf Zinswenden

Auf die Zinswende 2022 reagierte das Portfoliomanagement frühzeitig mit einer Anpassung der Portfolioausrichtung. „Wir reduzierten das Aktienexposure und schrieben Call-Optionen, um hohe Optionsprämien zu vereinnahmen“, erklärt Kosman. Auch die strategische Positionierung bei Rentenanlagen wurde entsprechend angepasst.

Marktausblick

Kosman erwartet, dass sich die hohen Inflationsraten abschwächen und Zentralbanken ihre restriktive Haltung aufgeben können. Dies wird den Kapitalmärkten in den kommenden drei bis fünf Jahren zugutekommen. „Die Kapitalmärkte dürften freundlich tendieren, auch wenn mittelfristige Prognosen mit höherer Unsicherheit verbunden sind“, prognostiziert Kosman. „Sektoren wie IT und ESG-orientierte Unternehmen haben weiterhin gute Aussichten“, so Kosman.

Die Berliner Sparkasse traut sich auch langfristige Voraussagen zu. Sol solle per 31. Dezember 2028 der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank bei 2,5% liegen, die Rendite der 10järhigen Bundesanleihen bei 2,25%, der DAX 23.800 Punkte zählen und der S&P 500 ordentliche 6.060 Punkte.

Ein Portfolio analog zu dem im Performance-Projekt eignet sich für Kunden mit mittlerer Risikobereitschaft, die moderate Schwankungen akzeptieren. Für die Verwaltung der Portfolios veranschlagt die Berliner Sparkasse eine All-in-Fee von 0,80% p.a. Das Mindestanlagevolumen beträgt 100.000 Euro.
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